Parapatrische Artbildung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Parapatrische Speziation beschreibt den Prozess der Artbildung infolge von Veränderungen der Umweltbedingungen.

Ausgangspunkt ist eine Art, die ein bestimmtes Verbreitungsgebiet mit relativ einheitlichen Umweltbedingungen besiedelt. Ändern sich nun in einem bestimmten Teilbereich des Verbreitungsgebiets die Umweltfaktoren oder treten neue hinzu, so besiedelt die Art nunmehr Areale mit unterschiedlichen Umweltbedingungen. Die Teilpopulationen unterliegen in diesen Arealen unterschiedlichen Selektionsdrücken und entwickeln sich daher zunehmend unabhängig voneinander weiter. Auf diese Weise können zunächst voneinander unterscheidbare, lokale Unterarten entstehen, zwischen denen eine Hybridzone bestehen kann.

Werden die genetischen Unterschiede so groß, dass sich die Individuen der Unterarten nicht mehr verpaaren können, hat sich die ursprüngliche Art parapatrisch in zwei oder mehrere neue Arten aufgespalten.

Siehe auch[Bearbeiten]