Palladium(II)-oxid

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Kristallstruktur
Kristallstruktur vom Palladium(II)-oxid
__ Pd2+     __ O2−
Allgemeines
Name Palladium(II)-oxid
Andere Namen
  • Palladiumoxid
  • Palladiummonooxid
Verhältnisformel PdO
CAS-Nummer 1314-08-5
PubChem 73974
Kurzbeschreibung

Grünlich schwarzes, geruchloses Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 122,42 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Dichte

8,3 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

750 °C (Zersetzung)[2]

Löslichkeit

Unlöslich in Wasser und Säuren[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
03 – Brandfördernd

Gefahr

H- und P-Sätze H: 272
P: ? [2]
Thermodynamische Eigenschaften
ΔHf0
  • 349,95 kJ/mol (Gas)[1]
  • −0,09 kJ/mol (Kristall)[1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
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Palladium(II)-oxid ist das stabilste Oxid von Palladium. Es ist ein grünlich schwarzer, kristalliner Feststoff, der bei 750 °C schmilzt.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Palladiumoxid wird durch Erhitzung von Palladiumschwamm in Gegenwart von Sauerstoff bei 350 °C gebildet. Das Oxid wird als schwarzes Pulver erhalten. Speziell für katalytische Anwendungen kann es auch durch Erhitzung einer Mischung aus Palladium(II)-chlorid und Kalium- oder Natriumnitrat bei 600 °C mit anschließender Auslaugung des wasserlöslichen Rückstandes erhalten werden.[1] Die Hydratform kann durch Fällung von Palladium(II)-nitrat mit Natronlauge erhalten werden. Das braune Oxidhydrat kann durch Erhitzung in die dehydratisierte Form überführt werden. Die Löslichkeit in Säuren nimmt mit abnehmendem Wassergehalt ab.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Physikalische Eigenschaften[Bearbeiten]

Palladium(II)-oxid liegt in Form von grünlich schwarzen tetragonalen Kristallen vor. Es ist unlöslich in Wasser und Säuren, jedoch schwach löslich in Königswasser.

Chemische Eigenschaften[Bearbeiten]

Palladium(II)-oxid zersetzt sich oberhalb von 750 °C zu Palladiummetall.[1] Bei Zugabe von Alkalilauge fällt gelb-braunes Palladium(II)-oxid-Hydrat PdO · x H2O aus, welches sich nicht ohne gleichzeitige Abgabe von Sauerstoff entwässern lässt.[3] Es ist im Gegensatz zu wasserfreiem PdO in Säuren löslich.

Verwendung[Bearbeiten]

Palladiumoxid wird für die Herstellung von Palladium-Hydrierkatalysatoren durch Reduktion mit Wasserstoff verwendet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g Simon Cotton: The Chemistry of Precious Metals, Springer 1997.
  2. a b c d Datenblatt Palladium(II)-oxid (PDF) bei Merck, abgerufen am 24. Februar 2013.
  3. Holleman-Wiberg: Lehrbuch der Anorganischen Chemie 91.–100. Auflage, Walter de Gruyter, Berlin 1985, ISBN 3-11-007511-3.