Pistill

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Reibschale und Pistill aus Porzellan.
Reibschale und Pistill aus Achat.

Der Pistill ist ein Werkzeug, mit dem Reibegut in einer starkwandigen Reibschale zerkleinert wird oder das zur Herstellung von Salben und Cremes in einer Fantaschale genutzt wird.[1] Bei dem Pistill zur Nutzung in einer Reibschale ist die Arbeitsfläche (das kugelförmige Ende) angeraut, wodurch die Reibung verstärkt wird. Dagegen ist der Pistill zur Herstellung halbfester Zubereitungen in der Apotheke glatt.

Der Pistill ist nicht mit dem Stößel zu verwechseln, der bei einem Mörser Verwendung findet. Bisweilen werden Stößel und Reibkeulen jedoch auch unter dem Oberbegriff Pistill subsumiert.[2]

Eine ähnliche Funktionsweise wie der Pistill hat der Glasläufer zum Anreiben von Pigmentfarben.

In der Botanik bezeichnet das Wort Pistill den aus Fruchtknoten, Griffel und Narbe bestehenden Stempel.

[Bearbeiten] Geschichte

Schon in der Steinzeit wurde das Pistill zum Zermahlen verwendet. Ein archäologischer Fund, der von etwa 3000 v. Chr. datiert, ist das Pistill von Cappel in Hessen.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. S. Ebel und H. J. Roth (Herausgeber): Lexikon der Pharmazie, Georg Thieme Verlag, 1987, S. 518, ISBN 3-13-672201-9.
  2. Otto-Albrecht Neumüller (Herausgeber): Römpps Chemie Lexikon, Frank'sche Verlagshandlung, Stuttgart, 1983, 8. Auflage, S. 3541, ISBN 3-440-04513-7.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Pistill – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien
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