Ochotona forresti

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Ochotona forresti
Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Hasenartige (Lagomorpha)
Familie: Pfeifhasen (Ochotonidae)
Gattung: Ochotona
Art: Ochotona forresti
Wissenschaftlicher Name
Ochotona forresti
Thomas, 1923

Ochotona forresti ist eine Säugetierart aus der Familie der Pfeifhasen innerhalb der Hasenartigen. Sein Verbreitungsgebiet reicht vom nordwestlichen Yunnan und südöstlichen Tibet in der Volksrepublik China bis in das nördliche Myanmar, nach Bhutan und Indien.

Merkmale[Bearbeiten]

Ochotona forresti erreicht eine Körperlänge von 15,5 bis 18,5 Zentimeter und gleicht verschiedenen anderen Arten der Gattung Ochotona sowohl in seiner Körpergröße als auch in den wesentlichen Schädelmerkmalen. Er hat ein sehr dunkles, rotbraunes Sommerfell, das im Winter dunkel-graubraun wird, wobei die Bauchseite etwas heller als die Rückenseite ist. Auffällig und charakteristisch für diese Art sind die dunkelgrauen Zonen hinter den Ohren, die sich im Nacken treffen. Weitere Unterschiede zu anderen Arten bestehen in der Schädelmorphologie sowie den langen Krallen der Vorderbeine.[1]

Verbreitung[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet von Ochotona forresti

Das Verbreitungsgebiet von Ochotona forresti reicht vom nordwestlichen Yunnan und südöstlichen Tibet in der Volksrepublik China in das nördliche Myanmar, nach Bhutan und die indischen Bundesstaaten Arunachal Pradesh, Assam und Sikkim.[2]

Ochotona forresti bewohnt sonnenzugewandte und bewaldete Berghänge mit Nadel- und Strauchwäldern in Höhen zwischen 2.600 und 4.400 Metern. Er lebt in seinem Habitat teilweise sympatrisch mit Ochotona gaoligongensis, Ochotona thibetana, Ochotona roylei, Ochotona gloveri und Ochotona macrotis.[1]

Lebensweise[Bearbeiten]

Über die Lebensweise dieses Pfeifhasen liegen nur sehr wenige Informationen vor. Es wird angenommen, dass er Höhlen als Bauten gräbt.[2][1]

Systematik[Bearbeiten]

Ochotona forresti wurde als eigenständige Art den Pfeifhasen (Gattung Ochotona) zugeordnet. Dabei wurde er ursprünglich den Arten Ochotona thibetana, Ochotona roylei und Ochotona pusilla zugeordnet. Es wird angenommen, dass es sich entweder um eine Schwesterart zu Ochotona erythrotis handelt, oder der heute als eigene Art beschriebene Ochotona gaoligongensis könnte ein Synonym zu O. forresti darstellen.[2][1]

Gefährdung und Schutz[Bearbeiten]

Die Art wird von der International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN) aufgrund ihres vermutlich großen Bestandes und des großen Verbreitungsgebiets als nicht gefährdet (least concern) eingestuft.[2]

Belege[Bearbeiten]

  1. a b c d Joseph A. Chapman, John E. C. Flux (Hrsg.): Rabbits, Hares and Pikas. Status Survey and Conservation Action Plan. (PDF; 11,3 MB) International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (IUCN), Gland 1990; S. 31-32. ISBN 2-8317-0019-1.
  2. a b c d Ochotona forresti in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: A.T. Smith, C.H. Johnston, 2008. Abgerufen am 1. Februar 2012

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Ochotona forresti – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Ochotona forresti in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2011. Eingestellt von: A. T. Smith, C. H. Johnston, 2008. Abgerufen am 1. Februar 2012