Ponziani-Eröffnung

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Solid white.svg a b c d e f g h Solid white.svg
8 a8 b8 c8 d8 e8 f8 g8 h8 8
7 a7 b7 c7 d7 e7 f7 g7 h7 7
6 a6 b6 c6 d6 e6 f6 g6 h6 6
5 a5 b5 c5 d5 e5 f5 g5 h5 5
4 a4 b4 c4 d4 e4 f4 g4 h4 4
3 a3 b3 c3 d3 e3 f3 g3 h3 3
2 a2 b2 c2 d2 e2 f2 g2 h2 2
1 a1 b1 c1 d1 e1 f1 g1 h1 1
a b c d e f g h
Die Grundstellung der Ponziani-Eröffnung nach 3. c2-c3

Bei der Ponziani-Eröffnung (veraltet auch Englisches Springerspiel) handelt es sich um eine Eröffnung des Schachspiels; sie zählt zu den Offenen Spielen. Der ECO-Code lautet C44.

Die Ponziani-Eröffnung beginnt mit den Zügen

1. e2-e4 e7-e5
2. Sg1-f3 Sb8-c6
3. c2-c3

Erstmals analysiert wurde sie zu Beginn des 18. Jahrhunderts von ihrem Namensgeber, dem italienischen Schachspieler und Schriftsteller Domenico Lorenzo Ponziani. Weiß plant mit der Ponziani-Eröffnung nach 3. c2-c3 im nächsten Zug mit 4. d2-d4 die Herrschaft über das Zentrum des Schachbretts zu übernehmen. Ein Nachteil des Bauernzuges nach c3 liegt aber darin, dass der Springer auf b1 vorläufig nicht sein übliches Entwicklungsfeld betreten kann. Das schwarze Gegenspiel basiert demgemäß auf dem Angriff des Bauern e4, und zwar entweder mit 3. … d7-d5 oder mit 3. … Sg8-f6. Nach einer weiteren Analyse durch Howard Staunton gegen Ende des 19. Jahrhunderts nahm das Interesse an dieser Eröffnung ab. Heute wird sie nur noch sehr selten verwendet und in Großmeisterpartien so gut wie nicht gespielt.

Literatur[Bearbeiten]

  • Péter Tomcsányi: The Ponziani Opening. Prime Rate Szolgáltató Betéti Társaság, Budapest 1997, ISBN 9789630478175.
  • Dave Taylor, Keith Hayward: Play the Ponziani. Everyman Chess, 2009, ISBN 978-1-85744-620-3.