Hessen

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Land Hessen
Landeswappen Hessens
Berlin Bremen Bremen Hamburg Niedersachsen Bayern Saarland Schleswig-Holstein Brandenburg Sachsen Thüringen Sachsen-Anhalt Mecklenburg-Vorpommern Baden-Württemberg Hessen Nordrhein-Westfalen Rheinland-Pfalz Schweiz Bodensee Österreich Luxemburg Frankreich Belgien Tschechien Polen Niederlande Dänemark Bornholm (zu Dänemark) Stettiner Haff Helgoland (zu Schleswig Holstein) Nordsee OstseeKarte
Über dieses Bild
Flagge
Landeswappen Hessens
Wappen
Landeshymne: Hessenlied
Sprache: Deutsch
Landeshauptstadt: Wiesbaden
Fläche: 21.114,94 km²
Einwohnerzahl: 6,045 Mio. (31. Dezember 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 286 Einwohner pro km²
Arbeitslosenquote: 5,7 % (September 2014)[2]
Gründung: 1945
Staatsform: Parlamentarische Republik, teilsouveräner Gliedstaat eines Bundesstaates
Schulden: 59,049 Mrd. EUR (31. Dezember 2012)[3]
ISO 3166-2: DE-HE
Website: www.hessen.de
Politik
Regierungschef: Volker Bouffier (CDU)
Regierende Parteien: CDU und Grüne
Sitzverteilung im Landesparlament: CDU 47
SPD 37
Grüne 14
Linke 6
FDP 6
Letzte Wahl: 22. September 2013
Nächste Wahl: Herbst 2018
Bundesratsstimmgewicht: 5
Kassel Landkreis Kassel Werra-Meißner-Kreis Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Waldeck-Frankenberg Landkreis Hersfeld-Rotenburg Landkreis Fulda Vogelsbergkreis Landkreis Marburg-Biedenkopf Lahn-Dill-Kreis Landkreis Limburg-Weilburg Landkreis Gießen Main-Kinzig-Kreis Wetteraukreis Rheingau-Taunus-Kreis Hochtaunuskreis Wiesbaden Main-Taunus-Kreis Kreis Groß-Gerau Frankfurt am Main Offenbach am Main Landkreis Offenbach Darmstadt Landkreis Darmstadt-Dieburg Kreis Bergstraße Kreis Bergstraße Odenwaldkreis Baden-Württemberg Rheinland-Pfalz Bayern Nordrhein-Westfalen Niedersachsen ThüringenHesse, administrative divisions - de - colored.svg
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Administrative Gliederung Hessens:
3 Regierungsbezirke, 5 kreisfreie Städte, 21 Landkreise, 426 Gemeinden

Hessen ( Aussprache?/i) (Abkürzung HE) ist eine parlamentarische Republik und ein Land der Bundesrepublik Deutschland. Es gehört vor allem mit seinem südlichen Landesteil, dem Regierungsbezirk Darmstadt, zu den am dichtesten besiedelten und wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands. Die Landeshauptstadt ist Wiesbaden, die größte Stadt Frankfurt am Main.

Das heutige Land Hessen wurde am 19. September 1945 unter dem Namen Groß-Hessen gegründet und hatte als erstes noch heute bestehendes Land der Bundesrepublik eine neue demokratische Verfassung. Seine unmittelbaren Vorgängerstaaten waren der Volksstaat Hessen und die preußischen Provinzen Kurhessen und Nassau, die der Freistaat Preußen am 1. April 1944 durch Teilung der Provinz Hessen-Nassau geschaffen hatte.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Physische Karte von Hessen

Hessen verfügt über eine Fläche von 21.114,94 km². Nach dem Stand vom 31. Dezember 2012 verteilt sich die Flächennutzung dieser Gesamt-Bodenfläche statistisch auf folgende Nutzungsarten:[4]

  • Siedlungs- und Verkehrsfläche 3.294 km², darunter
    • Gebäude- und Freifläche 1.557 km²
    • Erholungsfläche 207 km²
    • Verkehrsfläche 1.427 km²
  • Landwirtschaftsfläche: 8.879 km²
  • Waldfläche 8.472 km²
  • Wasserfläche 292 km²

Der geografische Mittelpunkt Hessens befindet sich nach Auswertung von rund 35.000 Messpunkten entlang der hessischen Grenze in Flensungen, einem Ortsteil der Gemeinde Mücke im Vogelsbergkreis.[5] Vom 1. Januar 2007 bis 30. Juni 2013 lag der geografische Mittelpunkt der Europäischen Union in der Barbarossastadt Gelnhausen, Ortsteil Meerholz, im Main-Kinzig-Kreis.

Nachbarländer

In der Mitte Deutschlands liegend grenzt das Land Hessen mit einer Gesamtgrenzlänge von 1410 km an die Länder Nordrhein-Westfalen (Grenzlänge: 269,3 km), Niedersachsen (167,0 km), Thüringen (269,6 km), Bayern (261,9 km), Baden-Württemberg (176,5 km) und Rheinland-Pfalz (266,3 km).

Naturräumliche Gliederung

Blick auf den Taunus

Hessen ist geprägt von Mittelgebirgen bis 950 m Höhe. Die Beckenlandschaften liegen dem gegenüber oftmals auf Höhen unter 200 m über NN, die Flusstäler unterschreiten teilweise die 100-m-Marke.

Der Norden Hessens gehört zur sogenannten Deutschen Mittelgebirgsschwelle. Hierzu zählen zum einen die naturräumlichen Haupteinheitengruppen des Rheinischen Schiefergebirges Süderbergland, Taunus, Westerwald, Gießen-Koblenzer Lahntal und Mittelrheingebiet, zum anderen im Hessischen Bruchschollentafelland West- und Osthessisches Bergland sowie das Niedersächsische Bergland im Norden und das Thüringer Becken im Osten.

Der Süden und Südosten Hessens gehört zum Südwestdeutschen Schichtstufenland mit der Haupteinheitengruppe Hessisch-Fränkisches Bergland, der Südwesten zum Oberrheinischen Tiefland.

Hessen gehört zu den waldreichsten Ländern in Deutschland, da die Wälder hier rund 42 Prozent der Landesfläche bedecken.[6]

Mittelgebirge und Berge

Hessens Landschaft besteht aus zahlreichen Mittelgebirgen; nach deren jeweils höchsten (hessischen) Bergen sortiert sind dies: Rhön, Taunus, Rothaargebirge, Vogelsberg, Hoher Meißner, Kellerwald, Westerwald, Söhre, Kaufunger Wald, Knüllgebirge, Habichtswald, Gladenbacher Bergland, Odenwald, Stölzinger Gebirge, Spessart, Schlierbachswald, Seulingswald, Richelsdorfer Gebirge und Reinhardswald.

Die höchste Stelle des Landes befindet sich auf der Wasserkuppe (950,2 m ü. NN) in der Rhön (im Landkreis Fulda) (zu den hessischen Mittelgebirgen und weiteren Bergen: Liste der Berge in Hessen).

Becken und Niederungen

Im Südwesten Hessens liegt im Oberrheinischen Tiefland, das auch den Ballungsraum Rhein-Main-Gebiet und die Wetterau enthält, die flächenmäßig größte Beckenlandschaft. Sie ist Teil der Mittelmeer-Mjösen-Zone und wird innerhalb dieser nach Nord(ost)en durch das Gießener Becken, das Amöneburger Becken und die bis nördlich von Kassel reichende Westhessische Senke verlängert.

Abseits davon bildet das Limburger Becken an der westlichen Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz zwischen Taunus und Westerwald einen größeren intramontanen Senkungsraum innerhalb des Rheinischen Schiefergebirges. Die Wetschaft-Senke verlängert dem gegenüber die Ostgrenze des Rheinischen Schiefergebirges nördlich von Wetterau und Gießener Becken.

Die meist tektonisch angelegten Becken sind im geomorphologischen Sinne meistens keine Becken, sondern teils weiträumige Niederungen, die von Flüssen durchflossen werden. Vielfach finden sich hier Lößdecken, welche zusammen mit der Klimagunst die Grundlage für eine ertragreiche Landwirtschaft bilden.

Die niedrigste Stelle Hessens befindet sich bei Lorch am Rhein (81 m ü. NN) im Rheingau-Taunus-Kreis.

Rhein mit Insel Mariannenaue bei Erbach (Rheingau), links davon die Große Gieß mit der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz

Gewässer

Flüsse

Der Norden und der Osten Hessens gehören zum Einzugsgebiet der Weser, die das Land im äußersten Norden durchquert. Ihre Quellflüsse Fulda und Werra fließen auf 215 km bzw. 95 km Länge durch Hessen. Dagegen wird der übrige Teil des Landes zum Rhein hin entwässert, der im Südwesten auf 107 km Länge die Grenze zu Rheinland-Pfalz bildet. Seine für Hessen wichtigsten Nebenflüsse sind Main und Lahn, aber auch der Neckar fließt ein kurzes Stück durch den äußersten Süden Hessens.

Nachfolgend sind alle durch Hessen fließenden Flüsse mit einer Gesamtlänge von über 100 km oder einer Fließstrecke in Hessen von über 50 km aufgeführt. Angegeben sind jeweils die hessische und die gesamte Länge.

Dill (Fluss) Ohm (Fluss) Haune Wetter (Fluss) Nidder Kinzig (Main) Nidda (Fluss) Schwalm (Eder) Diemel Eder Fulda (Fluss) Lahn Werra Neckar Weser Main Rhein

Edersee 2007

Seen

In Hessen gibt es keine sehr großen natürlichen Seen. Gleich vier der größten Stauseen des Landes liegen im Landkreis Waldeck-Frankenberg im Nordwesten Hessens: der Edersee als mit Abstand größter See in Hessen sowie Affolderner See, Diemelsee und Twistesee. Weitere bedeutende Stauseen sind der Kinzig-Stausee im osthessischen Main-Kinzig-Kreis und der Aartalsee in der Gemeinde Bischoffen im westhessischen Lahn-Dill-Kreis.

Zu den größten Baggerseen Hessens gehören der Borkener See im Schwalm-Eder-Kreis, der Werratalsee im Werra-Meißner-Kreis und der Langener Waldsee im Landkreis Offenbach als größter See Südhessens.

Geschichte

Hauptartikel: Geschichte Hessens

Im heutigen Land Hessen sind die ehemaligen Territorien der hessischen Fürstentümer Landgrafschaft Hessen (später unter anderem Hessen-Kassel, Hessen-Darmstadt, Hessen-Rotenburg und Hessen-Homburg), der Grafschaft Erbach, des Fürstentums Solms und große Teile des Herzogtums Nassau, der Grafschaft Hanau, der Grafschaft Isenburg, des Fürstentums Waldeck, der Fürstbistümer Mainz und Fulda, sowie der Freien Reichsstädte Frankfurt am Main, Friedberg, Gelnhausen und Wetzlar respektive die ehemaligen Territorien der Nachfolgestaaten vereint.

Durch Proklamation der amerikanischen Militärregierung vom 19. September 1945 wurden die Grundlagen für das heutige Land Hessen geschaffen. Mit der Annahme der Verfassung des Landes Hessen, durch die Volksabstimmung am 1. Dezember 1946, wurde aus dem zuvor gebildeten „Groß-Hessen“ das Land „Hessen“.[7]

Namensherkunft

Der Name Hessen ist nach Meinung mancher Historiker die abgewandelte Form des Stammesnamens der germanischen Chatten, deren Siedlungsschwerpunkt im heutigen Nord- und Mittelhessen lag; diese Meinung wird aber durchaus nicht allgemein anerkannt.

Bevölkerung

Demografische Entwicklung

Der größte Teil der hessischen Bevölkerung lebt im südlichen Landesteil, im Rhein-Main-Gebiet. Weitere urbane Zentren sind in Mittelhessen Gießen, Marburg und Wetzlar, in Nordhessen Kassel und in Osthessen Fulda. Zur Bevölkerungsentwicklung siehe Bevölkerungsprognose Hessen.

Die Studie Wegweiser Kommune der Bertelsmann-Stiftung vom Jahr 2011 kommt auf folgende Bevölkerungsprognose.

Prognose 2011[8]
Datum Einwohner
31. Dezember 2009 6.056.210
31. Dezember 2015 6.034.580
31. Dezember 2020 5.998.640
31. Dezember 2025 5.945.680
31. Dezember 2030 5.871.570

Zuwanderung

Aufgrund seiner zentralen Lage war das Gebiet des heutigen Hessen schon immer von Zuwanderung geprägt. So sind Friedrichsdorf, Bad Karlshafen, Walldorf und Neu-Isenburg Gründungen von Religionsflüchtlingen wie Hugenotten und Waldensern. Andere Orte wie Trutzhain wurden nach dem Krieg von Heimatvertriebenen gegründet. Die größte Gruppe, die in Hessen ansässig wurde, waren vertriebene Deutschböhmen und Deutschmährer, die zusammenfassend häufig als Sudetendeutsche bezeichnet werden. In den 1960er Jahren gelangten sogenannte Gastarbeiter aus Italien, Spanien, Jugoslawien und der Türkei nach Hessen, später Aussiedler und Spätaussiedler aus Rumänien, Polen und der früheren Sowjetunion. Zentren der Zuwanderung sind heute die Großstädte im Rhein-Main-Gebiet wie Frankfurt oder Offenbach.

Ende Dezember 2013 lebten 810.639 Ausländer in Hessen, was einem Anteil von 13,4 Prozent an der hessischen Gesamtbevölkerung entspricht.[9] Der Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund beträgt 25,5 %, womit Hessen nach Baden-Württemberg den zweithöchsten Migrantenanteil unter den deutschen Flächenländern hat (einen höheren Prozentsatz weisen außerdem die Stadtstaaten Hamburg und Bremen auf). [10]

Religionen und Weltanschauungen

Der Fuldaer Dom: Bischofssitz mit dem Grab des Bonifatius

38,4 Prozent der Bevölkerung gehören den evangelischen Landeskirchen von Hessen und Nassau, von Kurhessen-Waldeck sowie des Rheinlandes an. 24,3 Prozent sind römisch-katholischen Bekenntnisses, sie gehören zu den (Erz-)Bistümern Fulda, Limburg, Mainz und Paderborn. 37,4 Prozent der hessischen Bevölkerung gehören zu einer anderen oder keiner Religionsgemeinschaft[11], ein Teil konfessionsloser Menschen ist im Humanistischen Verband Hessen[12][13] organisiert. Eine repräsentative Studie im Auftrag des Ministeriums für Justiz, für Integration und Europa kam 2013 zu dem Ergebnis, dass sich vier Prozent der Bevölkerung als Muslime bezeichnen.[14]

Über 10 Prozent der Muslime in Deutschland leben laut einer Hochrechnung des Bundesministerium des Inneren aus dem Jahr 2009 in Hessen.[15]

Politik

Hessische Verfassung

Die hessische Verfassung vom 1. Dezember 1946 ist die älteste heute noch geltende Verfassung eines deutschen Landes.[16] Die Verfassung ist in zwei Hauptteile gegliedert. Von den 161 Verfassungsartikeln befassen sich die ersten 63 Artikel mit den Grundrechten. Im zweiten Hauptteil ist der Staatsaufbau geregelt. Hier werden die Staatsorgane, die zur Ausübung der Staatsgewalt berufen sind, mit ihren Aufgaben, Rechten und Pflichten beschrieben (siehe Abschnitt Staatsaufbau weiter unten). In der Verfassung bekennt sich Hessen zu Frieden, Freiheit, Völkerverständigung und zur (noch zu schaffenden) deutschen Republik. Der Krieg ist geächtet. In der Verfassung ist ein Widerstandsrecht gegenüber verfassungsfeindlichen Gesetzen und Handlungen verankert. Allein in der hessischen Verfassung gibt es in Deutschland noch die Option der Todesstrafe, was durch Bundesgesetz allerdings gebrochen wird. Es ist unbekannt, warum keine Mehrheiten zum Bereinigen dieses Anachronismus gesucht werden oder sich finden lassen.[17]

In Hessen gibt es, anders als in elf anderen Bundesländern, bisher kein Gesetz über den freien Zugang zu Informationen der öffentlichen Verwaltung (Informationsfreiheitsgesetz). Eine Zeitplanung des Parlaments dazu gibt es ebenfalls nicht.[18][19]

Der erste verfassungsmäßig gewählte Ministerpräsident war Christian Stock. Mit Verkündung des Grundgesetzes am 23. Mai 1949 wurde Hessen zu einem Land der Bundesrepublik Deutschland.

Regierungssystem

Allgemein

Hessen ist laut seiner Verfassung Glied der deutschen Republik, was den Anspruch auf Mitgliedschaft in einem (zum Zeitpunkt des Beschlusses der Verfassung) neu zu schaffenden deutschen Staat ausdrückte. Die Staatsform ist eine demokratische und parlamentarische Republik.

Legislative – Landtag

Hauptartikel: Hessischer Landtag
Hessischer Landtag im alten Wiesbadener Stadtschloss 2007

Die Legislative wird vom Landtag ausgeübt, soweit sie nicht dem Volk durch Volksentscheid zugedacht ist. Der Landtag besteht aus den vom Volk gewählten Abgeordneten. Das passive Wahlrecht haben alle Stimmberechtigten, die das einundzwanzigste Lebensjahr vollendet haben. Alle Parteien mit mehr als fünf Prozent der Wählerstimmen sind im Landtag vertreten. Die Legislaturperiode beträgt seit dem Jahr 2003 fünf Jahre, davor waren es vier Jahre.

Exekutive – Landesregierung

Die Hessische Staatskanzlei in Wiesbaden in der Georg-August-Zinn-Straße am Kranzplatz

Die Exekutive ist die Hessische Landesregierung und die ihr unterstellte Landesverwaltung. Die Landesregierung setzt sich aus dem Ministerpräsidenten und den Ministern zusammen. Der Ministerpräsident bestimmt die Richtlinien der Regierungspolitik und ist dafür dem Landtag verantwortlich. Innerhalb dieser Richtlinien leitet jeder Minister den ihm anvertrauten Geschäftszweig selbständig und unter eigener Verantwortung gegenüber dem Landtage. Der Ministerpräsident vertritt das Land Hessen nach außen. Der Landtag wählt ohne Aussprache in geheimer Abstimmung den Ministerpräsidenten mit mehr als der Hälfte der gesetzlichen Zahl seiner Mitglieder. Der Ministerpräsident ernennt daraufhin die Minister. Eine Besonderheit ist, dass Angehörige der Adelshäuser/Familien, die bis 1918 in Deutschland oder einem anderen Land regiert haben oder in einem anderen Land regieren, nicht Mitglieder der Landesregierung werden können.

Judikative – Landesgerichte

Die Judikative wird vom Staatsgerichtshof und den weiteren Gerichten des Landes ausgeübt. Der Staatsgerichtshof besteht aus elf Mitgliedern, und zwar fünf Richtern und sechs vom Landtag nach den Grundsätzen der Verhältniswahl gewählten Mitgliedern, die nicht dem Landtag angehören dürfen. Der Staatsgerichtshof entscheidet über die Verfassungsmäßigkeit der Gesetze, die Verletzung der Grundrechte, bei Anfechtung des Ergebnisses einer Volksabstimmung, über Verfassungsstreitigkeiten sowie in den in der Verfassung und den Gesetzen vorgesehenen Fällen. In Hessen gibt es dabei noch die Besonderheit, dass hier die Institution eines Landesanwaltes besteht, der aus eigenem Antrieb bei Staatsgerichtshof die Prüfung der Verfassungsmäßigkeit eines Gesetzes prüfen lassen kann.

Landespolitik

Sitzverteilung im 2014 konstituierten Landtag

Von 1945 bis 1987 stellte die SPD den hessischen Ministerpräsidenten. Dass Hessen das rote Hessen sei, war sprichwörtlich. Bis 1970 war die SPD auch stärkste Partei. Ab dieser Zeit gelang es erstmals der CDU, stärkste Partei zu werden; die Regierung wurde jedoch bis 1982 durch eine Koalition von SPD und FDP gestellt. Nachdem als Ergebnis der Landtagswahl in Hessen 1982 die Grünen, die sich damals noch als Fundamentalopposition verstanden, erstmals in den Hessischen Landtag eingezogen waren, gab es keine regierungsfähige Mehrheit. Dieser Zustand endete erst Ende 1985, als die bundesweit erste rot-grüne Landesregierung zustande kam. Anfang 1987 zerbrach diese wieder. Aus der folgenden vorgezogenen Neuwahl gingen CDU und FDP als Wahlsieger hervor. Seither gab es bei jeder Wahl knappe Mehrheiten im Land, oftmals mit nur einem Sitz. Von 1991 bis 1999 regierten erneut SPD und Grüne, ehe es 1999 zu einer Koalition aus CDU und FDP unter Roland Koch kam. Im Jahr 2003 erhielt die CDU zum ersten Mal in Hessen die absolute Mehrheit im Parlament (56 Sitze).

Volker Bouffier (seit 2010 Ministerpräsident Hessens) bei seiner Wiederwahl im Jahr 2014

Bei der Landtagswahl am 27. Januar 2008 konnte die CDU ihre Mehrheit nicht verteidigen. Der erstmalige Einzug der Partei Die Linke, auch wenn diese mit 5,1 % Stimmenanteil die Fünf-Prozent-Hürde nur knapp überwand, bewirkte, dass keine der von den Parteien im Vorfeld angestrebten Regierungskoalitionen (CDU/FDP bzw. SPD/Grüne) eine Mehrheit fand. In den folgenden Wochen scheiterten alle Versuche der in den Landtag gewählten Parteien, eine regierungsfähige Mehrheit zusammenzustellen, zu der entweder zwei große Parteien (CDU und SPD) oder eine große und zwei kleinere Parteien (FDP, Grüne bzw. Linke) erforderlich wären. So wählte der neue Landtag in seiner konstituierenden Sitzung am 5. April 2008 keinen Ministerpräsidenten, was nach Artikel 113 der Hessischen Verfassung zur Folge hatte, dass die bisherige CDU-Regierung unter Roland Koch bis auf weiteres geschäftsführend im Amt verblieb. Anfang November scheiterte ein weiterer Versuch der SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti, eine Mehrheit mit Hilfe der Grünen und der Linken zu erreichen, an mangelnder Unterstützung in der eigenen Fraktion. In der Folge stimmten alle Fraktionen für die Auflösung des Landtages und ermöglichten dadurch Neuwahlen am 18. Januar 2009. Diese brachten eine deutliche Mehrheit für CDU und FDP, so dass Roland Koch am 5. Februar 2009 erneut zum Ministerpräsidenten einer Regierung aus CDU und FDP gewählt wurde. Seit dem 31. August 2010 ist Volker Bouffier Ministerpräsident. Bei der Landtagswahl in Hessen 2013 konnten Union und FDP ihre Mehrheit allerdings nicht halten – ebenso gelang es SPD und Grünen nicht, eine Mehrheit ohne die Linke zu erringen. Die Union führte sowohl mit der SPD als auch mit den Grünen Gespräche. Schließlich kam es unter Bouffier zur ersten Koalition zwischen Union und Grünen in einem Flächenland.

Vermögenslage Land Hessen

Das Land Hessen hat als erstes Bundesland eine Staatsbilanz aufgestellt. Im Gegensatz zu Staatsbilanzen, die auf Daten der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung beruhen, wurde die Staatsbilanz Hessens in Anlehnung an die Regeln des Handelsgesetzbuchs erarbeitet. D. h. es wurden eine Inventur der Vermögenswerte und Schulden und deren Bewertung vorgenommen. Die Eröffnungsbilanz wurde zum Stichtag 1. Januar 2009 aufgestellt, die Jahresabschlüsse werden jährlich zum 31. Dezember aufgestellt. Der letzte vorliegende Jahresabschluss ist für das Jahr 2011. Die Eröffnungsbilanz und die Jahresabschlüsse wurden von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (Deutschland) geprüft und testiert.

Geschäftsjahr Aktiva Passiva Negatives Eigenkapital Anteil neg. EK in % der Bilanzsumme
01.01.2009 30.623 Mio. € 88.502 Mio. € 57.879 Mio. € 65,40 %
31.12.2009 35.500 Mio. € 100.400 Mio. € 64.900 Mio. € 64,64 %
31.12.2010 36.186 Mio. € 102.939 Mio. € 66.753 Mio. € 64,85 %
31.12.2011 37.511 Mio. € 108.131 Mio. € 70.620 Mio. € 65,31 %
31.12.2012 36.791 Mio. € 118.045 Mio. € 81.254 Mio. € 68,83 %

(Quelle: Geschäftsberichte der jeweiligen Jahre)[20]

Aus der Differenz von Aktiva und Passiva ergibt sich das Eigenkapital, das im Falle Hessens negativ ist. Das bedeutet, dass die Verbindlichkeiten höher als die Vermögenswerte sind, oder mit anderen Worten, dass das Land überschuldet ist. Die Verschuldungsquote ist in den Jahren 2009 bis 2011 annähernd konstant geblieben, hat sich 2012 aber verschlechtert. Die Verschlechterung der Verschuldungsquote ist vor allem auf eine Neubewertung der Rückstellungen für Pensionen und Beihilfe zurückzuführen, die aufgrund sinkender Zinsen angepasst werden muss[21].

Da Hessen neben Bayern und Baden-Württemberg aufgrund seiner Finanzkraft zu den wenigen Nettozahlern im Länderfinanzausgleich gehört, ist zu vermuten, dass die Vermögenslage der meisten Bundesländer eher schlechter ist. Allerdings ist ein Vergleich mit den Stadtstaaten schwierig, weil die Staatsbilanzen von Flächenländern nicht die Vermögenswerte der Kommunen enthalten. Nach der Prognose im Geschäftsbericht 2011 wird das negative Eigenkapital bis 2020 auf rund 90 Mrd. Euro anwachsen und sich dann von 2021 bis 2025 auf 85 Mrd. Euro verringern. Im Geschäftsbericht 2012 heißt es vorsichtiger: „Die Landesregierung geht vor diesem Hintergrund perspektivisch von der Möglichkeit einer Rückführung des nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrags aus.“[22]

Zusätzlich zu den Bilanzen erstellt das Land Hessen ebenfalls kameralistische Jahresabschlüsse.[23] Das Haushaltsjahr ist das Kalenderjahr. Aktuell liegen geprüfte Abschlüsse bis zum Jahr 2012 vor. Diese Abschlüsse folgen den Vorgaben des Haushaltsgrundsätzegesetzes. Damit sind sie mit den Abschlüssen anderer Bundesländer vergleichbar. Allerdings ermöglichen sie keine Übersicht über die Vermögenslage.

Europapolitik

Das Land Hessen vertritt seine Interessen in der Europäischen Union durch Mitwirkung in verschiedenen Organen und Gremien, hessische Abgeordnete sind im Europäischen Parlament vertreten. Zudem unterhält das Land Hessen eine Ständige Vertretung in Brüssel, außerdem entsendet Hessen Mitglieder in den Ausschuss der Regionen oder wirkt über die regionalen Europaabgeordneten in Brüssel mit.[24] Im November 2010 hat die Landesregierung außerdem ihre europapolitische Strategie mit dem Titel „Hessens Chancen in Europa wahrnehmen“ verabschiedet.[25]

Die hessische Europapolitik wird durch das Hessische Ministerium der Justiz, für Integration und Europa koordiniert. In Brüssel unterhält die hessische Landesregierung eine Vertretung[26] unter der Leitung von Friedrich von Heusinger. Im Hessischen Landtag ist für die europapolitischen Querschnittsthemen der Europaausschuss zuständig, derzeit unter Vorsitz von Aloys Lenz (CDU). Über die Unterrichtung des Landtages durch die Landesregierung in Angelegenheiten der Europäischen Union wurde im Jahr 2011 eigens eine Vereinbarung getroffen.[27]

Hoheitszeichen

Zu den Hoheitszeichen des Landes Hessen zählen das Landeswappen, die Landesflagge, die Landesdienstflagge, das Landessiegel, das Amtsschild der Landesbehörden und die rot-weißen Landeskokarde.[28]

Landeswappen Landesflagge Landesdienstflagge Hessische Landesregierung Wappenzeichen (rot) Wappenzeichen (weiß)
Landeswappen Landesflagge Landesdienstflagge Logo der
Landesregierung
Wappenzeichen (rot) Wappenzeichen (weiß)

Landeswappen

Hauptartikel: Landeswappen Hessens

Blasonierung: „Das Landeswappen zeigt im blauen Schilde einen neunmal silbern und rot geteilten steigenden Löwen mit goldenen Krallen. Auf dem Schilde ruht ein Gewinde aus goldenem Laubwerk mit von blauen Perlen gebildeten Früchten.“[28]

Das Landeswappen mit dem rot-weißen Löwen auf blauem Grund mit goldener Krone ist ein Entwurf des 1921 in Ostpreußen geborenen Künstlers Gerhard Matzat, das dieser 1949 für das neu gebildete Bundesland Hessen entwarf.[29]

Da das Wappen durch seine hoheitliche Funktion nur von den hessischen Behörden geführt werden darf, hat das Land im Jahr 1981 das Hessenzeichen veröffentlicht, welches von jedermann frei verwendet werden darf. Damit kam Hessen dem Wunsch von Privatpersonen, Vereinen und Unternehmen nach, deren Verbundenheit zu "ihrem Land" mit einem Symbol zum Ausdruck zu bringen. Es kann wahlweise in den Landesfarben rot oder weiß verwendet werden.[30]

Wappenfigur

Hessenlöwe oder bunter Löwe ist der Name für die Wappenfigur im Wappen von Hessen. Dieser Name bezieht sich auf das weiß-rot-gestreifte Wappentier mit der ausgeschlagenen Zunge in Rot. Es ist ein von Silber und Rot neunmal geteilter Löwe.

Der Löwe wurde ursprünglich von den Ludowingern benutzt, die auch Landgrafen in Thüringen waren. Er wird bis heute in Hessens Wappen verwendet. Die älteste Wappendarstellung ist der Wappenschild Landgraf Konrads von Thüringen († 1240), Regent von Hessen (bis 1234) und Hochmeister des Deutschen Ordens (ab 1239), auf seinem Grabmal im Landgrafenchor der Elisabethkirche in Marburg.

Zur Zeit als Großherzogtum war er ein gekrönter, goldbewehrter, von Silber und Rot neunmal geteilter Löwe mit Doppelschweif im blauen Schild und schwang mit der rechten Pranke ein Schwert. In vielen Wappen des Landes ist er anzutreffen und verkörpert die Zugehörigkeit zu selbigem. Entweder ist er ganz dargestellt oder er ist wachsend (halber Löwe, nur Oberkörper).

Landesflagge

Hessen schwenken Flaggen vor der hessischen Staatskanzlei in Wiesbaden

„Die Landesflagge besteht aus einem oberen roten und einem unteren weißen Querstreifen; die Höhe der Flagge verhält sich zu ihrer Länge wie 3 : 5. Die Landesflagge ist zugleich Handelsflagge. Die Landesdienstflagge ist die Landesflagge, die in der Mitte das Landeswappen zeigt.“[28]

Die rot-weiße Farbgebung der Landesflagge ist dem Wappentier entnommen; die Landesdienstflagge darf nur von hessischen Dienststellen, wie zum Beispiel den Ministerien, verwendet werden.

Landessiegel

Das Landessiegel zeigt die Wappenfigur, den Löwen. Das große Landessiegel ist ein Prägesiegel und zeigt die Wappenfigur des Landes ohne Umschrift, von einem Gewinde aus Laubwerk umgeben. Das kleine Landessiegel zeigt die Wappenfigur des Landes mit einer die siegelführende Stelle bezeichnenden Umschrift. Es wird als Prägesiegel, Siegelmarke oder Farbdruckstempel (aus Metall oder Gummi) benutzt. Das kleine Landessiegel soll einen Durchmesser von 3½ cm haben.

Das kleine Landessiegel führen die staatlichen Verwaltungen, die Leiter staatlicher Schulen und Hochschulen, die von der Landesregierung bestellten, zur Führung eines amtlichen Siegels ermächtigten Urkundspersonen (Notare) und die Standesämter.

Die zuständige oberste Landesbehörde kann mit Zustimmung des Ministers des Innern Körperschaften, Anstalten und Stiftungen des öffentlichen Rechts, die der Aufsicht der Landesregierung unterstehen, die Verwendung der Wappenfigur des Landes in ihren Siegeln gestatten, wenn sie landeswichtige Hoheitsaufgaben wahrnehmen. Die Wappenfigur wird im unteren Halbkreis des Siegels, die Bezeichnung der siegelführenden Stelle im oberen Halbkreis des Siegels angebracht.[31]

Amtsschild

Das Amtsschild der Landesbehörden ist ein weißes Rechteck, auf dem sich das Landeswappen befindet. Unter dem Wappen ist ohne Angabe des Ortes die Bezeichnung der Behörde in schwarzer Schrift angebracht. Das Amtsschild kennzeichnet den Eingang einer Landesbehörde.[28]

Hymne

Hauptartikel: Hessenlied

Die offizielle Hymne des Landes Hessen ist das Hessenlied. Das Hessenlied entstand bereits in der Zeit des Deutschen Kaiserreiches. Die Melodie komponierte der aus Besse stammende Kasseler Musiklehrer Albrecht Brede (1834–1920), den dazugehörenden Text verfasste der Lyriker Carl Preser (1828–1910).

Partnerschaften

Das Land Hessen unterhält folgende Partnerschaften:[32]

Partnerschaften des Landes Hessen
Wappen der Aquitaine Aquitaine FrankreichFrankreich Frankreich 1. November 1995
Karte von Bursa Bursa TurkeiTürkei Türkei 21. Oktober 2010
Wappen der Emilia-Romagna Emilia-Romagna ItalienItalien Italien 29. Juli 1992
Wappen der Oblast Jaroslawl Jaroslawl RusslandRussland Russland 16. Oktober 1991
Wappen von Großpolen Woiwodschaft Großpolen PolenPolen Polen 7. Dezember 2000
Wappen von Wisconsin Wisconsin Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten 20. September 1976

Auslandsvertretungen

Das Land Hessen unterhält Auslandsvertretungen in Form von Ständigen Vertretungen (Brüssel/EU) und Repräsentanzen für Wirtschaftsfragen (USA, China, Ungarn, Kuba, Russland, Polen und Iran).[33]

Verwaltungsgliederung

Regierungsbezirke

Hessen ist seit 1981 verwaltungsmäßig unterteilt in die drei Regierungsbezirke Darmstadt, Gießen und Kassel, diese wiederum in 5 kreisfreie Städte und 21 Landkreise mit 426 Gemeinden.

Landkreise

Kassel Landkreis Kassel Werra-Meißner-Kreis Schwalm-Eder-Kreis Landkreis Waldeck-Frankenberg Landkreis Hersfeld-Rotenburg Landkreis Fulda Vogelsbergkreis Landkreis Marburg-Biedenkopf Lahn-Dill-Kreis Landkreis Limburg-Weilburg Landkreis Gießen Main-Kinzig-Kreis Wetteraukreis Rheingau-Taunus-Kreis Hochtaunuskreis Wiesbaden Main-Taunus-Kreis Kreis Groß-Gerau Frankfurt am Main Offenbach am Main Landkreis Offenbach Darmstadt Landkreis Darmstadt-Dieburg Kreis Bergstraße Kreis Bergstraße Odenwaldkreis Baden-Württemberg Rheinland-Pfalz Bayern Nordrhein-Westfalen Niedersachsen Thüringen
Landkreise und kreisfreie Städte in Hessen

Folgende Landkreise gibt es in Hessen (eingeordnet in die jeweiligen Regierungsbezirke).

Regierungsbezirk Darmstadt
Landkreis Kfz-Kennzeichen Kreisstadt
Kreis Bergstraße HP Heppenheim (Bergstraße)
Landkreis Darmstadt-Dieburg DA, DI Darmstadt
Kreis Groß-Gerau GG Groß-Gerau
Hochtaunuskreis HG, USI Bad Homburg vor der Höhe
Main-Kinzig-Kreis MKK, GN, SLÜ, HU Gelnhausen (seit dem 1. Juli 2005), davor Hanau
Main-Taunus-Kreis MTK Hofheim am Taunus
Odenwaldkreis ERB Erbach (Odenwald)
Landkreis Offenbach OF Dietzenbach (seit 21. Juni 2002), davor Offenbach am Main
Rheingau-Taunus-Kreis RÜD, SWA Bad Schwalbach
Wetteraukreis FB, BÜD Friedberg (Hessen)
Regierungsbezirk Gießen
Landkreis Kfz-Kennzeichen Kreisstadt
Landkreis Gießen GI Gießen
Lahn-Dill-Kreis LDK, DIL, WZ Wetzlar
Landkreis Limburg-Weilburg LM, WEL Limburg an der Lahn
Landkreis Marburg-Biedenkopf MR, BID Marburg
Vogelsbergkreis VB Lauterbach (Hessen)
Regierungsbezirk Kassel
Landkreis Kfz-Kennzeichen Kreisstadt
Landkreis Fulda FD Fulda
Landkreis Hersfeld-Rotenburg HEF, ROF Bad Hersfeld
Landkreis Kassel KS, HOG, WOH Kassel
Schwalm-Eder-Kreis HR Homberg (Efze)
Landkreis Waldeck-Frankenberg KB, FKB, WA Korbach
Werra-Meißner-Kreis ESW, WIZ Eschwege

Kreisfreie Städte

Landeshauptstadt Wiesbaden
Blick auf Kassel
Blick über Darmstadt

In Hessen gibt es fünf kreisfreie Städte, die auch genau die fünf Großstädte des Landes sind. Die Stadt Kassel liegt im gleichnamigen Regierungsbezirk, alle anderen liegen im Regierungsbezirk Darmstadt. Die Städte Frankfurt und Wiesbaden unterliegen allerdings direkt der Kommunalaufsicht beim Hessischen Innenministerium.

Es handelt sich um die folgenden Städte:

Sonderstatusstädte

Mit den Gebietsreformen von 1974 und 1977 verloren vier Städte ihre Kreisfreiheit. Sie erhielten zusammen mit den verbleibenden drei Städten mit mehr als 50.000, aber weniger als 100.000 Einwohnern einen Sonderstatus, der ihnen nach wie vor ermöglichte, einige sonst von den Landkreisen übernommene Aufgaben weiterhin selbstständig zu übernehmen (wie z. B. die Schulträgerschaft).

Die sieben Sonderstatusstädte sind:

Städte und Gemeinden

Stadt Frankfurt am Main

Mit Frankfurt am Main liegt eine der bedeutendsten deutschen Städte in Hessen. Die eigentliche Stadt hat rund 700.000 Einwohner, mit dem engeren Umland sind es rund 2 Millionen. Im ganzen Ballungsraum Rhein-Main lebt über die Hälfte der hessischen Bevölkerung, auch die meisten anderen großen Städte befinden sich hier: Wiesbaden (279.000 Einwohner), Darmstadt (149.000), Offenbach am Main (123.000), Hanau (90.000), Rüsselsheim (61.000) und Bad Homburg vor der Höhe (53.000).

Die größte Stadt der übrigen Landesteile ist Kassel, die historische Hauptstadt Nordhessens, mit ca. 197.000 Einwohnern heute die drittgrößte Stadt des Landes. Marburg (81.000 Einwohner), Gießen (79.000) und Wetzlar (52.000) liegen in Mittelhessen, Fulda (64.000) in Osthessen.

Im Frankfurter Umland liegen elf weitere Städte mit mehr als 30.000 Einwohnern (Rodgau, Oberursel (Taunus), Dreieich, Maintal, Hofheim am Taunus, Neu-Isenburg, Langen (Hessen), Bad Nauheim, Dietzenbach, Mörfelden-Walldorf und Bad Vilbel). An der südhessischen Bergstraße liegen drei weitere Städte dieser Größenordnung (Bensheim, Viernheim und Lampertheim). Trotz der geringen Einwohnerzahl von rund 34.000 hat Limburg an der Lahn eine Zentrumsfunktion für den dünn besiedelten Westen des Landes.

Größte Städte

Stadt Kreis Einwohner
31. Dez. 2000
Einwohner
31. Dez. 2011
Veränderung
2000–2011 in %
31. Dezember 2012
neue Berechnungsgrundlage
auf Basis des Zensus 2011
Veränderung
2012 in %
Frankfurt am Main kreisfrei 646.550 691.518 +6,96 687.775 +1,66
Wiesbaden kreisfrei 270.109 278.919 +3,26 272.636 +0,62
Kassel kreisfrei 194.766 196.526 +0,90 192.874 +0,53
Darmstadt kreisfrei 138.242 149.052 +7,82 147.925 +1,43
Offenbach am Main kreisfrei 117.535 122.705 +4,40 116.945 +1,82
Hanau Main-Kinzig-Kreis 88.294 89.688 +1,58 88.834 +1,50
Gießen Gießen 73.138 78.584 +7,45 76.680 +0,82
Marburg Marburg-Biedenkopf 77.390 81.147 +4,85 72.433 +0,34
Fulda Fulda 62.510 64.249 +2,78 64.779 +0,64
Rüsselsheim Groß-Gerau 59.357 61.074 +2,89 60.229 +1,55
Bad Homburg vor der Höhe Hochtaunuskreis 52.838 52.528 −0,59 52.108 +0,94
Wetzlar Lahn-Dill-Kreis 52.608 51.521 −2,07 51.063 +0,18
Oberursel (Taunus) Hochtaunuskreis 42.096 44.075 +4,70 44.500 +0,66
Rodgau Offenbach 43.123 43.237 +0,26 42.895 −0,12
Dreieich Offenbach 40.114 40.721 +1,51 39.760 +0,59
Bensheim Bergstraße 38.557 39.805 +3,24 39.395 +0,19
Hofheim am Taunus Main-Taunus-Kreis 37.441 38.437 +2,66 38.383 +1,06
Maintal Main-Kinzig-Kreis 38.179 38.261 +0,21 36.254 +0,65
Langen (Hessen) Offenbach 35.208 36.031 +2,34 35.644 +0,97
Neu-Isenburg Offenbach 35.524 36.485 +2,71 35.428 +1,08
Limburg an der Lahn Limburg-Weilburg 33.572 33.544 −0,08 33.619 −0,01
Viernheim Bergstraße 32.427 32.721 +0,91 32.851 +0,39
Mörfelden-Walldorf Groß-Gerau 32.173 34.430 +7,02 32.822 +0,58
Dietzenbach Offenbach 32.982 33.479 +1,51 32.477 +1,40
Bad Vilbel Wetteraukreis 29.716 32.238 +8,49 31.649 −0,08
Lampertheim Bergstraße 32.231 31.422 −2,51 31.358 +0,59
Bad Nauheim Wetteraukreis 30.199 31.314 +3,69 30.668 +1,17

Eine Auflistung aller Städte und Gemeinden des Landes findet sich in der Liste der Städte und Gemeinden in Hessen.

Regionen

Nachfolgend eine Auswahl:

Kultur

Dialekte

Die hessischen Dialekte, die zu den rheinfränkischen, also mitteldeutschen Dialektgruppen gehören, sind vielfältig. Das Dialektkontinuum unterscheidet hier zwischen Frankfurter und südhessischen Dialekten, zwischen niederhessischen und oberhessischen sowie osthessischen Mundarten, die noch von der einheimischen Bevölkerung gesprochen werden.

Das Hessische schlechthin gibt es nicht. Die unterschiedlichen in Hessen gesprochenen Dialekte gehören zu der mitteldeutschen/westmitteldeutschen Dialektgruppe und weisen in den verschiedenen Landesteilen aufgrund des deutschen Dialektkontinuums starke Unterschiede auf.

Die rheinfränkischen Dialekte werden nördlich der Linie Wiesbaden-Aschaffenburg gesprochen und reichen bis an die Grenzen des Siegerlandes. Im Westteil reicht im Limburger Becken und dem Westerwald vor allem in den ehemals Kurtrierischen Orten der moselfränkische Sprachraum nach Hessen hinein. Südlich davon werden die südlichen Dialekte des Rheinfränkischen gesprochen.

In den Ballungsgebieten sind wegen der hohen Zuwanderungsrate allerdings Dialekte nur noch selten zu hören, es herrscht das Hochdeutsche vor oder es bilden sich moderne städtische Ausgleichssprachen heraus, wie etwa das so genannte Neuhessisch im Rhein-Main-Raum. Im Nordwesten Hessens im Gebiet um Waldeck werden zudem niederdeutsche Dialekte, gesprochen. (Siehe auch: Literatur zur Volkskunde in Hessen unten und Deutscher Sprachatlas.)

Man unterscheidet im heutigen Hessen folgende Dialektgruppen:

Das in Rundfunk und Fernsehen häufiger gebrauchte und irreführend als Hessisch bezeichnete Rhein-Main-Deutsch („Fernsehhessisch“) wird der Vielfalt der in Hessen gesprochenen Dialekte nicht gerecht. Es weist in seiner tatsächlich gesprochenen Form viele Charakteristika eines Regiolekts auf und unterscheidet sich damit grundsätzlich von den Dialekten des historischen hessischen Kernbereiches, wie sie heute noch in Nieder-/Nord-, Ober- oder Osthessen vorkommen. Auch der südhessische Dialekt weist deutlich Unterschiede von der in Radio und Fernsehen propagierten Mundart auf und ist wie alle (hessischen) Dialekte heute stark bedrängt.

Küche

Hauptartikel: Hessische Küche

Generell werden in Hessen überwiegend Kartoffeln als Beilage serviert. Folgende Spezialitäten sind überregional bekannt:

Museen

Hauptartikel: Liste der Museen in Hessen

Wirtschaft und Infrastruktur

Energieversorgung

Von 1923 bis 1991 wurden das Großkraftwerk Main-Weser mit Braunkohle betrieben. Es hatte eine Leistung von 356 MW.

Anfang der 1970er Jahre wurde das Kernkraftwerk Biblis errichtet, das mit einer geplanten elektrischen Bruttoleistung von 5215 MW zu den größten dieser Art in Deutschland zählte. Tatsächlich in Betrieb gegangen sind von den vier Reaktoren nur zwei mit zusammen 2525 MW. Die in den Jahren 1974/1975 in Betrieb gegangenen Reaktoren wurden am 30. Mai 2011 im Rahmen des Atom-Moratoriums stillgelegt.

Bereits 1990 begann mit dem ersten Windenergiepark Vogelsberg die Entwicklung der Erneuerbaren Energien. Bis 2013 wurden Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 684 MW angeschlossen.[35]

Wirtschaft

Banken-Skyline in Frankfurt am Main

Das Rhein-Main-Gebiet besitzt nach dem Ruhrgebiet die größte Industriedichte in Deutschland. Von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung sind die chemische und pharmazeutische Industrie mit dem Industriepark Höchst, Merck KGaA, Heraeus, SGL Carbon und Evonik. Das Rhein-Main-Gebiet ist zudem ein Zentrum der IT- und Telekommunikationsbranche.

Im Maschinen- und Fahrzeugbau ist vor allem Opel in Rüsselsheim zu erwähnen, daneben Automobilzulieferer wie Continental. Zahlreiche ausländische Automobilkonzerne haben hier ihre deutschen oder europäischen Zentralen angesiedelt. Der Finanzplatz Frankfurt am Main ist ein wichtiges internationales Finanzzentrum. Dabei ist zunächst an die Europäische Zentralbank und die Deutsche Bundesbank zu denken. In Frankfurt haben die Zentralen der vier größten deutschen Geschäftsbanken Deutsche Bank, Commerzbank, KfW und DZ Bank ihren Sitz, daneben zahlreiche kleinere Banken, öffentlich-rechtliche und genossenschaftliche Kreditinstitute und mehr als 150 Niederlassungen ausländischer Banken. Auch ist Frankfurt der bedeutendste deutsche Börsenplatz mit der Frankfurter Wertpapierbörse. Versicherungsunternehmen haben sich mit Schwerpunkt Wiesbaden angesiedelt. Größter privater Arbeitgeber der Stadt ist mit rund 3.900 Mitarbeitern die R+V Versicherung. Hinzu kommen Versicherer wie die DBV-Winterthur, die SV SparkassenVersicherung und die Delta-Lloyd-Gruppe. Erwähnenswert ist darüber hinaus die Lederindustrie in Offenbach. Der Flughafen Frankfurt am Main ist ein besonders wichtiger Unternehmensstandort. Hier sei vor allem der Flughafenbetreiber, die Fraport AG genannt, aber auch die Deutsche Lufthansa, für die Frankfurt der Heimathafen ihrer Luftflotte ist.

Außerhalb der Rhein-Main-Region sind beispielsweise in Wetzlar Unternehmen mit Weltruf angesiedelt. Dort ist mit Leitz, Leica, Minox, Hensoldt (Zeiss) das Zentrum der optischen-, elektrotechnischen- und feinmechanischen Industrie in Mittelhessen sowie das Unternehmen Buderus beheimatet. Die Fulda Reifenwerke, das Volkswagenwerk Kassel in Baunatal sowie der Lokomotivbau in Kassel bei Bombardier Transportation haben ebenfalls größere Bedeutung. Ebenso ist in Nordhessen mit dem Original Teile Center der Volkswagen AG das europaweit größte Ersatzteilelager niedergelassen, das von der Volkswagen Original Teile Logistik vernetzt wird, sowie mit den Viessmann Werken ein bedeutender Hersteller von Heiztechnik-Produkten.

Im August 2008 zählte Hessen 199.573 Erwerbslose. Die Arbeitslosenquote beträgt somit 6,4 % (August 2007: 7,6 %). Mit 3,8 % hat der Hochtaunuskreis die niedrigste Quote, während die kreisfreie Stadt Kassel mit 12,1 % die höchste Quote landesweit aufweist.[36]

Hessen ist nach dem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf der wohlhabendste Flächenstaat Deutschlands, es ist das drittwohlhabendste deutsche Land nach Hamburg und Bremen. Im Vergleich mit dem BIP der Europäischen Union ausgedrückt in Kaufkraftstandards erreichte Hessen 2010 einen Index von 142 (EU-27:100; Deutschland: 119).[37] 2012 war Hessen mit ca. 38.000 Euro nach den Stadtstaaten Hamburg und Bremen das wohlhabendste Bundesland nach dem BIP pro Kopf.[38] Bezüglich der Kaufkraft (pro Einwohner) liegt Hessen mit 22.084 Euro/EW auf Platz 4 unter den deutschen Bundesländern. Unter allen deutschen Landkreisen liegt der Hochtaunuskreis auf Platz 2 mit 30.165 Euro pro Einwohner und der Main-Taunus-Kreis auf Platz 4 mit 28.465 Euro pro Einwohner. Zu den zehn kaufkräftigsten Stadtkreisen in Deutschland zählen Frankfurt auf Platz 5 mit 24.310 Euro pro Einwohner und Wiesbaden auf Platz 10 mit 23.415 Euro pro Einwohner.[39]

Seit dem 1. Dezember 2006 sind in Hessen die Ladenöffnungszeiten liberalisiert. Nur die Sonn- und Feiertage stehen mit vier von den Kommunen festlegbaren Ausnahmen pro Jahr weiterhin unter Schutz. An den Ausnahmetagen, die nur in Verbindung mit einem Markt verkaufsoffen sein können, dürfen die Geschäfte bis zu sechs Stunden öffnen.

2012 betrug die Wirtschaftsleistung im Land Hessen gemessen am Bruttoinlandsprodukt rund 230 Milliarden Euro[40]. Etwa ein Drittel der hessischen Fläche wird landwirtschaftlich genutzt. In Biblis befindet sich eines der deutschen Kernkraftwerke mit zwei getrennten Blöcken. Bis 2050 sollen nach Plänen der Regierung möglichst 100 Prozent des Energieverbrauchs komplett aus erneuerbaren Energien gedeckt werden.[41]

Die zehn wichtigsten Standorte sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung sind (Arbeitsortangaben)[42]:

Stadt sozialvers.
Beschäftigte
30. Juni 2012
Veränderung
seit
30. Juni 2007
Pendlersaldo
30. Juni 2012
Arbeitsplatzdichte1
Frankfurt 508.321 + 7,44 % + 260.681 1120
Wiesbaden 123.165 + 2,12 % + 26.655 721
Kassel 102.194 + 10,11 % + 39.719 829
Darmstadt 91.210 + 6,92 % + 39.859 962
Fulda 45.211 + 4,74 % + 23.426 1116
Gießen 44.264 + 3,53 % + 21.174 842
Offenbach 43.819 - 1,73 % + 3.002 603
Hanau 43.629 + 2,75 % + 13.104 795
Marburg 39.171 + 8,01 % + 16.778 776
Rüsselsheim 32.556 + 1,99 % + 11.342 898
1 Sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze pro 1000 Einwohner im Alter zwischen 18 und 64; Zahlen zum 9. Mai 2011 gemäß Zensus 2011.[43]

Die zehn größten Arbeitgeber in Hessen

Nach dem Land Hessen mit rund 150.000 Mitarbeitern sind diese Unternehmen die größten Arbeitgeber in Hessen:

Unternehmen[44] Beschäftigte 2008
01. Deutsche Lufthansa AG >37.000
02. Deutsche Bahn AG 23.400
03. Deutsche Post Gruppe 19.400
04. REWE-Zentral-Aktiengesellschaft >19.000
05. Fraport AG 19.000
06. Deutsche Telekom AG <16.900
07. Adam Opel AG 16.000
08. Volkswagen AG 13.200
09. Continental AG 13.100
10. DZ Bank AG 11.000

Verkehr

Hessen ist aufgrund seiner zentralen Lage ein wichtiges Transitland für den deutschen und europäischen Fernverkehr. Frankfurt am Main hat als Knotenpunkt für den Straßen-, Schienen- und Luftverkehr eine herausragende Stellung.

Straßen

Durch Hessen führen die international wichtigen Autobahnen A 3, A 5 und A 7. Das Frankfurter Kreuz (Kreuzung der Autobahnen 3 und 5) gilt als das Autobahnkreuz mit dem höchsten Verkehrsaufkommen in Europa, die um Frankfurt mit bis zu vier Fahrspuren je Richtung ausgebaute A 5 ist eine der meistbefahrenen Straßen Deutschlands. Weitere bedeutende durch Hessen führende Autobahnen sind die A 4 (östlicher Teil), die A 44, die A 45, die A 66 und die A 67. Daneben gibt es eine ganze Reihe weiterer kleinerer Autobahnen und wichtige Bundesstraßen, die teilweise autobahnähnlich ausgebaut sind. Der Bevölkerungsdichte und der Topographie folgend ist das Rhein-Main-Gebiet wesentlich besser erschlossen als die ländlichen Gebiete Hessens.

Eisenbahn

Hauptbahnhof in Frankfurt: Drehscheibe des deutschen Zugverkehrs

Durch Hessen führen auch viele verkehrlich bedeutende Bahnstrecken, darunter die Schnellfahrstrecken Köln–Frankfurt und Hannover–Würzburg. Neben weiteren Nord-Süd-Verbindungen durchqueren auch die bedeutenden Ost-West-Verbindungen von Wiesbaden/Mainz über Frankfurt und Hanau nach Fulda bzw. Aschaffenburg sowie von Fulda bzw. Kassel über Bebra nach Eisenach und Erfurt Hessen. Zusammen mit dem Regionalverkehr führt dies auf vielen Strecken zu einer Streckenauslastung, die keine nennenswerte Steigerung mehr zulässt. Der Frankfurter Hauptbahnhof gilt als wichtigste Drehscheibe im deutschen Zugverkehr.

Die Region um Frankfurt verfügt mit der S-Bahn Rhein-Main über ein S-Bahn-Netz, welches von zahlreichen Regionalverbindungen ergänzt wird. Im übrigen Land ist das Schienennetz weit weniger dicht, von wenigen kleineren Stilllegungen abgesehen aber stabil. In Nordhessen ist seit 2007 das Eisenbahnnetz durch die RegioTram mit der Straßenbahn in Kassel verknüpft. Dabei werden auch alte stillgelegte Strecken reaktiviert.

Die RegioTram ist eingebunden in den Nordhessischen Verkehrsverbund. Dagegen gehören ganz Mittel- und Südhessen mit Ausnahme des Kreises Bergstraße zum Einzugsgebiet des Rhein-Main-Verkehrsverbundes.

Die Bahnstrecken im Nordwesten Hessens (Uplandbahn, Ederseebahn, Bahnstrecke Warburg–Sarnau, Obere Lahntalbahn, Obere Edertalbahn und Bahnstrecke Volkmarsen–Vellmar-Obervellmar) wurden 2002 von der DB-Tochter Kurhessenbahn übernommen. Seitdem wurden Gleise, Bahnsteige und Bahnübergänge erneuert. Die Fahrgastzahlen stiegen daraufhin an und die drohende Stilllegung von Burgwaldbahn und dem Abschnitt Wabern–Bad Wildungen der Ederseebahn konnte abgewendet werden. Außerdem strebt die Kurhessenbahn die Reaktivierung der Unteren Edertalbahn an.

Schifffahrt

Durch den Main und den Rhein, der auf einem längeren Abschnitt die Landesgrenze darstellt, ist das Rhein-Main-Gebiet als wirtschaftliches Zentrum Hessens an das europäische Wasserstraßennetz angeschlossen. Ferner hat Hessen mit seinem südlichsten Zipfel bei Hirschhorn und Neckarsteinach Anteil am Neckar und ganz im Norden bis Bad Karlshafen an der Oberweser. Daneben sind einzelne Abschnitte von Lahn, Werra und Fulda schiffbar. Gesamtwirtschaftlich gesehen von Bedeutung sind für Hessen nur die Rheinschifffahrt und die Mainschifffahrt, wobei die Kostheimer Mainschleuse die Schleuse mit dem höchsten Verkehrsaufkommen Europas ist.

Karte der Flughäfen und Landeplätze in Hessen

Luftfahrt

Der Flughafen Frankfurt am Main ist der mit Abstand wichtigste Flughafen in Deutschland und gehört zu den zehn größten weltweit. Nicht weit südöstlich vom Frankfurter Flughafen befindet sich der vor allem von kleineren Maschinen frequentierte Flugplatz Frankfurt-Egelsbach. Zudem befindet sich in Langen ebenfalls im Rhein-Main Gebiet der Hauptsitz der DFS Deutsche Flugsicherung. In Nordhessen liegt der 2013 eröffnete Regionalflughafen Kassel-Calden, der einen zuvor betriebenen Verkehrslandeplatz ersetzte. Daneben gibt es noch eine Reihe an Sportflugplätze. Der vor allem von Billigfluggesellschaften genutzte Flughafen Frankfurt-Hahn liegt etwa 100 km von Frankfurt entfernt im Land Rheinland-Pfalz.

Radverkehr

Hessen durchzieht ein Netz von Radwegen. Überregional bedeutsam sind unter anderem die neun Radfernwege (R1–R9) sowie der Lahntal-Radweg, der Weserradweg und der Werratal-Radweg. Daneben gibt es eine Vielzahl von regionalen Routen, die wie die Radfernwege vor allem für den Fahrradtourismus von Bedeutung sind.

Medien

Für die Zulassung privater Radio- und Fernsehsender zuständig ist die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien.

Tageszeitungen

In Frankfurt erscheinen mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Frankfurter Rundschau zwei der wichtigsten Tageszeitungen Deutschlands. Zusammen mit der Frankfurter Neuen Presse und der Regionalausgabe der Bild dominieren diese auch den regionalen Zeitungsmarkt in der Rhein-Main-Region. Marktführer am nordhessischen Zeitungsmarkt ist die in Kassel erscheinende Hessische/Niedersächsische Allgemeine. Daneben gibt es einige regionale Tageszeitungen von Verlagsgruppen (z. B. Wiesbadener Kurier, Darmstädter Echo), die in ihren jeweiligen Erscheinungsgebieten entweder Marktführer sind oder zumindest signifikante Marktanteile haben (laut IVW).

Fernsehsender

Landesrundfunkanstalt
Bundesweite Privatsender
Regionale Sender
Regionale Fenster

Radiosender

Landesrundfunkanstalt
Militärsender
Privater kommerzieller Rundfunk
Private nichtkommerzielle Lokalradios

Nachrichtenagenturen

Wissenschaft, Lehre und Forschung

Ein Verzeichnis der in Hessen ansässigen Hochschulen findet sich unter Hochschulen in Hessen. Nachfolgend eine Auswahl:

Öffentliche Universitäten

Öffentliche Hochschulen des Landes Hessen

Sonstige

Forschungsinstitute

Sport

Der bekannteste und wichtigste Sportverein ist die vor allem durch die Fußballabteilung bekannte Eintracht Frankfurt. In der Rhön und im nordöstlichen Teil des Rothaargebirges gibt es Wintersportmöglichkeiten. Die Lahn sowie der Edersee sind als Wassersportzentren für Kanuten sehr bekannt. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen mit der United States Army auch Sportarten wie Basketball und American Football nach Hessen, insbesondere nach Mittelhessen.

American Football

Im Rhein-Main-Gebiet ist American Football sehr verbreitet. Mit der aufgelösten Mannschaft der Frankfurt Galaxy, die in der NFL Europe spielte, war der Rekordsieger mit vier Titeln (1995, 1999, 2003, 2006) des World Bowl in Hessen ansässig.

Heute spielen fünf hessische Mannschaften in der GFL: die Marburg Mercenaries in der ersten Liga, sowie Frankfurt Universe, die Wiesbaden Phantoms, die Frankfurt Pirates und die Darmstadt Diamonds in der Zweiten Liga.

Basketball

Mit den Frankfurt Skyliners spielt nur mehr eine hessische Mannschaft in der Basketball-Bundesliga der Herren. Die Gießen 46ers sind 2012 sportlich abgestiegen. Bei den Frauen ist der BC Marburg, deutscher Meister von 2003, in der ersten Liga vertreten. Wetzlar ist die Hochburg im Rollstuhlbasketball. Der dort beheimatete Bundesligist RSV Lahn-Dill ist bereits unter anderem elffacher Deutscher Meister, elffacher Pokalsieger (davon 9mal das Double Meister und Pokal), fünffacher Champions-Cup-Sieger, Weltpokalsieger 2010 und Vize-Weltcupsieger 2006 sowie WBC-Europapokalsieger (Willi-Brinkmann-Cup) 2002. Im Jahre 2009 sind die Damen der Rhein-Main Baskets, beheimatet in Hofheim und Langen, in die 1. Basketball-Bundesliga aufgestiegen.

Eishockey

In der Deutschen Eishockey Liga spielten bis zur Saison 2009/10 die Frankfurt Lions sowie die Kassel Huskies. Seit der Saison 2013/2014 spielen die Roten Teufel Bad Nauheim in der DEL 2, der zweithöchsten Spielklasse im deutschen Eishockey.

Fußball

Zurzeit spielt die Eintracht Frankfurt in der Bundesliga. In der 2. Bundesliga ist der FSV Frankfurt und der SV Darmstadt 98 aktiv. SV Wehen Wiesbaden spielt in der 3. Liga und in der Regionalliga spielen der KSV Hessen Kassel und die Kickers Offenbach.

Mit jeweils sieben deutschen Meisterschaften und Pokalsiegen sowie drei internationalen Titeln ist der 1. Frauen-Fußball-Club Frankfurt erfolgreichster Verein im deutschen Frauenfußball. Die 2006 aufgelöste Frauenmannschaft des FSV Frankfurt zählt drei Meistertitel und fünf Pokalsiege. Die Frauen des RSV Roßdorf und von Eintracht Wetzlar spielen in der Regionalliga Süd.

Handball

Handballspiel HSG Wetzlar gegen die Rhein-Neckar Löwen

Die HSG Wetzlar und MT Melsungen spielen in der Handball-Bundesliga. Ehemalige langjährige Handball-Bundesligisten waren der TV Hüttenberg (1966/67, 1968/69, 1972–1985, 2011/12), der aktuell (2013/14) in der 2. Bundesliga spielt, sowie die SG Wallau (1984/85, 1987–2005) und die SG Dietzenbach (1971–74, 1975–78, 1979–83).

Ferner gab es mit dem TV Lützellinden, der sich 2006 auflöste, einen seit Ende der 1980er-Jahre bundesligaweit erfolgreichen Damen-Handballverein.

Hockey

Erfolgreichste hessische Hockeymannschaft ist der Rüsselsheimer RK. Bis heute kann dessen Hockeyabteilung 51 Deutsche Meisterschaften im Hockey (Feld und Halle) verbuchen, ungezählt die Vizemeisterschaften, Süddeutschen Meisterschaften und Hessenmeisterschaften. Europa-Cups im Hockey wanderten bereits 18-mal in die Preisvitrine des RRK-Bootshauses. Heute spielt der RRK mit den Ersten Damen im Feld und in der Halle in der 1. Bundesliga, mit den Ersten Herren im Feld in der 2. Bundesliga und in der Halle in der 1. Bundesliga.

Motorsport

Im Motorrad-Bahnrennsport wird Hessen vertreten durch das Speedwayrennen des MSC Diedenbergen in Hofheim-Diedenbergen im Taunus sowie die Internationalen Grasbahnrennen in Melsungen, Bad Hersfeld und Heringen. Im Frankfurter Eisstadion ist auch Eisspeedway auf WM-Niveau bereits veranstaltet worden.

Paintball

2013 ist das Team Destination Wetzlar in die 1. Paintball Bundesliga aufgestiegen.

Reitsport

Springreiter auf dem Internationalen Pfingstturnier Wiesbaden 2013

Vom Wiesbadener Reit- und Fahr-Club wird jährlich im Schlosspark Biebrich das Internationales Pfingstturnier organisiert.

Tischtennis

In der Bundesliga der Männer spielte der TTC Rhön-Sprudel Fulda-Maberzell. Der zweifache Champions League-Sieger TTV Gönnern spielte von 1996 bis 2009 in der Bundesliga, zog seine Mannschaft dann aber wegen finanzieller Probleme zurück und trat die Lizenz an die TG Hanau ab, welche von 2009 bis 2012 in der Bundesliga aktiv waren, ehe sie ebenfalls wegen finanzieller Probleme auf einen Start in der Bundesliga verzichteten. Die Frauen des NSC Watzenborn-Steinberg spielen in der 1. Bundesliga der Damen.

Der zur Weltspitze gehörende Timo Boll ist ein gebürtiger Hesse aus Erbach (Odenwald), ebenso wie der Doppelweltmeister Jörg Roßkopf aus Dieburg.

Turnen

Ein Leistungszentrum für Kunstturnen (Damen und Herren) besteht in Wetzlar. Von dort stammt auch Fabian Hambüchen.

Volleyball

Die Damenmannschaft des 1. VC Wiesbaden spielt in der 1. Bundesliga.

Wasserball

Mit dem VfB Friedberg, dem SC Wasserfreunde Fulda, der SGW Frankfurt/Offenbach und dem WV Darmstadt 70 sind gleich vier Vereine in der zweithöchsten deutschen Liga vertreten.

Trivia

Das nicht natürlich vorkommende chemische Element mit der Kernladungszahl 108 trägt seit 1997 den Namen Hassium, der sich vom lateinischen Namen Hassia für Hessen ableitet. Es konnte 1984 beim GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung in Darmstadt durch Verschmelzung von Blei mit Eisen zum ersten Mal erzeugt werden.

Siehe auch

 Portal: Hessen – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Hessen

Literatur

  • Dietwulf Baatz u. a.: Die Römer in Hessen. Stuttgart 1989, ISBN 3-8062-0599-X.
  • Gerd Bauer u. a.: Das Hessen-Lexikon. Frankfurt 1999, ISBN 3-8218-1751-8.
  • Wilhelm Diehl: Hassia Sacra. Bde. 1–11, Darmstadt 1921 ff.
  • Karl Ernst Demandt: Geschichte des Landes Hessen. 2. Auflage, Bärenreiter, Kassel und Basel 1972, ISBN 3-7618-0404-0.
  • Mitteilungen des Vereins für hessische Geschichte und Landeskunde. (1845–1860 als Periodische Blätter). Verein für hessische Geschichte und Landeskunde, Kassel 1845 ff. (Volltext).
  • Walter Heinemeyer: Das Werden Hessens. Hrsg. Historische Kommission für Hessen, N. G. Elwert, Marburg 1986, ISBN 3-7708-0849-5.
  • Fritz-Rudolf Herrmann, Albrecht Jockenhövel: Die Vorgeschichte Hessens. Konrad Theiss, Stuttgart 1990, ISBN 3-8062-0458-6.
  • Wilhelm Müller: Hessisches Ortsnamenbuch. 1. Bd. Starkenburg, Darmstadt 1937.
  • Frank-Lothar Kroll: Hessen, Eine starke Geschichte. Konrad Theiss, Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-2004-2.
  • Uwe Schultz: Die Geschichte Hessens. Konrad Theiss, Stuttgart 1983, ISBN 3-8062-0332-6.
  • Ph. A. F. Walther: Das Großherzogthum Hessen. Darmstadt 1854.
  • Literatur von Hessen im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Hessische Bibliographie

Literatur zur politischen Geschichte in Hessen

  • Peter Assion: Von Hessen in die Neue Welt. Frankfurt 1987, ISBN 3-458-14603-2.
  • Gerd Bauer: Die Geschichte Hessens. Frankfurt 2002, ISBN 3-8218-1750-X.
  • Eike Hennig (Hrsg): Hessen unterm Hakenkreuz. Insel-Verlag, Frankfurt 1983, ISBN 3-458-14114-6.
  • Gerhard Beier: Arbeiterbewegung in Hessen – 1834–1984. Insel-Verlag, Frankfurt 1984, ISBN 3-458-14213-4.
  • Gerhard Beier: SPD Hessen – Chronik 1945 bis 1988. Verlag J. H. W. Dietz Nachf. GmbH, Bonn 1989, ISBN 3-8012-0146-5.
  • Hans Herder (Hrsg.): Hessisches Auswandererbuch. Frankfurt 1983, ISBN 3-458-14115-4.
  • Hessische Staatskanzlei: Das Hessen InfoBuch. Zahlen, Daten Fakten und Service. Hessische Staatskanzlei, Wiesbaden 2006, ISBN 3-933732-61-1.
  • Christine Wittrock: Das Unrecht geht einher mit sicherem Schritt. Materialien zur regionalen Faschismusgeschichte in Hessen, CoCon Verlag, Hanau, ISBN 3-928100-71-8.
  • Eckhart G. Franz: Die Chronik Hessens. Chronik-Verlag, Dortmund 1991, ISBN 3-611-00192-9.
  • Joschka Fischer: Regieren geht über Studieren. Athenäum, Frankfurt 1987, ISBN 3-610-08443-X.
  • Eugen Katz: Landarbeiter und Landwirtschaft in Oberhessen. Dissertation in: Münchener Volkswirtschaftliche Studien. Hrsg.: Lujo Brentano, Walther Lotz, Gotta’sche Buchhandlung, Stuttgart/Berlin 1904.
  • Frank Lothar Kroll: Hessen. Ein starke Geschichte. Stuttgart 2006, ISBN 3-8062-2004-2.
  • Karl E. Demandt: Geschichte des Landes Hessen. 2. Auflage, Kassel 1972.
  • Bernd Heidenreich, Eckhart G. Franz (Hrsg.): Die Hessen und ihre Geschichte. Wiesbaden 1999, ISBN 3-927127-32-9.
  • Utta Müller-Handl: Die Gedanken laufen oft zurück – hessische Flüchtlingsfrauen erinnern sich. Verlag Historische Kommission für Nassau, Wiesbaden 1993, ISBN 3-922244-91-2.
  • Walter Mühlhausen: Hessen 1945–1950. Frankfurt, ISBN 3-458-14292-4.

Literatur zur Kunstgeschichte in Hessen

  • Chr. Belser AG für Verlagsgeschäfte & Co: Kunstreiseführer Hessen. Gondrom, Bindlach 1988, ISBN 3-8112-0588-9.
  • Renate Liebenwein, Stefan Rothe: Kaiserpfalz und Wolkenkratzer. (1200 Jahre) Kunst in Hessen. Königstein i. Ts. 2000, ISBN 3-7845-4612-9.
  • Hans Sarcowicz, Ulrich Sonnenschein (Hrsg): Die großen Hessen. Insel-Verlag, Frankfurt am Main/Leipzig 1996, ISBN 3-458-16817-6.

Literatur zur Natur in Hessen

  • Hermann-Josef Rapp (Hrsg.): Reinhardswald. Eine Kulturgeschichte. Euregio, Kassel 2002, ISBN 3-933617-12-X.
  • Hans Joachim Fröhlich: Wege zu alten Bäumen. Band 1 – Hessen. WDV Wirtschaftsdienst, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-926181-06-0.
  • Wilhelm Sievers (Hrsg.): Geographische Mitteilungen aus Hessen. Gießen 1900–1911.
  • Wilhelm Sievers: Zur Kenntnis des Taunus. Stuttgart 1891.
  • Stiftung Hessischer Naturschutz (Hrsg.): Die Wetterau – Felder, Auen und Visionen. Herwig Klemp, Wardenburg/Tungeln 2001, ISBN 3-931323-10-2.
  • Gerd-Peter Kossler, Gottfried Lehr, Klaus Seipel: Der korrigierte Fluß – Die Nidda zwischen Regulierung und Renaturierung. Vertrieb: Gerd-Peter Kossler, Frankfurt 1991, ISBN 3-9800853-3-3.

Literatur zur Volkskunde in Hessen

  • Hans Friebertshäuser: Das hessische Dialektbuch. C. H. Beck, München 1987, ISBN 3-406-32317-0.
  • Hans Friebertshäuser: Kleines hessisches Wörterbuch. C. H. Beck, München 1990, ISBN 3-406-34192-6.
  • Hessische Blätter für Volks- und Kulturforschung. Jonas (Periodika), Marburg/Lahn.
  • Carl Heßler: „Hessische Volkskunde“. Das ehemalige Kurhessen und das Hinterland am Ausgang des 19. Jahrhunderts. Band II, Unveränderter Nachdruck der Originalausgabe von 1904, N.G. Elwert Marburg, Neudruck in Lizenz beim Verlag Weidlich Würzburg 1984, ISBN 3-8035-1037-6.
  • Regina Klein: In der Zwischenzeit. Tiefenhermeneutische Fallstudien zur weiblichen Verortung im Modernisierungsprozess 1900–2000, Psychosozial-Verlag, Gießen 2003, ISBN 3-89806-194-9.
  • Robert Mulch u. a.: Südhessisches Wörterbuch. Gießen 1966 ff.

Weblinks

 Commons: Hessen – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Portal:Hessen – in den Nachrichten
 Wikisource: Hessen – Quellen und Volltexte
 Wikivoyage: Hessen – Reiseführer
 Wiktionary: Hessen – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise

  1. Bevölkerung – Hessen. Statistische Ämter des Bundes und der Länder, 22. September 2014, abgerufen am 23. September 2014.
  2. Arbeitslosenquoten im September 2014 – Länder und Kreise. In: statistik.arbeitsagentur.de. Statistik der Bundesagentur für Arbeit, abgerufen am 30. September 2014.
  3. Destatis Schulden der öffentlichen Haushalte am 31. Dezember 2012
  4. Statistische Ämter des Bundes und der Länder: Flächennutzung 31. Dezember 2012
  5. Alsfelder Allgemeine vom 13. Juli 2010: Hessen-Mittelpunkt bleibt Mücke knapp erhalten
  6. http://www.wald.de/bundeswaldinventur-der-wald-in-zahlen
  7. Artikel 160 der hessischen Verfassung bestimmt: „Diese Verfassung tritt mit ihrer Annahme durch das Volk in Kraft. Gleichzeitig tritt das Staatsgrundgesetz vom 22. November 1945 außer Kraft.“ Damit wurde am Tag der Volksabstimmung Groß-Hessen zu Hessen.
  8. Quelle: Bertelsmann-Stiftung
  9. Zahl der Ausländer steigt – So bunt ist Hessen. Hessischer Rundfunk vom 27. Juni 2014. Abgerufen am 30. Juni 2014.
  10. https://ergebnisse.zensus2011.de/#dynTable:statUnit=PERSON;absRel=PROZENT;ags=06;agsAxis=X;yAxis=MIGRATION_KURZ
  11. EKD Statistik, Stand 31. Dezember 2011 (PDF; 301 kB)
  12. Homepage der hessischen Humanisten
  13. diesseits.de: Gießen: Humanisten gründen Kreisverband für Mittelhessen, abgerufen am 12. Juli 2014
  14. Die meisten Hessen sind evangelisch, epd-Bericht, abgerufen am 28. August 2013.
  15. Studie: Deutlich mehr Muslime in Deutschland. Deutsche Welle, 23. Juni 2009.
  16. Die Verfassung von Württemberg-Baden war zwar älter, jedoch ist das Land 1952 in Baden-Württemberg aufgegangen.
  17. Warum gibt es in Hessen noch die Todesstrafe?
  18. Rot-Grün in Hessen will mehr Informationsfreiheit (2008)
  19. Hessen glänzt beim Treffen der Beauftragten für Informationsfreiheit mit Abwesenheit (2012)
  20. Eröffnungsbilanz und Jahresabschlüsse auf der Homepage des Hessischen Finanzministeriums. Abgerufen am 6. April 2013.
  21. Geschäftsbericht 2012, S. 53.
  22. Geschäftsbericht 2012, S. 72.
  23. Haushaltsrechnungen des Landes Hessen auf der Homepage des Hessischen Finanzministeriums. Abgerufen am 14. Januar 2014.
  24. Weiterführende Informationen zu Hessens Europapolitik im EU-Regionalportal, abgerufen am 25. Juni 2012.
  25. Europapolitische Strategie der hessischen Landesregierung
  26. Vertretung des Landes Hessen bei der EU Abgerufen am 25. Juni 2012
  27. Vereinbarung über die Unterrichtung des Hessischen Landtages durch die Landesregierung in Angelegenheiten der Europäischen Union vom 28. Juni 2010 (PDF).
  28. a b c d Gesetz über die Hoheitszeichen des Landes Hessen vom 4. August 1948 in der geltenden Fassung
  29. Hessen soll für den Löwen zahlen, abgerufen am 12. Februar 2013
  30. Hessisches Ministerium des Innern und für Sport: Das Landeswappen
  31. Verordnung über die Landessiegel vom 29. März 1949 in der geltenden Fassung
  32. Hessische Partnerregionen auf den Seiten des Justizministeriums
  33. Webseite des Landes Hessen: Kooperations- und Vertretungsbüros des Landes Hessen im Ausland [1] Abgerufen am 30. Juni 2014
  34. Helga Bister-Broosen: Sprachwandel im Dialekt von Krefeld. Berkeley insights in linguistics and semiotics. Bd. 3, New York 1989, S. 10.
  35. http://www.thewindpower.net/wind-farms-list-2-hessen.php
  36. Arbeitslosenquoten im Mai 2011
  37. Eurostat News Release 2010: Regionales BIP Regionales BIP pro Kopf in der EU im Jahr 2010: Acht Hauptstadtregionen unter den ersten zehn Plätzen
  38. statistik.baden-wuerttemberg.de
  39. GfK: Studie zur Kaufkraft 2013: Deutsche haben 554 Euro mehr
  40. statistik-hessen.de: Bruttoinlandsprodukt und Bruttowertschöpfung in jeweiligen Preisen in Hessen 1991 bis 2012 nach Wirtschaftsbereichen
  41. Homepage Energieland Hessen
  42. Statistik der Bundesagentur für Arbeit
  43. Zensusdatenbank
  44. Landesbank Hessen-Thüringen Girozentrale Volkswirtschaft/Research: Die 100 größten Unternehmen in Hessen (PDF; 416 kB) Helaba Frankfurt, Februar 2009, S. 10.

50.5995019.024946Koordinaten: 50° 35′ 58,2″ N, 9° 1′ 29,8″ O