Osmussaar

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Osmussaar
Gewässer Ostsee
Geographische Lage 59° 17′ 31″ N, 23° 23′ 28″ O59.29194444444423.391111111111Koordinaten: 59° 17′ 31″ N, 23° 23′ 28″ O
Osmussaar (Estland)
Osmussaar
Fläche 4,69 km²
Einwohner 3 Esten
<1 Einw./km²
Leuchtturm von Osmussaar
Leuchtturm von Osmussaar

Osmussaar (deutsch Odinsholm; schwedisch Odensholm) ist eine estnische Ostsee-Insel im Finnischen Meerbusen.

Lage und Geschichte[Bearbeiten]

Osmussaar gehört verwaltungsmäßig als Dorf Osmussaare zur Gemeinde Noarootsi im Kreis Lääne. Die Insel liegt ca. 7,5 km vom estnischen Festland und 62 km vom finnischen Hanko entfernt. Die Fläche von Osmussaar beträgt 4,69 km². Der Küstenstreifen ist 14 km lang.

Die Gewässer um die Insel sind gefährlich. Am 26. August 1914 lief der deutsche Kreuzer SMS Magdeburg bei Osmussaar auf Grund und musste gesprengt werden. Ein Leuchtturm auf Osmussaar wurde erstmals 1765 errichtet. Der heutige Leuchtturm ist 35 m hoch und aus Stahlbeton gefertigt.

Osmussaar ist im Sommer beliebtes Ausflugsziel für Naturtouristen und Vogelkundler.

Osmussaar wurde erstmals um 1250 als Hothensholm urkundlich erwähnt. Eine erste Besiedelung ist für das Jahr 1436 überliefert.[1] Bis 1940 gab es auf der Insel das Dorf Bien der Küstenschweden (sieben Gehöfte mit ca. 120 Einwohnern), die jedoch 1944 im Verlauf des Zweiten Weltkriegs nach Schweden evakuiert wurden. Heute lebt nur noch eine estnische Familie dauerhaft auf der Insel.

Im südlichen Teil der Insel wurde für Seefahrer eine evangelisch-lutherische Kapelle errichtet, die seit 1642 urkundlich belegt ist. 1766 wurde ein neuer Bau aus Stein errichtet.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Osmussaar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Hans Feldmann (Begründer), Heinz von ZurMühlen (Hrsg.): Baltisches historisches Ortslexikon. Band 1: Estland (einschließlich Nordlivland) (= Quellen und Studien zur baltischen Geschichte. Bd. 8, 1). Bearbeitet von Gertrud Westermann. Böhlau, Köln u. a. 1985, ISBN 3-412-07183-8, S. 401.