Puelche (Volksgruppe)

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Puelche (aus dem Mapudungun: pwelche - Leute des Ostens) war die Bezeichnung der Mapuche für eine indigene Volksgruppe im Süden Südamerikas. Er umfasste zwei eng verwandte Einzelvölker, die Het in der Pampa und die Gennakenk (nördliche Tehuelche) in Patagonien.

Beide Völker besiedelten den gesamten Süden des heutigen Argentinien (etwa südlich einer Linie Buenos Aires - Mendoza) und lebten nomadisch, wobei sie ab dem 18. Jahrhundert - von den Spaniern und Mapuche beeinflusst - auch Pferde- und Rinderzucht betrieben. Zudem besaßen sie eine oder mehrere eigene Sprachen (Variation einer Pano-Sprache) und tauschten sich mit ihren Nachbarvolksgruppen aus. Als gute Läufer und später Reiter jagten sie Guanakos und Nandus, wobei sie mit Speeren und Boleadoras bewaffnet waren.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gingen sie in den Mapuche auf und wurden von diesen absorbiert.