Pfefferküste

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Dieser Artikel behandelt die westafrikanische Küstenbezeichnung; für die gelegentlich ebenso genannte Malabarküste Indiens siehe dort.
Karte von 1729 mit englischer Bezeichnung "Grain Coast" für die Pfefferküste

Pfefferküste ist die historische Bezeichnung eines Küstengebietes im westlichen Afrika und umfasst die Küste der Staaten Liberia und Sierra Leone.

Ihren Namen erhielt die Küste vom dort wachsenden Guineapfeffer, heute zumeist Paradieskörner, aber auch Malagettapfeffer oder Meleguetapfeffer genannt – einer Ingwerart, die in früheren Zeiten in Europa als Ersatz für den teuren Pfeffer genutzt wurde. Daher wurde die Küste auch Malaguettaküste genannt.[1] Im Englischen werden diese Paradieskörner auch „Grain of Paradise“ genannt, daher auch der Name Graincoast für die Pfefferküste im englischen Sprachraum wie auf der nebenstehenden Karte. An die Pfefferküste schloss sich im europäischen Sprachgebrauch der Entdeckungs- bzw. Kolonialzeit die Elfenbeinküste, die Goldküste und die Sklavenküste an. Damit war die gesamte Guineaküste nach den Produkten benannt, die für die europäischen Händler dort von Interesse waren. Eine häufig zu findende Bezeichnung für diesen Küstenabschnitt ist auch Windwards Coast („Küste des Gegenwindes“). Diese Bezeichnung erhielt die Küste offenbar wegen der dort relativ konstanten Windverhältnisse.

Quellen[Bearbeiten]

  1. Mayers Konversationslexikon von 1888, zitiert nach www.peter-hug.ch/lexikon.