Frankfurter Allgemeine Zeitung

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Frankfurter Allgemeine Zeitung – F.A.Z.
FAZ-Logo
Beschreibung Abonnement-Tageszeitung
Verlag Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH
Erstausgabe 1. November 1949
Erscheinungsweise werktäglich (FAS sonntags)
Verkaufte Auflage
(IVW 2/2014, Mo–Sa/So)
306.779/319.298 Exemplare
Herausgeber Werner D’Inka
Berthold Kohler
Günther Nonnenmacher
Holger Steltzner
Geschäftsführer Thomas Lindner (Vorsitzender), Burkhard Petzold
Weblink FAZ.net
Artikelarchiv FAZ-Archiv
ISSN 0174-4909
Redaktionsgebäude, Hellerhofstr. 9, Frankfurt am Main
Verlagsgebäude, Hellerhofstr. 2–4, Frankfurt am Main

Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ, Eigenschreibweise F.A.Z.) ist eine überregionale deutsche Abonnement-Tageszeitung. Die FAZ hat die Rechtsform einer GmbH.[1] Sie gehört mehrheitlich (zu 93,7 %) der Fazit-Stiftung.

Die verkaufte Auflage beträgt 306.779 Exemplare.[2] Die Zeitung hat die höchste Auslandsverbreitung aller deutschen Zeitungen (abgesehen von Boulevardblättern). Ihre Hauptkonkurrentinnen sind Die Welt und die Süddeutsche Zeitung.

Die Linie der Zeitung wird nicht von einem Chefredakteur, sondern von den Herausgebern kollegial bestimmt.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gründung der FAZ im Jahr 1949 geht auf einen Beschluss der Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (Wipog) zurück, eines zwei Jahre zuvor gegründeten Vereins von Unternehmern, die ihre Interessen in der Öffentlichkeit stärker vertreten sehen wollten.[3] Gründungsherausgeber der FAZ waren Hans Baumgarten, Erich Dombrowski, Karl Korn, Paul Sethe und Erich Welter. Einige Redakteure der FAZ arbeiteten zuvor schon bei der 1943 verbotenen Frankfurter Zeitung und bei der Allgemeinen Zeitung in Mainz.[4] Die erste Ausgabe der Zeitung erschien am 1. November 1949.[5] Auf der Titelseite dieser Ausgabe hieß es unter der Überschrift „Zeitung für Deutschland“: „Unsere Leser haben heute die erste Nummer der ‚Frankfurter Allgemeinen Zeitung‘ vor sich. Dieses Blatt setzt die journalistische Arbeit fort, die in Mainz mit der ‚Allgemeinen Zeitung‘ begonnen worden ist. Aber es knüpft zugleich den Anfang zu einem neuen Werk.“[6]

Laut eigener Darstellung sieht sich die Zeitung nicht als direkte Nachfolgerin der Frankfurter Zeitung. So konnte man in der ersten Ausgabe lesen: „Aus der Tatsache, daß einige unserer Mitarbeiter früher der Redaktion der ‚Frankfurter Zeitung‘ angehört haben, ist vielfach geschlossen worden, hier werde der Versuch gemacht, die Nachfolgeschaft dieses Blattes anzutreten. Eine solche Annahme verkennt unsere Absichten. Wie jeder, so haben auch wir die hohen Qualitäten dieses Blattes bewundert; … Aber der Respekt vor einer hervorragenden Leistung bedeutet noch nicht den Wunsch, sie zu kopieren.“[7] Der Titel Frankfurter Zeitung wurde jedoch von der FAZ für sich markenrechtlich geschützt.[8] Jahre später wurde die Marke FAZ geschützt.[9]

Bis zum 30. September 1950 wurde die FAZ in Mainz gedruckt. Eine erste Anfrage, die FAZ in der von der Frankfurter Rundschau gepachteten Societäts-Druckerei herstellen zu lassen, gab es 1949, doch lehnte der in seine Rechte als Miteigentümer der Druckerei und der Frankfurter Zeitung wiedereingesetzte Kurt Simon dies ab. Die Herausgeber Erich Welter und Paul Sethe seien im Sinne nationalsozialistischer Zielsetzung zu stark engagiert gewesen. Schließlich brachte man es aber doch fertig, vom Herbst 1950 an die FAZ in der Societäts-Druckerei herstellen zu lassen. Im Jahr 1987 wurde in der Hellerhofstraße ein neues Redaktionsgebäude fertiggestellt, das der Architekt A.C. Walter geplant hat. 1989 übernahm die Fazit-Stiftung die Mehrheit der Societäts-Druckerei.[10]

Die Macher der FAZ (und viele Leser) wehrten sich lange Zeit gegen eine Überarbeitung des eher schlichten, ruhigen Erscheinungsbildes. Titelbilder in der FAZ blieben traditionell die Ausnahme und die Einführung farbiger Informationsgrafiken und Fotografien wurde kontrovers diskutiert. Seit dem 5. Oktober 2007 erscheint die Zeitung in einer optisch überarbeiteten, moderneren Aufmachung: Es entfielen dabei unter anderem die Fraktur-Überschriften über den Kommentaren sowie die Linien zwischen den einzelnen Spalten. Die erste Seite erhielt ein farbiges Titelbild, wie auch die Abbildungen im Innenteil der Zeitung nach Möglichkeit farbig gehalten sind. Kästen mit zunehmend kürzeren Erläuterungen zu einzelnen Stichwörtern werden häufiger eingesetzt. Damit reagierte das Herausgebergremium auf anhaltende Auflagenverluste.[11]

Seit dem 20. April 2011 ist die FAZ auch als ePaper auf dem iPad verfügbar.

Profil[Bearbeiten]

Die FAZ verfügt mit 41 Auslandskorrespondenten über eines der größten Korrespondentennetzwerke der Welt. In größeren Metropolen (Brüssel (4), London (4), Madrid (2), Moskau (2), New York (3), Paris (2), Peking (2), Rom (2), Washington (2), Wien (2)) gibt es mehrere spezialisierte Auslandskorrespondenten für Politik, Wirtschaft und Feuilleton. Seit 2001 leitet Klaus-Dieter Frankenberger das Ressort für Außenpolitik.

Im Inland unterhält die F.A.Z. (ausgenommen Rhein-Main-Zeitung) Redaktionsbüros in Berlin, Bonn, Dresden, Düsseldorf, Hamburg, Hannover, Kassel, Leipzig, München, Stuttgart und Wiesbaden.

Die FAZ verkaufte im Zuge der Konzentration auf die Kernkompetenz im September 2005 ihre Buchverlage Kösel-Verlag und Deutsche Verlags-Anstalt mit dem Manesse Verlag an Random House. 2006 stieß die FAZ Buch- und Zeitschriftenverlag den Kunstbuchverlag Prestel ab. Nach wie vor erscheinen FAZ-Bücher im so genannten FAZ-Institut.

Die FAZ gilt als bürgerlich-konservatives Medium.[12]

Wirtschaftliche Entwicklung[Bearbeiten]

Im Geschäftsjahr 2012 machte die Verlagsgesellschaft durch den weiteren Rückgang der Anzeigenerlöse einen Verlust von 4,3 Millionen Euro, nachdem im Vorjahr durch den Verkauf von Vermögen noch ein Ertrag von 19,3 Millionen Euro erwirtschaftet worden war.[13] 2013 stieg das Defizit weiter an, auch der Umsatz ging zurück.[14] Zum Ausgleich wurde Anfang 2014 die Seitenzahl der Zeitung reduziert, damit verbunden sind Personaleinsparungen in der Redaktion.

Am 16. September 2014 kündigte die FAZ an, bis 2017 jährlich 20 Millionen Euro einsparen zu wollen und bis zu 200 von 900 Stellen zu streichen.[15]

Die FAZ hat in den vergangenen Jahren an Auflage verloren. Die verkaufte Auflage ist seit 1998 um 23,4 Prozent gesunken.[16] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei rund 65 Prozent. Die Einnahmen aus dem Vertrieb stiegen aber leicht.[13]

Entwicklung der verkauften Auflage[17]


Gesellschaftliche Wirkung[Bearbeiten]

Die FAZ spielt in vielen gesellschaftspolitischen Diskussionen eine meinungsbildende Rolle und löste sie öfter grundlegend aus. So veröffentlichte sie etwa wesentliche Debattenbeiträge des Historikerstreits, unter anderem von Ernst Nolte und Michael Stürmer, zuerst. Sie stieß auch die Debatte über Martin Walsers Roman Tod eines Kritikers an, als Frank Schirrmacher einen Vorabdruck verweigerte – der Vorabdruck von Walsers Romanen hatte eine gewisse Tradition in der FAZ –, und in Form eines offenen Briefs eine ausführliche Begründung dafür veröffentlichte, die der Rezension eines noch nicht veröffentlichten Buchs gleichkam.[18] 2006 fand ein Interview Aufsehen, das Günter Grass der FAZ bereitwillig gegeben hatte und in dem er kurz vor der Veröffentlichung seiner Memoiren erstmals öffentlich von seiner Waffen-SS-Mitgliedschaft berichtete.

In der Diskussion über die Rechtschreibreform von 1996 spielten Beiträge von FAZ-Redakteuren und Gastautoren eine wichtige Rolle. Die Zeitung berichtete nicht nur über die Entwicklungen, sondern griff auch aktiv in die Debatte zugunsten der alten Rechtschreibung ein.

Nach einer anfänglichen Umstellung zum 1. August 1999 auf die reformierte Rechtschreibung kehrte die Redaktion nach einem Jahr (zum 1. August 2000) wieder zur bisherigen Rechtschreibung zurück. Nach den Überarbeitungen des Regelwerkes durch den Rat für deutsche Rechtschreibung änderte die FAZ ihre Orthographie schließlich wieder in Richtung auf die Reform und druckt seit 1. Januar 2007 nach einer Hausorthographie, basierend auf der neuen deutschen Rechtschreibung, jedoch mit einigen Modifikationen.[19]

Durch das zwischenzeitliche Beharren auf der „bewährten“ Schreibweise (der sich 2005 auch Der Spiegel, der Axel-Springer-Verlag und die Süddeutsche Zeitung vorübergehend anschlossen) wollte die Redaktion unter anderem Druck auf den Rat für deutsche Rechtschreibung ausüben, die in ihren Augen groben Fehler der Reform zu korrigieren.

Mit seinem 2004 erschienenen Buch „Das Methusalem-Komplott“ und einer Reihe Artikeln beteiligte sich der 2014 verstorbene Mitherausgeber der Zeitung, Frank Schirrmacher, an der Diskussion über die Überalterung der deutschen Gesellschaft (siehe auch Demografie Deutschlands) und die damit einhergehenden sozialen, wirtschaftlichen, politischen und städtebaulichen Folgen.

Eine Sonderstellung für die gesellschaftspolitische Bedeutung der FAZ nimmt die Leserbriefseite der Zeitung ein, auf der sich oft prominente Diskussionsteilnehmer zu Wort melden.

Herausgeber[Bearbeiten]

Ehemalige Herausgeber

In der Geschichte der FAZ kam es zu zwei Entlassungen von Herausgebern, der von Jürgen Tern im Jahr 1970 und der von Hugo Müller-Vogg im Jahr 2001. Bei beiden gab es nur vage beziehungsweise gar keine offiziellen Begründungen.

Bekannte Mitarbeiter[Bearbeiten]

Ehemalige Mitarbeiter[Bearbeiten]

Fotografen[Bearbeiten]

Preisträger der FAZ bei Journalistenpreisen[Bearbeiten]

Theodor-Wolff-Preis:

Verwandte Publikationen[Bearbeiten]

Berliner Seiten[Bearbeiten]

Die „Berliner Seiten“ waren eine in Berlin produzierte, in der Regel sechsseitige feuilletonistische Beilage der FAZ. Die Redaktion wurde von Florian Illies geleitet. Die „Berliner Seiten“ erschienen am 1. September 1999 zum ersten Mal und wurden im Sommer 2002 wieder eingestellt, nachdem sich die Erwartung der FAZ, mit der Beilage die Zahl der Berliner Abonnenten nennenswert zu steigern, nicht erfüllt hatte.

FAZ.NET[Bearbeiten]

Seit Januar 2001 ist die FAZ mit einem eigenständigen redaktionellen Nachrichten-Portal im Internet vertreten. 2006 hat FAZ.NET erstmals an der Erhebung der Arbeitsgemeinschaft Online-Forschung (AGOF) teilgenommen und verzeichnet die größte Reichweite deutscher Qualitätszeitungen bei Internetnutzern: 1,32 Millionen/Monat. 65 % sind männlich, die Hälfte hat Abitur. Im Jahr 2008 verzeichnete FAZ.NET laut den Ergebnissen der Studie AGOF Internet Facts 2009-I 2 Mio. Besucher pro Monat. Ab dem 17. November 2007 erhielt die Internetseite der FAZ ein verändertes Seitenlayout.

Im Oktober 2011 kam es zu einer weiteren Überarbeitung des Layouts von FAZ.NET. Nach dieser Überarbeitung ähnelt die Website dem Aussehen der Printausgabe. So wich das eigene, moderner gestaltete Logo von FAZ.NET dem bekannten Frakturschrift-Kopf der gedruckten Zeitung, dem seit seinem ersten Erscheinen etablierten Markenzeichen des Organs. Eine Überarbeitung erfuhr dabei auch die Darstellung der Leserkommentare. Diese waren vor der Umstellung unter dem Artikel und konnten positiv wie negativ bewertet werden. Nach der Umstellung befanden sich die Kommentare in einem dafür vorgesehenen Reiter, außerdem war es nicht mehr möglich Leserkommentare negativ zu bewerten.

Zum Ende des Jahres 2013 soll bei FAZ.NET ähnlich wie bei der SZ der große Teil der Online-Angebote kostenpflichtig sein, „nur die Grundversorgung mit Nachrichten soll noch frei zugänglich sein.“[20]

Frankfurter Anthologie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Frankfurter Anthologie

Die Frankfurter Anthologie ist eine Sammlung deutschsprachiger Gedichte mit Interpretationen, die von Marcel Reich-Ranicki im Jahr 1974 begründet wurde.

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS)[Bearbeiten]

Das Logo der FAS

Die FAS (Eigenschreibweise F.A.S.) ist die Sonntagszeitung der FAZ. Ursprünglich nur als Regionalzeitung in der Region Rhein-Main vertrieben, ist sie seit dem 30. September 2001 bundesweit erhältlich. Trotz der gemeinsamen Nutzung wie z. B. der redaktionellen Ressourcen tritt die FAS eigenständig auf und verfügt über 50 weitere eigene Redakteure. Das Erscheinungsbild unterscheidet sich deutlich von der FAZ in der Satzgestaltung, der durchgängigen Vierfarbigkeit und einer eigenen Brotschrift, der Janson. Ein Erkennungsmerkmal sind auch die oft eingesetzten, kleinen Illustrationen am Artikelanfang, sogenannte Vignetten, die unter anderem von dem Illustrator Bengt Fosshag stammen.

Die Reichweite (Anzahl der Leser) der FAS übertrifft mittlerweile die durchschnittliche Tagesreichweite des Mutterblattes. Gemäß AWA 2009 erreicht die FAS 1,17 Millionen Leser, das entspricht einer Reichweite von 1,8 % in der Gesamtbevölkerung.[21] Die verkaufte Auflage der FAS liegt bei 319.298 Exemplaren.[22]

Die FAS hat seit ihrer Gründung stark an Auflage gewonnen. Die verkaufte Auflage ist seit 2001 um 29 Prozent gestiegen.[23] Der Anteil der Abonnements an der verkauften Auflage liegt bei rund 55 Prozent.

Entwicklung der verkauften Auflage[24]


Hochschulanzeiger[Bearbeiten]

Der Hochschulanzeiger ist eine Zeitschrift, die sechsmal jährlich im Verlag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erscheint. Er wendet sich speziell an Studenten, Hochschulabsolventen und Berufseinsteiger, die sich über Branchen und Unternehmen informieren wollen, ihren zukünftigen Arbeitgeber suchen oder Tipps für die Bewerbung wünschen. Er kann einzeln oder zusammen mit einem Studentenabonnement der FAZ abonniert werden. Außerdem ist er am Kiosk erhältlich. Zwei Wochen nach Erscheinungstermin wird er kostenlos an vielen Hochschulen in Deutschland und Österreich verteilt bzw. dort ausgelegt. Die verbreitete Auflage des Hochschulanzeigers beträgt 216.839 Exemplare, davon 99.839 verkauft (IVW 4/2009).

Bilder und Zeiten[Bearbeiten]

Bis Ende 2001 war Bilder und Zeiten die Tiefdruckbeilage zur Samstagsausgabe der FAZ. Sie zeichnete sich durch längere Artikel des Ressorts Feuilleton (insbesondere Literatur) aus. Die Beilage war großformatig schwarz-weiß bebildert. Zu erinnern ist insbesondere an die Fotos von Barbara Klemm, die hier regelmäßig erschienen. Im November 2006 wurde Bilder und Zeiten zumindest als Name wiederbelebt: die neue Samstagsbeilage erscheint allerdings in gewöhnlichem Zeitungsdruck und modernisiert gestaltet. Verantwortlicher Redakteur ist Andreas Platthaus. Bilder und Zeiten wurde Ende 2012 als Beilage eingestellt; die bisher dort erschienenen Rubriken wurden in das Feuilleton aufgenommen. Im Internet werden die bisher in der Beilage erschienenen Beiträge noch unter altem Namen bereitgestellt.[25]

FAZ Weekly (eingestellt)[Bearbeiten]

Die FAZ Weekly war die englischsprachige Wochenzeitung der FAZ. Sie fasste hauptsächlich Leitartikel der Tageszeitung zusammen und lag jeweils freitags der International Herald Tribune bei. Sie erschien von Sommer 2002 bis zur Jahresmitte 2005. Vom 3. April 2000 bis zum 29. Juni 2002 hatte es sogar eine tägliche erscheinende Beilage FAZ English Edition gegeben.

FAZ Podcast[Bearbeiten]

In Verbindung mit FAZ Audio-Dossiers und der Audioausgabe erscheinen seit Mai 2006 in regelmäßigen Abständen Podcasts der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

FAZ Audio-Dossiers[Bearbeiten]

FAZ Audio-Dossiers bündeln Berichte der FAZ oder der Sonntagszeitung zu einem Thema. Sie erscheinen monatlich und haben durch ihre thematische Dichte und die Qualität der Texte den Charakter von Hörbüchern. Die Laufzeit beträgt jeweils etwa zwei Stunden. Auszüge aus dem aktuellen Audio-Dossiers werden gleichzeitig als kostenlose Podcasts veröffentlicht.

FAZ Audioausgabe[Bearbeiten]

Die Audioausgabe der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für das Hören via (Mobil-)Telefon erscheint werktäglich mit den wichtigsten Kommentaren der FAZ. Sie ermöglicht auch Blinden und Sehbehinderten einen leichten Zugang.

Diese Hörzeitung ist 30 bis 40 Minuten lang hörbar. Die Navigation erfolgt über die Tastatur.

FAZ-Magazin[Bearbeiten]

Das FAZ-Magazin erschien freitags als wöchentliches farbiges Beilagenheft – dem Zeit-Magazin ähnlich – mit vorzugsweise kulturellen und biographischen Themen in 1008 Ausgaben vom 7. März 1980 bis zum 25. Juni 1999.[26] Als eigenständiges Verlagsprodukt wurde es zuletzt von einer etwa 20-köpfigen Redaktion unter Thomas Schröder als Chefredakteur hergestellt. Regelmäßig schrieb Johannes Gross eine Kolumne.

Am 23. Februar 2013 ist erstmals ein neues FAZ-Magazin erschienen, das aus dem bisher gemeinsam mit der NZZ herausgegebenen Mode- und Lifestylemagazin „Z“ hervorgeht. Es soll im Jahr 2013 achtmal samstags erscheinen und behandelt die Themen Mode, Design, Reise, Beauty, Kunstmarkt und Kulinarik.[27] Im Editorial zur Ausgabe vom 23. Februar 2013 heißt es: „Bei all dem Zuspruch lässt sich unser Supplement, das in diesem Jahr acht Mal der Zeitung beiliegt, schon von Erscheinungsweise, Format und Themenspektrum her nicht mit dem im Jahr 1999 eingestellten Vorläufer gleichsetzen. Die Zeiten ändern sich, die Zeitschriften auch. Mit Themen rund um Lebensstil, Populärkultur und Gesellschaft werden wir neue Seiten aufschlagen.“

Chrismon[Bearbeiten]

Seit 2008 legt auch die FAZ monatlich das geheftete Chrismon-Magazin der evangelischen Kirche bei.

Weitere Geschäftsfelder[Bearbeiten]

Der Verlag diversifiziert seine Aktivitäten um aus intern vorhandenen Kompetenzen zusätzliche Erlöse zu generieren.

Frankfurter Allgemeine Archiv[Bearbeiten]

Das Archiv der FAZ ist mit über 45 Millionen Artikeln eines der umfangreichsten Pressearchive der Welt. Seine Dokumentare verfügen über eine große Pressedatenbank mit Dokumenten aus mehr als 200 Quellen sowie über spezialisierte Wissensdatenbanken. Das Archiv ist das Informationszentrum der Zeitung, dessen vorrangige Aufgabe darin besteht, die Redaktion mit Fakten und Hintergrundinformationen zu versorgen. Daneben bietet es Informationsangebote und -dienstleistungen für externe Kunden an (u. a. Online-Archiv mit Artikeln ab 1993, Jahrgangs-, Länder- und Themen-CD-ROMs, Audio-Dossiers, Vermarktung von Nachdruck- und Nutzungsrechten, Bereitstellung des Online-Archivs für Bibliotheken und Unternehmen, Termindienste).

Klassiker der Comic-Literatur[Bearbeiten]

In den Jahren 2005 (Beginn mit Superman) und 2006 (Abschluss mit Lucky Luke) veröffentlichte die FAZ in Zusammenarbeit mit Panini Comics 20 Bände bekannter Comicserien. Die redaktionelle Betreuung erfolgte durch den Journalisten und Autor Andreas Platthaus.[28][29]

FAZ-Forum[Bearbeiten]

Die Verlagsgruppe veranstaltet Fachkongresse, bei denen neben externen Referenten auch redaktionelle Mitarbeiter der Zeitung ihr Fachwissen für die Teilnehmer aufbereiten.

Frankfurter Allgemeine Business School[Bearbeiten]

Unter dem Titel Frankfurter Allgemeine Business School wird berufliche Weiterbildung im Bereich Wirtschaft und Management angeboten.

Wettbewerber[Bearbeiten]

Wichtigste überregionale deutsche Konkurrenzblätter sind die Süddeutsche Zeitung und Die Welt. Die Frankfurter Rundschau war traditionell der regionale Wettbewerber, wurde aber im Zuge der Insolvenz durch die FAZ übernommen und wird unter dem Dach des Verlages weitergeführt. Ebenfalls zum Konzern gehört die Frankfurter Neue Presse, die im Umland von Frankfurt unter verschiedenen lokalen Kopfblättern erscheint.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  •  Die Frankfurter Allgemeine. Die Trutzburg der glücklichen Krieger wider den Zeitgeist. In: Spiegel Reporter. Der Spiegel, Hamburg Dezember 1999.
  •  Alles über die Zeitung. Frankfurter Allgemeine, Zeitung für Deutschland. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt am Main 2008 (Erstauflage 1974).
  •  Die Redaktion stellt sich vor. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. Frankfurt am Main 2004, ISSN 0174-4909..
  •  Friedemann Siering: Zeitung für Deutschland. Die Gründergeneration der Frankfurter Allgemeinen. In: Lutz Hachmeister, Friedemann Siering (Hrsg.): Die Herren Journalisten. Die Elite der deutschen Presse nach 1945. C. H. Beck, München 2002, ISBN 3-406-47597-3 (Beck’sche Reihe 1457).
  •  Hermannus Pfeiffer (Hrsg.): Die FAZ. Nachforschungen über ein Zentralorgan. Pahl-Rugenstein, Köln 1988, ISBN 3-7609-1202-8. In: Kleine Bibliothek. Band 489 Politik und Zeitgeschichte.
  •  Alfred Estermann im Auftrag der Frankfurter Sparkasse (Hrsg.): Zeitungsstadt Frankfurt am Main. Zur Geschichte der Frankfurter Presse in fünf Jahrhunderten. Frankfurt am Main 1994, ISBN 3-89282-028-7 (zu beiden Ausstellungen: «Zeitungsstadt Frankfurt am Main», I: „Von Krieg und Frieden“ – Die Tageszeitungen und die Wochenpresse und Zeitungsstadt Frankfurt am Main und II: „Zum Nutzen und Vergnügen“ – Die Zeitschriften, Magazine und Unterhaltungsblätter, März–Juni 1994, September–Dezember 1994, Historisches Museum Frankfurt).
  •  Frankfurter Allgemeine Zeitung für Deutschland (Hrsg.): Die Reform als Diktat. Zur Auseinandersetzung über die deutsche Rechtschreibung. 1. Auflage. Frankfurter Allgemeine Zeitung, Frankfurt am Main 2000 (ohne ISBN).
  •  Alexander S. Neu: Die Jugoslawien-Kriegsberichterstattung der Times und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Ein Vergleich. Nomos, Baden-Baden 2004, ISBN 3-8329-0797-1.
  •  Christian-Matthias Pohlert (Hrsg.): Bilder in der Zeitung. Journalistische Fotografie 1949–1999. Keyser, München 1999, ISBN 3-87405-247-8 (Stellt zum 50-jährigen Erscheinen etwa 50 der wichtigsten für die FAZ tätigen Fotografen mit herausragenden Werkbeispielen vor.).

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Frankfurter Allgemeine Zeitung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. FAZ-Impressum. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 11. September 2012, abgerufen am 11. September 2012 (bestätigt durch eine Auskunft der FAZ GmbH per E-Mail an Benutzer:Aschmidt vom 13. September 2011).
  2. laut IVW, zweites Quartal 2014, Mo–Sa (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  3. Katharina Heimeier: Eigentümerstrukturen deutscher Zeitungsverlage. De Gruyter, Berlin 2013, ISBN 978-3110301564. S. 197.
  4. Frank Schmidt-Wyk: Zeitung für Deutschland aus Mainz. In: Allgemeine Zeitung Mainz. vom 28. Juli 2010, abgerufen am 26. Mai 2011.
  5. Titelseite der ersten FAZ. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 1. November 1949, abgerufen am 27. April 2010 (PDF; 373 kB).
  6. Frank Schmidt-Wyk: Zeitung für Deutschland aus Mainz. Allgemeine Zeitung Mainz, 28. Juli 2010, S. 2, abgerufen am 26. Mai 2011.
  7. Rüdiger Dohrendorf: Zum publizistischen Profil der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“. Lang, Frankfurt am Main 1990, ISBN 3-631-43179-1, S. 9.
  8. Markenregister
  9. Markenregister
  10. Astrid von Pufendorf: Otto Klepper (1888–1957). Deutscher Patriot und Weltbürger, Oldenbourg Verlag, München 1997, S. 261 u. 279
  11. Markus Brauck: RatzFAZ. In: Der Spiegel. vom 24. September 2007, S. 90–92.
  12. Katja Hanke: Die Tageszeitungen Deutschlands. Goethe Institut, November 2011, abgerufen am 18. Februar 2013: „Das bürgerlich-konservative Blatt berichtet aber nicht nur ausführlich über Unternehmen, sondern umfangreicher als andere über außenpolitische Themen.“
  13. a b Spiegel Online: Rückgang im Anzeigengeschäft: „FAZ“-Gruppe schreibt Millionenverlust, 11. Juni 2013
  14. Handelsblatt: FAZ rutscht noch tiefer in die roten Zahlen, 19. Mai 2014
  15. hr-online.de: "FAZ" streicht bis zu 200 Stellen
  16. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  17. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  18. Frank Schirrmacher: Lieber Martin Walser, Ihr Buch werden wir nicht drucken…, in: „FAZ“ v. 29. Mai 2002.
  19. Zur Ankündigung vom 1. Dezember 2006, vgl. Brief von FAZ-Herausgeber Werner D’Inka zur FAZ-Umstellung auf die Reformschreibung, „Das 'ß’ ist kein Dogma“ – FAZ-Herausgeber Werner D’Inka im tagesschau.de-Interview, F.A.Z. paßt Rechtschreibung an. In: FAZ. Nr. 281 vom 2. Dezember 2006, S. 2.
  20. Der SPIEGEL 32/2013, S. 56 ff.
  21. AWA Wochenzeitungen 2009. Abgerufen am 14. Dezember 2009.
  22. laut IVW, zweites Quartal 2014, So (Details und Quartalsvergleich auf ivw.eu)
  23. laut IVW, (Details auf ivw.eu)
  24. laut IVW, jeweils viertes Quartal (Details auf ivw.eu)
  25. http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bilder-und-zeiten/
  26. Datensatz zur Publikation von Genios Deutsche Wirtschaftsdatenbank GmbH
  27. Neues „Frankfurter Allgemeine Magazin“ In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 6. Dezember 2012.
  28. F.A.Z.-Edition: Was sind Klassiker der Comic-Literatur? (23. September 2005), Zugriff am 1. November 2012
  29. Sammeln Sie die Klassiker der Comic-Literatur, Werbebroschüre der F.A.Z., August 2005