Proxy (Klimaforschung)

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Die Grafiken zeigen die globalen Temperaturen von 2 verschiedenen Perioden (Hansen und Sato, 2011). Die obere Grafik zeigt die Oberflächentemperaturen der letzten 5.3 Millionen Jahre, die anhand von Bohrkernen aus Meeressedimenten bestimmt wurden. Die letzten 800.000 Jahre werden in der unteren Grafik dargestellt. Die Autoren merken an, dass die Ozeansedimente eine bessere Bestimmung der Temperaturen der Vergangenheit zulassen. Am Beginn des Pliozän war die Durchschnittstemperatur etwa 2°C höher als Heute und dazu der Meeresspiegel 15-25 Meter erhöht.[1]

Ein Klimaproxy (englisch proxy „Stellvertreter“) ist ein indirekter Anzeiger des Klimas, der in natürlichen Archiven wie Baumringen, Stalagmiten, Eisbohrkernen, Korallen, See- oder Ozeansedimenten, Pollen oder menschlichen Archiven wie historischen Aufzeichnungen oder Tagebüchern aufgezeichnet wurde. Klimaproxys können zur Rekonstruktion des Klimas der Vergangenheit herangezogen werden, als noch keine instrumentelle Aufzeichnung existierte.

Klimaproxys müssen in der Regel an instrumentelle Daten kalibriert sein, um ein quantitatives Bild vergangener Klimazustände gewinnen zu können.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Referenzen[Bearbeiten]

  1. IPCC: 6.3.2 What Does the Record of the Mid-Pliocene Show?. In: Climate Change 2007: Working Group I: The Physical Science Basis. Cambridge University Press, 2007.