Philippe Suchard

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Philippe Suchard

Philippe Suchard (* 9. Oktober 1797 in Boudry (Kanton Neuenburg); † 14. Januar 1884 in Neuenburg) war ein Schweizer Schokoladenhersteller und Unternehmer.

Leben[Bearbeiten]

Im September 1814 begann er in der Berner Confiserie seines Bruders Frédéric eine Lehre als Zuckerbäcker und erfüllte sich im Mai 1824 einen grossen Traum, indem er sich auf eine Reise nach Amerika begab.

Suchardhaus

Die Schweizer Uhren und Stickereien, die sich in seinem Handgepäck befanden, sollten ihn zu einem erfolgreichen Geschäftsmann werden lassen. Doch er konnte seine Waren nicht mit dem erwünschten Erfolg verkaufen.

Bei seiner Rückkehr in die Schweiz eröffnete er 1825 in der Stadt Neuenburg seine erste Confiserie/Chocolaterie. Bereits 1826 zog die Fabrikation in die leerstehende Mühle des Neuenburger Vororts Serrières um. Philippe Suchard erfand den Mélangeur – eine Maschine zur Vermengung von Zucker und Kakaopulver, wie sie heute noch verwendet wird.[1]

Inspiriert von einer Orientreise im Jahr 1865 liess Suchard sein Haus von dem Architekten Louis-Daniel Perrier mit einem Minarett verzieren. 1880 eröffnete er seine erste Fabrik im Ausland, im deutschen Lörrach. Am Ende des 19. Jahrhunderts war Suchard der grösste Schokoladenhersteller weltweit.

Suchard war Mitglied im Bund der Freimaurer, seine Loge La Bonne Harmonie ist in Neuenburg ansässig.[2]

Heute gehört die Schokoladenfabrik Suchard zu Mondelēz International und produziert nicht mehr in Neuenburg.

Literatur[Bearbeiten]

  • Christa Edlin: Philippe Suchard : 1797 - 1884 ; Schokoladepionier, Kapitän und Meister der Reklame. Verein für Wirtschaftshistorische Studien, Zürich 2009, ISBN 978-3-909059-02-7.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Schokoladenpioniere: Philippe Suchard, swissworld.org.
  2. Eugen Lennhoff, Oskar Posner, Dieter A. Binder: Internationales Freimaurerlexikon. Überarbeitete und erweiterte Neuauflage der Ausgabe von 1932, München 2003, ISBN 3-7766-2161-3.