ProPublica

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ProPublica
Gründung 2007, New York City, USA
Sitz New York City, USA
Personen

Herbert Sandler, Paul E. Steiger

Aktionsraum Global
Schwerpunkt Journalismus
Methode Investigativer Journalismus
Website www.propublica.org

ProPublica ist ein 2007 in New York gegründeter, durch Stiftungen finanzierter US-amerikanischer Non-Profit-Newsdesk für investigativen Journalismus. Erklärtes Ziel der mit 32 festangestellten Journalisten und mehr als 2200 Freiwilligen[1] größten derartigen Organisation ist die Förderung des aus wirtschaftlichen Gründen vernachlässigten investigativen Journalismus in den USA.[2]

Inhaltsverzeichnis

Organisation und Finanzierung[Bearbeiten]

Gegründet wurde ProPublica im Oktober 2007 durch die kalifornischen Immobilien-Milliardäre Herbert und Marion Sandler, um den investigativen Journalismus in den USA zu fördern.[3] Mit einem von den Sandlers gespendeten Jahresbudget von 10 Mio. Dollar führen seit 2008 32 Journalisten aufwändige Recherchen durch. Als Chef vom Dienst des Magazins wurde Paul E. Steiger eingesetzt, der diese Position zuvor beim Wall Street Journal innehatte. Die bisher größte bekannte Recherche für den Artikel The Deadly Choices at Memorial nahm zwei Jahre in Anspruch und kostete rund 400.000 Dollar. Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem New York Times Magazine und wurde durch die Kaiser Family Foundation finanziell unterstützt.[4][5]

Ihre Recherchen bietet ProPublica häufig einer Redaktion vorab exklusiv und kostenlos an, danach ebenso honorarfrei mit einer Creative-Commons-Lizenz allen anderen Medien. Die Presseagentur Associated Press kündigte im Juni 2009 an, die angebotene Creative-Commons-Lizenz zu nutzen und die Recherchen von ProPublica über ihre Datenbank zu verbreiten.[6]

Verwaltungsrat[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Selden Ring Award for Investigative Reporting 2010 [7] (Preisgeld 35.000 US-Dollar) für die Reportage "Disposable Army" [8] von T. Christian Miller. In der laufend weitergeführten Reportage beschreibt Miller die lebensgefährliche Arbeit der zivilen Mitarbeiter im Irak und Afghanistan, die Aufgaben übernehmen, welche das US-Militär nicht übernehmen kann oder will. Die Reportage wurde u. a. von der LA Times, Washington Post sowie ABC News veröffentlicht.
  • Pulitzer-Preis für investigativen Journalismus 2010 für die Reportage "Deadly Choices at Memorial" von Sheri Fink.[9]

Veröffentlichte Recherchen (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. McKinsey, 14. Oktober 2009: Paul Steiger, Investigative reporting in the Web era
  2. MediaIte, 15. Juli 2009: Old Guard: At ProPublica, Charity Begins in the Newsroom
  3. New York Times, 15. Oktober 2007: Group Plans to Provide Investigative Journalism
  4. Editors Weblog: New York Times and ProPublica's biggest collaboration to date (englisch, abgerufen am 16. Januar 2010).
  5. Editor's Letter - New York Times (englisch, abgerufen am 16. Januar 2010).
  6. Associated Press Joins Steal Our Stories Movement, ProPublica, 13. Juni 2009
  7. University of Southern California, 22. Februar 2010: Selden Ring Award for Investigative Reporting 2010 (englisch, abgerufen am 27. Februar 2010).
  8. Pro Publica, 2010: "Disposable Army" (englisch, abgerufen am 27. Februar 2010).
  9. Pro Publica: Pulitzer Prize in Investigative Reporting: Deadly Choices at Memorial (englisch, abgerufen am 12. April 2010).