Polizeischule

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Dieser Artikel behandelt die Ausbildungseinrichtung für Polizeivollzugsbeamte. Zur Dokuserie auf dem Schweizer Regional-TV-Sender Telebasel siehe Die Polizeischule.
Aufständische werden in einer Übung der preußischen Schutzpolizei abgeführt, Brandenburg/Havel, 1924
Brotbeutel einer westdeutschen Polizeischule von 1962

Eine Polizeischule dient der Polizeiausbildung von Polizeivollzugsbeamten. Die Einrichtung bereitet Berufsanfänger auf den Polizeiberuf vor und bildet bereits aktive Beamte fort.

Deutschland[Bearbeiten]

Da die Polizeiausbildung in Deutschland den Bundesländern obliegt, ist damit die Ausrichtung der einzelnen Polizeischulen der Länder vollkommen unterschiedlicher Art. Teilweise bestehen Akademien, in denen Polizeianwärter ein Studium absolvieren.

Grundausbildung[Bearbeiten]

Polizeischulen geben für Berufsanwärter in der Grundausbildung praktischen und theoretischen Unterricht. Schwerpunkte der Theorie sind Rechtsfächer, wie Strafverfahrensrecht, Polizeirecht, Verwaltungsrecht, Verkehrsrecht, Beamtenrecht, Staats- und Verfassungsrecht.

Weitere Hauptfächer sind Kriminalistik, Polizeidienstkunde, Führungs- und Einsatzlehre und Politische Bildung. Daneben werden auch Fremdsprachen, elektronische Datenverarbeitung sowie Berufsethik gelehrt.

Die polizeipraktische Ausbildung besteht aus Waffenkunde, Funktechnik und Funkverkehr, Schießausbildung, Einsatztraining, Selbstverteidigung, Erste Hilfe, Dienstsport, Fahrtraining und vieles mehr.

Insgesamt vermittelt die Ausbildung den täglichen Dienst, Sportlichkeit und den geschulten Umgang mit Menschen.

Schweiz[Bearbeiten]

In der Schweiz gibt es mehrere Polizeischulen, die größte ist die Interkantonale Polizeischule Hitzkirch. Die Grundausbildung dauert 10 Monate, der Abschluss ist die Eidg. Berufsprüfung zum «Polizistin/Polizist mit eidgenössischem Fachausweis».[1]

Voraussetzung sind körperlich und psychische Eignung, eine abgeschlossene Lehre oder Matur sowie Schweizer Bürgerrecht.[2] Interessenten bewerben sich direkt bei den Polizeikorps.

Die Ausbildung erfolgt bei vollem Lohn.

Neben den Grundausbildungen bieten die Polizeischulen auch Fortbildungsmodule an. Einige der Fortbildungsmodule stehen auch Verwaltungsangestellten der Polizei offen.

Als Weiterbildungsziel nach der Berufsprüfung kann die höhere Berufsprüfung zum «Polizist/Polizistin mit eidgenössischem Diplom» angestrebt werden. Die Ausbildung setzt sich aus mehreren Modulen, einer Diplomarbeit und einer mündlichen Prüfung zusammen. Es existieren die Profile Führung, Fachspezialist und Ausbildung.[3]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.sbfi.admin.ch/bvz/hbb/index.html?detail=1&typ=BP&item=398&lang=de
  2. http://www.polizeischule-ostschweiz.ch/Grundausbildung/Aufnahmeverfahren.aspx
  3. http://www.institut-police.ch/d2wfiles/document/3918/4003/0/23R.12.d_eps_guide20m%C3%A9thodique_original_05.04.2011.pdf