Promession

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Promession ist eine neu entwickelte Bestattungsmethode durch Gefriertrocknen und anschließendes Kompostieren der Leiche.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Die Methode basiert auf den Forschungsarbeiten der schwedischen Biologin Susanne Wiigh-Mäsak und wurde 2002 in 36 Ländern patentiert. Aktuell wird das Verfahren unter der Führung der Promessa Organnic AB in Nösund (Schweden) weiter entwickelt und zur Serienreife gebracht.[1]

[Bearbeiten] Verfahren

Das Bestattungsverfahren basiert auf einer Beschleunigung der Verwesungsprozesse sowie der Umwandlung von organischen zu anorganischen Substanzen mit Hilfe der Kryotechnik.

Beim Promessions-Verfahren wird der Körper des Verstorbenen zunächst auf -18°C abgekühlt. Danach wird dieser in einem Promator (integrierte Anlage zur Durchführung der Promession) in einem flüssigen Stickstoffbad auf -196°C weiter herabgekühlt. Der Körper befindet sich dann in einem spröden Zustand, so dass mittels einer Vibrationsbehandlung der Zerfall in ein feines, geruchsfreies und organisches Granulat ermöglicht wird. Diesem wird durch anschließende Gefriertrocknung die Flüssigkeit entzogen, so dass nur noch ca. 30% des ursprünglichen Körpergewichts verbleiben. Der so erreichte Zustand ermöglicht die zerstörungsfreie und umweltschonende Abtrennung von Metallpartikeln.[2] Das Granulat wird anschließend in einen kompostierbaren Sarg gefüllt und in ca. 50 cm Tiefe bestattet. Innerhalb eines Zeitraumes von 6-12 Monaten wird beides in Humus umgewandelt. Alternativ ist eine Zuführung des Granulats an ein Krematorium möglich. Die letztgenannte Möglichkeit verbindet den Vorteil der umweltverträglichen Separation von Schadstoffen wie Quecksilber mit der Gestaltungsoption der traditionellen Urnenbeisetzung.

Die ersten Promessionsanlagen sollten ab 2008 in Schweden, Deutschland, Großbritannien, Süd-Korea und Süd-Afrika in Betrieb genommen werden. Die Patente dafür wurden angemeldet, zum Einsatz kam es bisher nicht.[3] Die Begriffe Promession und Promator haben keine beschreibende Bedeutung sondern sind künstliche Begriffe. Die Begründerin dieses Prozesses bildete den Begriff aus dem englischen Wort Promise (deutsch für Verheißung, Versprechen, Hoffnung).[4]

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.promessa.org.uk/promession-process.php
  2. http://www.promessa.se/sachverhalt/so-funktioniert-es/?lang=de
  3. Meldung Tagesspiegel Oktober 2011
  4. Katherine Mariaca-Sullivan: When a Love One Dies: The Complete Guide to Preparing a Dignified and Meaningful Goodbye, Kaleidoscope Books, ISBN 0983232415, Seite 146ff
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