Pandanus conoideus

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Pandanus conoideus
Kulturform mit länglichem Fruchtstand

Kulturform mit länglichem Fruchtstand

Systematik
Klasse: Bedecktsamer (Magnoliopsida)
Monokotyledonen
Ordnung: Schraubenbaumartige (Pandanales)
Familie: Schraubenbaumgewächse (Pandanaceae)
Gattung: Schraubenbäume (Pandanus)
Art: Pandanus conoideus
Wissenschaftlicher Name
Pandanus conoideus
Lam.
Kulturform mit kompaktem Fruchtstand.

Pandanus conoideus ist eine Pflanzenart in der Familie der Schraubenbaumgewächse (Pandanaceae). Die Heimat liegt in Indonesien und dort kommt sie vor allem im Jayawijaya-Gebirge vor.

Die auffallend roten Fruchtstände werden von den Einheimischen Indonesiens sowohl als Nahrungsmittel, als auch zur Behandlung verschiedener Krankheiten eingesetzt. Eine heilende Wirkung ist nicht nachgewiesen.

Beschreibung[Bearbeiten]

Pandanus conoideus wächst als immergrüne baumförmige Pflanze und kann Wuchshöhen von bis 17 Meter erreichen. Die Verzweigung beginnt ab einer Höhe von 5 bis 8 m über dem Boden. Die 2,5 bis 3,7 langen Stelzwurzeln nehmen eine Fläche mit einem Durchmesser von ungefähr 67 cm ein. [1]

Die dunkelgrünen Laubblätter sind bei einer Länge von 88 bis 102 cm und einer Breite von 6 bis 10 cm breit lanzettlich oder bandförmig, zugespitzt und besitzen kleine (etwa 1 mm) Dornen an den Rändern. [1]

Fruchtstand[Bearbeiten]

Der Fruchtstand, für den in den Anbauländern die Trivialnamen wie Red Fruit oder Buah Merah, marita, kuansu verwendet werden, hat eine elliptische, zylindrische Form mit abgerundeten stumpfen Spitzen. Er erreicht umhüllt und geschützt von mehreren Hochblättern eine Länge von etwa 55 cm und einen Durchmesser von 10 bis 15 cm. Sein Gewicht liegt bei rund 2 bis 3 kg. Im reifen Zustand sind die Früchte hell- bis dunkelrot glänzend. [1]

Vorkommen[Bearbeiten]

Pandanus conoideus ist in Indonesien in Irian Jaya auf den Molukken und Papua Neuguinea heimisch [2]. Sie wächst an Standorten mit hoher Luftfeuchtigkeit.

Es handelt sich dabei um eine wilde Pflanze, die wegen der idealen Bedingungen fast in der gesamten Papua-Region wächst. Die größten Populationen findet man im Jayawijaya-Gebirge (Warmena und Tolikara), in Jayapura, Manokwari, Nabire, Timika und Ayamaru Sorong. Pandanus conoideus gedeiht an Standorten in Höhenlagen zwischen 2 und 2300 Meter, bei Temperaturen zwischen 23 bis 33º C und einer Luftfeuchtigkeit von 73 bis 98 %. [1]

Taxonomie[Bearbeiten]

Die Erstveröffentlichung von Pandanus conoideus erfolgte 1785 durch Jean-Baptiste de Lamarck in Encyclopédie Méthodique, Botanique, 1, S. 372 [3]. Homonym für Pandanus conoideus Lam. ist Pandanus conoideus Thouars (in Bull. Sci. Soc. Philom. Paris, 1 (11), 1808, S 5).[2][4]

Nutzung[Bearbeiten]

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Geschichte[Bearbeiten]

Bei den Einheimischen von Papua ist Pandanus conoideus schon lange als Nahrungsmittel und Naturfarbstoff bekannt und wird als heilige Pflanze verehrt. Sie findet Verwendung bei Hochzeiten, Initiationsriten, Geburten und anderen Anlässen. Jedoch wird der Frucht eine noch größere Wichtigkeit als Heilpflanze zugeschrieben. Aufgrund ihrer Tradition sind die Einheimischen überzeugt, dass sich die Pflanze sowohl als Augen- und Hautmedizin, aber auch zur Behandlung von Tumoren[5] und Wurmbefall eignet. Stillende Mütter verwenden Buah Merah zur Wiederherstellung ihrer Kräfte und zur Anregung des Milchflusses. Überdies wird die Frucht aber auch für die innere rituelle Reinigung und als Potenzmittel benutzt.[1]

Der portugiesische Seefahrer Jorge des Menses entdeckte im Jahre 1526 als erster Europäer die Rotfrucht.[6] Die Entdeckung der angeblich heilenden Eigenschaften von Pandanus conoideus war eher Zufall. I Made Budi, Biologe und Lehrer der Cenderawasih Universität in Indonesien, studierte die Einheimischen in Timika, Warmena und in den Dörfern in den Jayawijaya-Bergen, deren traditionelle Lebensweise, Krankheitsverläufe sowie Gewohnheiten in Bezug auf Buah Merah.[5] Daraus zog er einen möglichen Zusammenhang zwischen dem häufigen Konsum der Red Fruit und dem Fakt, dass die Bewohner von Papua und Wamena eine sehr niedrige Inzidenz von Krebserkrankungen, Hepatitis, Bluthochdruck, Schlaganfall, Diabetes mellitus oder anderen Erkrankungen haben.[7]

Anbau[Bearbeiten]

Drei Jahre nach der Anpflanzung trägt Pandanus conoideus die ersten Fruchtstände. [1] Es gibt etwa 30 Kulturformen mit unterschiedlichen Typen von Fruchtständen, die sich in Form und Farbe unterscheiden, unter anderem braun oder gelb.[8] [1]

Inhaltsstoffe[Bearbeiten]

Die Frucht von Pandanus conoideus enthält im Trockengewicht 19,9 % (Soxhlet-Extraktionsmethode) oder 19,4 % (NMR-Methode) rotes Fett. Die wichtigsten Fettsäuren sind Oleinsäure (69 % der totalen Fettsäuren), Palmitinsäure (19,2 %) und Linolsäure (7,8 %). Hinzu kommen kleinere Mengen an Myristin-, Palmitolein-, Stearin-, Linolen-, Arachin- und Eicosensäure.[9] In Pandanus conoideus wurde zudem mittels HPLC Carotin und Tocopherol nachgewiesen.[10]

Wirkung[Bearbeiten]

Da bislang noch keine klinischen Studien am Menschen bezüglich einer wie auch immer gearteten Wirksamkeit von Pandanus conoideus vorliegen, beziehen sich die von einigen Autoren postulierten Wirkungen auf empirische Befunde und Behauptungen. So wird angenommen, dass β-Carotin (Vorstufe von Vitamin A) und Tocopherol (Vitamin E), welche in der Frucht vorkommen, fähig sind freie Radikale zu neutralisieren. Beide Komponenten sollen die freien Radikale, welche Mutationen verursachen können, abfangen. Das β-Carotin soll die Ablagerungen in den Arterien verlangsamen, wodurch Schlaganfälle und Herzkrankheiten verhindert werden sollen. Vom Tocopherol wird angenommen, dass es freie Radikale vernichtet und das Cholesterin im Blut neutralisiert. Die Fettsäuren, welche im Fruchtfleisch vorkommen, sollen als natürliches Antibiotikum und Virostatikum wirken.[1]

Resultate aus Studien[Bearbeiten]

Einzelne pharmaklogische Studien können nachgelesen werden bei:

  • D. P. Vivekananthan, M. S. Penn, S. K. Sapp, A. Hau, E. J. Topol: Use of antioxidant vitamins for the prevention of cardiovascular disease: meta-analysis of randomized trial. In: Lancet, 361, 2003, S. 2017-2023.
  • O. P. Astrin, M. Harini, N. S. Handajani: The Effect of Crude Extract of Pandanus conoideus Lamb. var. Yellow Fruit on Apoptotic Expression of the Breast Cancer Cell Line (T47D). In: Biodiversitas, 10, 2009, S. 44-48.
  • L. Muna, O. P. Astrin, Sugiyarto: Teratogenic test of Pandanus conoideus var. yellow fruit extract to development of rat embryo (Rattus norvegicus). In: Nusantara Bioscience, 2. 2010, S. 126-134.
  • A. Rohman, S. Riyanto, N. Yuniarti, W. R. Saputra, R. Utami & W. Mulatsih: Antioxidant activity, total phenolic, and total flavaonoid of extracts and fractions of red fruit (Pandanus conoideus Lam). In: IFRJ, 17, 2010, S. 97-106.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g h CV Bali Spot International Co., Ldt. Stand: unbekannt. www.buah-merah.info/RedFruit.pdf (zuletzt abgerufen am 5. November 2011)
  2. a b Pandanus conoideus im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  3. Erstveröffentlichung eingescannt bei http://biodiversitylibrary.
  4. Pandanus conoideus bei Tropicos.org. Missouri Botanical Garden, St. Louis
  5. a b Umlauf, Wolfgang: Rotfruchtöl. In: Aeolion’s online shop. Stand unbekannt. http://www.aeolion-shop.com/shop/catalog/details?sessid=qovm6jEdUaWH3Z4N36UQ4EqG42sZSX7BCC8NPpLy0WaMFuSpu6ZNM3epVq7q2vF8&shop_param=aid%3Drfo1%26 (abgerufen am 29. Oktober 2011).
  6. Neuhauser, Brigitte: Über das leberreinigende Rotfruchtöl – Buah Merah. In: Rotfruchtöl Buah Merah. Stand unbekannt. [1]
  7. Santoso, Budi: A Significant Herbal Breakthrough for Cancer, Diabetes, Stroke, Hepatitis, Hypertension, Osteoporosis, Cholesterol, Arthritis, Heart Disease and HIV/AIDS. In: Redfruitoil – Cancer Cure Breakthrough. Stand: 2009. http://www.redfruitoil.com (abgerufen am 29. Oktober 2011).
  8. Hagrid, Astrid P.; Red Fruit (Pandanus conoideus Lam.). In: Alternative Health Articles. Stand 2008. http://cheap-medicine.blogspot.com/2008/04/red-fruit-pandanus-conoideus-lam.html (abgerufen am 27. Oktober 2011).
  9. Southwell K, Harris R. Chemical characteristics of Pandanus conoideus fruit lipid. J. Sci. Food Agric. 1992; 58: 593–594
  10. Samsuria-Mutalib PK, Kusmardi, Tedjo A. The potentiality of β – Carotene as free radical, scavenger: A study oft he raise of superoxide production in mitochondrial. Makara, Kesehata. 2009; 13:27-33

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pandanus conoideus – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien