Phagozytose
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Als Phagozytose (von gr. phagein = fressen) bezeichnet man die Aufnahme von Nahrungspartikeln bis hin zu kleineren Zellen in eine einzelne eukaryotische Zelle. Zur Phagozytose sind sowohl Protisten fähig, als auch diejenigen Zellen eines Vielzellers, die auf die intrazelluläre Verdauung spezialisiert sind.
[Bearbeiten] Phagozytose bei Protisten
Die Einverleibung kann bei Einzellern mit Formveränderung der Zelle geschehen, zum Beispiel durch ein Umfließen der fremden Partikel mit Pseudopodien (Scheinfüßchen) oder durch einen Einstülpungsvorgang (die so genannte Invagination) oder ohne diese durch spezielle Organellen (Transport zum Cytostom per Buccalhöhle bei Wimpertierchen oder mittels Cytopharynx bei Wimpertierchen und einigen Euglenozoa). Durch die Phagozytose werden die eingeschleusten Objekte in Nahrungsvakuolen eingeschlossen, erst dort findet dann die eigentliche Verdauung statt. [1]
[Bearbeiten] Phagozytose in der Humanmedizin
In der Humanmedizin wird der Begriff Phagozytose (als Sonderfall der Endozytose) für die Aufnahme größerer Partikel durch spezialisierte Zellen, den sogenannten Phagozyten, verwendet. Insbesondere die Aufnahme pathogener Mikroorganismen durch neutrophile Granulozyten ist ein wichtiger Teil des körpereigenen Abwehrmechanismus. Die Phagozyten erkennen die pathogenen Organismen an deren spezifischen Oberflächenstruktur (beispielsweise aus Einfachzuckern – nicht zu verwechseln mit Antigenen).[2]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Rudolf Röttger: Wörterbuch der Protozoologie In: Protozoological Monographs, Bd. 2, 2001, S. 170-171, ISBN 3826585992
- ↑ H. Hahn u. a.: Medizinische Mikrobiologie und Infektiologie., Springer, 2008, S. 91, ISBN 3-540-46359-3, hier online