Offizierskasino (Schwerin)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Frontansicht des Offizierskasinos
Südostansicht

Das Offizierskasino, ehemaliges Regimentsgebäude des Großherzoglich Mecklenburgischen Grenadier-Regiments Nr. 89, ist ein denkmalgeschütztes Gebäude im Stadtteil Ostorf der mecklenburg-vorpommerschen Landeshauptstadt Schwerin.

Das Offizierskasino befindet sich in der Johannes-Stelling-Straße 19 direkt am Ende einer Sichtachse vom Schweriner Schloss über den im Schlossgarten befindlichen Kreuzkanal. In direkter Nachbarschaft liegen die ehemaligen Artilleriekasernen, die als Finanzamt und Verwaltungsgebäude genutzt werden.

Das zweigeschossige Gebäude besitzt in Richtung Schloss eine Schaufassade und an der östlichen Hausecke einen runden Turm. Erbaut wurde es am Ende des 19. Jahrhunderts und diente dem Namen entsprechend als Bewirtungs- und Betreuungseinrichtung der Offiziere. Die Grundsteinlegung erfolgte 1898, die festliche Einweihung fand am 3. April 1900 statt.[1] Zu der Zeit war Schwerin Residenz der mecklenburgischen Großherzöge.[2] Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Offizierskasino von der Roten Armee genutzt, davon zeugen noch die rückwärtige Betonmauer und Sterne in den straßenseitigen metallenen Einfahrtstoren. Seit dem Abzug der Truppen 1992 stand das Gebäude leer und verfiel.

Die Unternehmensgruppe Hydraulik Nord plant mit dem Kauf (2011/2012) des Gebäudes die Verlegung der Firmenzentrale dorthin. Mit der Instandsetzung, bei der Denkmalschutzauflagen einzuhalten wären, sollen Büro- und Beratungsräume im Offizierskasino entstehen.[3] Erste Sicherungsarbeiten an der Fassade, am Dachtragwerk und der Saaldecke erfolgten Mitte 2012.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Offizierskasino Schwerin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. K.-U. Keubke: Das Feldartillerie-Regiment Nr. 60 und seine Schweriner Kaserne. In: Schweriner Volkszeitung. Mecklenburg-Magazin Nr. 14/1998
  2. Kurzbeschreibung in einem Exposè der Landeshauptstadt Schwerin
  3. Casino: Jetzt fehlt nur die Unterschrift. Schweriner Volkszeitung, 27. Oktober 2011
  4. Altes Offizierscasino wird gerettet, Schweriner Volkszeitung, 25. August 2012.

53.61734411.41304Koordinaten: 53° 37′ 2″ N, 11° 24′ 47″ O