Patricius (Usurpator)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Patricius (hebr. נטרונא - Natrona; † 351 oder 352) war ein Anführer von jüdischen Aufständischen gegen den römischen Kaiser Constantius II. im Jahr 351/352.

Mit der Rebellion setzten sich die Juden nicht in erster Linie gegen die streng christlich-arianische Religionspolitik, sondern gegen das korrupte Unterdrückungsregime des in Antiochia am Orontes residierenden Kaiserstellvertreters Constantius Gallus zur Wehr. In Sepphoris (Diocaesarea) überfielen und entwaffneten die Rebellen die römische Garnison, riefen Patricius zum „König“ aus und verbreiteten den Aufstand von Galiläa aus über mehrere andere Städte Palaestinas. Gewaltakte gegen Christen sind nicht überliefert. Gallus entsandte Truppen unter dem Kommando des Ursicinus, die die Bewegung rasch und brutal niederschlugen. Die Städte Sepphoris, Tiberias und Diospolis wurden zerstört. Ein Midrasch legt nahe, dass Patricius in der Entscheidungsschlacht, die möglicherweise bei Akkon stattfand, getötet wurde.

Quellen[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]