Otto Stolz (Historiker)

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Otto Stolz (* 31. März 1881 in Innsbruck; † 5. November 1957 ebenda) war ein österreichischer Volkskundler und Historiker.

Leben[Bearbeiten]

Otto Stolz war ein Sohn des Mathematikers Otto Stolz. Nach dem Besuch des Gymnasiums in Innsbruck begann er bei Emil von Ottenthal und Hans von Voltelini bzw. Oswald Redlich sein Studium der Geschichtswissenschaft an den Universitäten Innsbruck und Wien. 1907 legte er seine Lehramtsprüfung ab. Nach einem Studienaufenthalt in Rom nahm er eine Stelle am Statthaltereiarchiv in Innsbruck, dem heutigen Tiroler Landesarchiv an. 1912 habilitierte er sich bei Hermann Wopfner für Österreichische Geschichte, 1923 wurde er zum a. o. Universitätsprofessor der Universität Innsbruck ernannt. In dieser Zeit übernahm er die Leitung des Landesregierungsarchivs bzw. seit 1939 Reichsgauarchivs in Innsbruck. 1940 trat er der NSDAP bei, zwischen 1943 und 1949 wurde er mit der Vertretung der Lehrkanzel für deutsche Rechtsgeschichte an der Universität Innsbruck betraut. 1951 verlieh ihm die Universität die Ehrendoktorwürde.

Schriften[Bearbeiten]

  • Die Ausbreitung des Deutschtums in Südtirol im Lichte der Urkunden. 1927.
  • Geschichtliche Beschreibung der ober- und vorderösterreichischen Lande. 1943.
  • Rechtsgeschichte des Bauernstandes und der Landwirtschaft in Tirol und Vorarlberg. 1949.
  • Geschichte des Landes Tirol. 1955.
  • Quellen zur Geschichte des Zollwesens und Handelsverkehres in Tirol und Vorarlberg vom 13.–18. Jahrhundert. 1955.
  • Der geschichtliche Inhalt der Rechnungsbücher der Tiroler Landesfürsten von 1288–1350. 1957.
  • Geschichte der Verwaltung Tirols: Teilstück des 2. Bandes der Geschichte des Landes Tirol. (Mit Werkverzeichnis). 1998

Weblinks[Bearbeiten]