Prallethrin

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Strukturformel
Struktur von Prallethrin
Allgemeines
Name Prallethrin
Andere Namen
  • ETOC
  • S-4068SF
  • 2-Methyl-4-oxo-3-(prop-2-inyl)cyclopent-2-en-1-yl-2,2-dimethyl-3-(2-methylprop-1-enyl)cyclopropancarboxylat
  • (1S)-2-Methyl-4-oxo-3-(prop-2-inyl)cyclopent-2-en-1-yl-(1R)-2,2-dimethyl-3-(2-methylprop-1-enyl)cyclopropancarboxylat
Summenformel C19H24O3
CAS-Nummer 23031-36-9
Kurzbeschreibung

gelbe bis braune Flüssigkeit[1]

Eigenschaften
Molare Masse 300,40 g·mol−1
Aggregatzustand

flüssig[1]

Dichte

1,03 g·cm−3[2]

Siedepunkt

313,5 °C [1]

Dampfdruck

> 1,33·10−5 Pa bei 23,1 °C[1]

Löslichkeit

unlöslich in Wasser (8 mg·l−1 bei 25 °C, pH 5,5–5,6)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
06 – Giftig oder sehr giftig 09 – Umweltgefährlich

Gefahr

H- und P-Sätze H: 331​‐​302​‐​410
P: 261​‐​273​‐​311​‐​501 [4]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [5] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [3]
Giftig Umweltgefährlich
Giftig Umwelt-
gefährlich
(T) (N)
R- und S-Sätze R: 22​‐​23​‐​50/53
S: (1/2)​‐​45​‐​60​‐​61
Toxikologische Daten
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Prallethrin ist ein Insektizid aus der Gruppe der Pyrethroide. Der E-ISO-Name Prallethrin und die CAS-Nummer beziehen sich auf ein racemisches Gemisch aus acht Stereoisomeren. Die WHO-Spezifikation der Substanz gibt ein bestimmtes, davon abweichendes, Isomeren-Verhältnis vor, wobei das trans-cis-Verhältnis bei etwa 4:1 liegt.[1] Prallethrin wird gegen Stechmücken, Stubenfliegen und Schaben im Haushalt eingesetzt. Daneben wird es in einigen Ländern in der Veterinärmedizin zur Behandlung von Haustieren verwendet.

Im Handel ist Prallethrin in Form von Verdunsterplättchen für Elektroverdampfer oder als Spray erhältlich.

Toxizität[Bearbeiten]

Bei oraler Aufnahme oder beim Einatmen als Aerosol ist Prallethrin mäßig giftig. Die LD50 bei oraler Aufnahme wurde für männliche Ratten mit 640, für weibliche Ratten mit 460 mg/kg Körpergewicht ermittelt. Die tödliche Konzentration in der Atemluft (LC50) beträgt 855 bei männlichen und 658 mg/m³ (Expositionszeit 4 Stunden) bei weiblichen Ratten. Im Tierversuch ist Prallethrin nicht hautreizend, nicht hautsensibilisierend und minimal augenreizend. Es ist nicht mutagen, es gibt keine Hinweise auf eine kanzerogene oder reproduktionstoxische Wirkung. Prallethrin ist für Wasserorganismen und Bienen sehr giftig, für Vögel dagegen nur gering giftig.[1]

Sicherheitshinweise[Bearbeiten]

Prallethrin darf nicht in der Nähe von brennbaren Materialien und Lebens- bzw. Futtermittel gelagert werden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e f g WHO specifications and evaluations for public health pesticides - Prallethrin. (PDF; 137 kB) WHO, Genf 2004.
  2. a b c Eintrag zu Prallethrin in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 10. November 2013 (JavaScript erforderlich)
  3. a b Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 23031-36-9 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich).
  4. Datenblatt Prallethrin bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 21. April 2011 (PDF).
  5. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.