Publius Rutilius Rufus

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Publius Rutilius Rufus (* um 158 v. Chr.; † 78 v. Chr. in Smyrna) war ein römischer Politiker der späten Republik.

Rufus, vielleicht Sohn des Volkstribunen (169 v. Chr.) Publius Rutilius, war von 134 bis 132 v. Chr. Militärtribun in Spanien unter Scipio Aemilianus. Etwa 118 v. Chr. war er Prätor, 113 v. Chr. Gesandter in Kreta, von 109 bis 107 v. Chr. Legat unter Quintus Caecilius Metellus Numidicus im Jugurthinischen Krieg, wo er militärisch erfolgreich operierte.

105 v. Chr. wurde Rufus Konsul und organisierte die Abwehrmaßnahmen nach der Niederlage gegen die Kimbern und Teutonen bei Arausio. Er war einer der wichtigsten Verbündeten des Gaius Marius in dessen Zeit als Konsul (104–100 v. Chr.).

Wohl 94 v. Chr. war er Legat in der Provinz Asia und geriet über die strenge Behandlung der Provinz in einen Konflikt mit den aus dem Ritterstand stammenden Steuerpächtern. 92 v. Chr. wurde er wegen angeblichen Amtsmissbrauchs angeklagt und von einem mit Rittern besetzten Gerichtshof verurteilt. Er ging ins Exil nach Smyrna, einer Stadt in der Provinz, die er angeblich ausgeplündert hatte, und blieb dort freiwillig auch nach seiner vollständigen Rehabilitation. Kurz vor seinem Tod besuchte ihn Marcus Tullius Cicero, dem wir viel unseres Wissens über Rufus verdanken. In Smyrna starb Publius Rutilius Rufus im Jahre 78 v. Chr.

Rutilius war stoisch gebildet (unter anderem bei Panaitios). Er schrieb ein stark autobiografisch gefärbtes Geschichtswerk.

Literatur[Bearbeiten]

  • Francesca Alesse: Rutilius Rufus (Publius). In: Richard Goulet (Hrsg.): Dictionnaire des philosophes antiques, Band 5, Teil 2 (= V b), CNRS Éditions, Paris 2012, ISBN 978-2-271-07399-0, S. 1818–1819