Pomodoro-Technik

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Ein "pomodoro" Küchen-Timer

Die Pomodoro-Technik (orig. pomodoro technique von italienisch pomodoro = Tomate und englisch technique = Methode, Technik) ist eine Methode des Zeitmanagements, die von Francesco Cirillo in den 1980er Jahren entwickelt wurde. Das System verwendet einen Kurzzeitwecker, um Arbeit in 25-Minuten-Abschnitte - die sogenannten pomodori - und Pausenzeiten zu unterteilen. Der Name pomodoro stammt von der Küchenuhr, welche Cirillo bei seinen ersten Versuchen benutzte.[1]

Die Methode basiert auf der Idee, dass häufige Pausen die geistige Beweglichkeit verbessern können[2][3] und bietet ein Mittel gegen die Angstblockade, wie sie von Henri Bergson und Eugène Minkowski beschrieben wird.

Vorgehensweise[Bearbeiten]

Die Technik besteht aus fünf Schritten:

  1. die Aufgabe schriftlich formulieren
  2. den Kurzzeitwecker auf 25 Minuten stellen
  3. die Aufgabe bearbeiten, bis der Wecker klingelt; mit einem X markieren
  4. kurze Pause machen (5 Minuten)
  5. alle vier 'pomodori' eine längere Pause machen (15-20 Minuten).

Zugrundeliegende Prinzipien[Bearbeiten]

Die Phasen Planung, Nachverfolgung, Aufzeichnung, Bearbeitung und Visualisierung sind die essentiellen Pfeiler dieser Technik. In der Planungsphase werden die Aufgaben nach Priorität in eine Liste für den aktuellen Tag geschrieben. Dabei wird der jeweilige Aufwand abgeschätzt.

Sobald eine "pomodoro" erledigt ist, wird sie durchgestrichen, was ein Erfolgsgefühl bewirkt und Daten für spätere Selbstreflexion und eventuell Projektmanagement bereitstellt.

Ein wichtiges Ziel der Technik ist das Verringern von Unterbrechungen, sowohl internen (Abschweifen) als auch externen (Telefon, E-Mail). Diese werden als Unterbrechung vermerkt und zur späteren Abarbeitung aufgeschrieben.

Werkzeuge[Bearbeiten]

Der Erfinder der Technik befürwortet die Verwendung möglichst einfacher Werkzeuge, eines Bleistifts und einer mechanischen Küchenuhr. Seiner Meinung nach unterstreicht das Aufziehen des Küchenweckers die Entschiedenheit, die Aufgabe zu beginnen, und das Ticken und Klingeln bewirken eine andere Wahrnehmung der Zeit.[4]

Trotzdem hat die Technik eine große Zahl an Anwendungssoftware inspiriert, die für eine Vielzahl von Betriebssystemen verfügbar sind.

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Pomodoro-Technik wurde durch das Internet bekannt, vor allem durch Blogs wie Brainmoda,[5] Lifehacker[6] und The Unofficial Apple Weblog.[7]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Frequently Asked Questions. pomodorotechnique.com. Abgerufen am 3. November 2010. (englisch)
  2. Shellenbarger, Sue (November 2009) The Wall Street Journal - "Testing Time Management Strategies"
  3. Tambini, Arielle; Ketz, Nicholas; Davachi, Lila "Enhanced Brain Correlations during Rest Are Related to Memory for Recent Experiences" Neuron (January 2010)
  4. Francesco Cirillo: The Pomodoro Technique. Lulu.com, 2009, ISBN 978-1-4452-1994-3, (kostenfreie PDF-Version).
  5. http://blog.staffannoteberg.com/2008/02/22/pomodoro-technique-in-5-minutes
  6. http://lifehacker.com/5377906/the-pomodoro-technique-fights-deadline-anxiety-with-a-timer
  7. http://www.tuaw.com/2009/11/28/the-pomodoro-technique-or-how-a-tomato-made-me-more-productive/

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]