Pfriemenkressen

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Pfriemenkressen
Subularia aquatica

Subularia aquatica

Systematik
Rosiden
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Tribus: Cardamineae
Gattung: Pfriemenkressen
Wissenschaftlicher Name
Subularia
L.

Pfriemenkressen (Subularia) sind eine sehr kleine Pflanzengattung aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Die nur zwei Arten kommen in litoralen und aquatischen Lebensräumen vor.

Beschreibung[Bearbeiten]

Vegetative Merkmale[Bearbeiten]

Subularia-Arten wachsen als einjährige krautige Pflanzen und erreichen je nach Art Wuchshöhen zwischen 1,5 bis 16,0 Zentimeter [1][2]. Sie sind in Ufer- oder Gewässerbereichen (littoral oder aquatisch) anzutreffen. Alle Pflanzenteile sind kahl. Die Stängel sind aufrecht und unverzweigt.

Die nur in grundständigen Rosetten, nicht am Stängel verteilt angeordneten, haltbaren Laubblätter sind sitzend, also ohne Blattstiel gestaltet. Die einfache Blattspreite ist pfriemlich, woher sich auch der Gattungsname herleitet. Die Blattränder sind ganzrandig.

Generative Merkmale[Bearbeiten]

Die Blüten bei den Subularia-Arten stehen in lockeren oder etwas dichteren, sich bis zur Fruchtreife leicht bis deutlich verlängernden traubigen Blütenständen zusammen. Die Blütenstiele zeigen sich üblicherweise aufsteigend, selten sparrig, spreizend oder fast aufrecht und verlängern sich bis zur Samenbildung leicht oder beträchtlich.

Die zwittrigen Blüten besitzen eine doppelte Blütenhülle. Die grünen, eiförmig-länglichen Kelchblätter sind aufsteigend bis aufrecht. Die selten fehlenden Kronblätter sind weiß, schmal verkehrt-lanzettlich bis zungenförmig und geringfügig größer als die Kelchblätter. Die Staubblätter sind fast gleich gestaltet; deren Staubfäden zeigen basal keine Verbreiterung und die Staubbeutel sind eiförmig. Die zusammenfließenden Nektardrüsen sitzen der Basis der Staubfäden gegenüber. Es sind 4 bis 18 Samenanlagen pro Fruchtknoten vorhanden. Ein Griffel fehlt und die Narbe besitzt eine kopfige Gestalt.

Die kurz gestielten, glatten Schoten weisen eine verkehrt-eiförmige bis ellipsoide oder auch stielrunde und zylindrische Form auf. Die Klappen sind ohne Nervatur; der Plazentar-Rahmen (Replum) ist rundlich und die Scheidewand (Septum) vollständig ausgebildet. Die in zwei Reihen liegenden Samen sind leicht zusammengedrückt, länglich und nicht geflügelt. Wenn die Samenschale feucht ist wird sie nicht zähschleimig.

Die Chromosomenzahl beträgt x = 14, 15.

Systematik und Verbreitung[Bearbeiten]

Die Gattung Subularia wurde 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, 2, S. 642 [3] erstveröffentlicht. Sie gehört zur Tribus Cardamineae in der Familie Brassicaceae[4]. Der Gattungsname Subularia leitet sich vom lateinischen Wort subula für Ahle oder Pfriem ab und bezieht sich auf die Blattform der Typusart Subularia aquatica L.

Die Gattung Subularia enthält lediglich zwei Arten:

  • Subularia aquatica L.: Mit zwei Varietäten [4]:
  • Subularia monticola A.Br. ex Schweinf.: Ihre Heimat liegt im tropischen Afrika in Hochland-Regenwäldern, Mooren, ericoiden und alpinen Höhenstufen in Höhenlagen zwischen 2750 und 4750 Meter. Sie bildet Matten auf permanent feuchten Grund oder wächst seltener untergetaucht in Teichen. [2]

Quellen[Bearbeiten]

  • Ihsan A. Al-Shehbaz: Subularia Linnaeus. In: Flora of North America. www.eFloras.org, abgerufen am 25. November 2010 (englisch). Volume 7, 2010 S. 509. (Abschnitt Beschreibung)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Species: Subularia aquatica L., awlwort. Hinweise auf Größenangaben für Subularia. Department of Ecology, State of Washington, abgerufen am 27. November 2010 (englisch).
  2. a b Subularia monticola A.Br. ex Schweinf. Hinweise auf Art sowie Größenangabe für Subularia. In: African Plant Database. CJB-Conservatoire et Jardin Botanique, Ville de Geneve, abgerufen am 16. November 2010 (englisch).
  3. Erstveröffentlichung eingescannt bei biodiversitylibrary.org.
  4. a b Subularia im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland.
  5. Subularia aquatica L. Hinweis auf europäische Verbreitung von Subularia →Flora Europaea Search Results for Distribution. Royal Botanic Garden Edinburgh, abgerufen am 16. November 2010 (englisch).
  6. Subularia aquatica L. PLANTS Profile als Hinweise auf Verbreitung von Subularia. In: Plants Database. NRCS-National Resources Conservation Service, US-Department of Agriculture, USDA, abgerufen am 16. November 2010 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Pfriemenkressen (Subularia) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien