Häuptling

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Sitting Bull: Klischee für den Häuptling schlechthin? Lakota-Häuptlinge waren kraft ihrer Taten geachtete Anführer, deren Machtbefugnisse gering, zweckgebunden und zeitlich begrenzt waren.[1]
Moderner Aschanti-Häuptling aus Ghana: Anerkannte traditionelle Machtbefugnisse innerhalb einer Demokratie.
Tukukino, ein Maori-Häuptling. Polynesische Häuptlinge erbten ihren Status, galten als Abkömmlinge der Götter und hatten weitgehende autokratische Machtbefugnisse.[2]

Mit Häuptling wird ein – vermeintlich oder tatsächlich – führendes Mitglied einer Gesellschaft ohne ausgeprägtes Staatswesen (einer Stammesgesellschaft[3] oder eines Häuptlingstumes) bezeichnet.[4] Im Zuge des Kolonialismus hatten die Europäer diese Bezeichnung als undifferenzierten Sammelbegriff für die angeblich höchstgestellte Person innerhalb der sehr unterschiedlichen Herrschaftsformen der Eroberten eingeführt. Dies geschah vor allem, um die unbekannten Sozialstrukturen der Fremden an Bekanntes (Heerführer, Fürsten, Könige u.s.w.) anzupassen; aber auch, um bestimmte Personen zur kollektiven Verantwortung ziehen zu können. Obwohl Status, Autorität und Machtbefugnisse eines „Häuptlings" je nach Ethnie vollkommen unterschiedlich waren und sind, wird der Begriff immer noch verwendet.

Als Entsprechung zum englischen chief („Chef“) in der Übersetzung der Werke des US-amerikanischen Schriftstellers James Fenimore Cooper verbreitete sich die Bezeichnung Häuptling in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts im deutschen Sprachraum, mit der allgemeinen Bedeutung „Oberhaupt eines (halb)wilden Volksstammes“ (französisch chef de tribu „Stammes-Chef“). Coopers geschichtliche Romane beschrieben zu einem erheblichen Teil die Kultur einiger Indianer Nordamerikas und prägten das deutsche Indianerbild mit.

Über die englisch­sprachige Sozialanthropologie und später Politikethnologie wurde der Ausdruck auch in Europa zu einem Schlüsselbegriff zur Beschreibung der Europäischen Frühgeschichte.[5] Der Begriff wird auch in der Ethnologie trotz seiner Vorgeschichte und mangels Alternativen zum Teil immer noch verwendet.

In der deutschen Geschichte ist „Häuptling“ die Bezeichnung des Anführers ostfriesischer Volksgruppen im 14. bis 17. Jahrhundert im Nordwesten Deutschlands (siehe Ostfriesische Häuptlinge).

Ursprünge der Bezeichnung[Bearbeiten]

Das deutsche Wort Häuptling, gebildet aus dem Wort Haupt und der Endung -ling, hat Entsprechungen (Wortgleichungen) in mehreren anderen germanischen Sprachen und ist zuerst im Altfriesischen bezeugt, wo hâvding oder hâvdling ein Mitglied des friesischen Adels bezeichnet.[6] Hâvding (hauding) bezeichnete zunächst eine führende Person in einem Prozess oder einen Anführer in einem Fehde- oder Militärverband, dann ein führendes Mitglied des Adels. Im Mittelniederdeutschen gibt es mit entsprechender Bedeutung das Wort hovetling.[7] Ab 1358 ist das Wort als ein Titel friesischer Machthaber und Standesherren belegt. Das niederländische Wort hoofdeling hat noch heute diese Bedeutung, und in seiner hochdeutschen Form Häuptling wird es allein in diesem Sinne auch von Johann Christoph Adelung in seinem Grammatisch-kritischen Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart angeführt (2. Auflage 1796). Die Autoren des Grimmschen Deutschen Wörterbuchs (Band 10 bei dtv, ursprünglich Band 4,2, 1877) weisen aber bereits auf einen erweiterten Gebrauch hin, so etwa durch Johann Wolfgang von Goethe und durch Ludwig Uhland:[6] (Tarfe, saracenischer Häuptling:) „Den Saracenen, die Luceras Burg bewohnen, bin zum Häuptling ich gesetzt.“[8]

In Johann Peter Eckermanns Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens hören wir 1829 den 79-jährigen Goethe sagen: „So bringt ein Volk seine Helden hervor, die gleich Halbgöttern zu Schutz und Heil an der Spitze stehen; und so vereinigten sich die poetischen Kräfte der Franzosen in Voltaire. Solche Häuptlinge eines Volkes sind groß in der Generation, in der sie wirken; manche dauren später hinaus, die meisten werden durch andere ersetzt und von der Folgezeit vergessen.“[9]

Häuptlingsherrschaften in Friesland (14.–17. Jahrhundert)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ostfriesische Häuptlinge

Da sich im 14. Jahrhundert eher personal-herrschaftliche gegen territorial-genossenschaftliche Kräfte durchsetzten, verselbständigte sich die Gruppe dieser Vermögenden und Mächtigen (divites et potentes). Es entstanden regelrechte Häuptlingsherrschaften zwischen Jade und Ems, deren Führer sich durch kleine stehende Truppen und oftmals steinerne Häuser ostentativ absetzten. Im Laufe des 15. Jahrhunderts wurden die Häuptlinge zu einem klar umrissenen Stand. In dieser Bedeutung wurde Häuptling im Hochdeutschen bis um 1800 gebraucht. Trotz der sozialen Umwälzungen hielt sich das Wort mit einer weniger rechtlichen als herrschaftlichen Bedeutung, und es wurde in einem allgemeineren Sinne für Anführer verwendet.

Übertragung auf (vermeintliche) Oberhäupter außereuropäischer Völker[Bearbeiten]

In der Frühphase des Kolonialismus wurde das Konzept Häuptling auf überseeische Oberhäupter in nicht staatlich organisierten Gesellschaften übertragen. Allenfalls ähnlich unscharfe Bezeichnungen wie Fürst wurden gelegentlich auf sie angewendet. Bei Vertragsverhandlungen traten durch das Konzept der Häuptlingschaft, das die Kolonisatoren verwendeten, oftmals Probleme auf. Dort nämlich, wo keine häuptlingsähnliche Institution und auch keine staatliche Herrschaftsgewalt angetroffen wurde, wurde diese Position kurzerhand geschaffen, indem man eine irgendwie herausragende Person auswählte, oder einfach jemanden, dem man eine gewisse interne Durchsetzungskraft zutraute. Dabei wurden grundsätzlich nicht Gruppen sondern Individuen und immer Männer bevorzugt, auch dort, wo ein Ältestenrat, oder eine Gruppe von Frauen die einflussreichste Instanz war. Waren in den Augen der Fremden Hierarchien erkennbar, so nannte man die augenscheinlich weniger Einflussreichen „Unterhäuptlinge“ (sub-chiefs). Diese Unterhäuptlinge führten in ihren Augen einen „Unterstamm“, der wiederum, wie der Hauptstamm, ein Territorium besaß.

Für die Kolonialpolitiker war es offenbar nicht vorstellbar, dass es Gruppen gab, die weder ein befehlshabendes Oberhaupt hatten, noch ein Territorium mit definierten Grenzen beanspruchten, oder deren Führung aus einer Gruppe bestand, oder aus Frauen. Erst recht entsprachen zeitweilige Vereinigungen von Hausgruppen oder Familien, die saisonal und zur Erledigung bestimmter Aufgaben zusammenkamen, nicht der eng gefassten Vorstellung einer Führerschaft durch einen Häuptling (siehe dazu die nordamerikanischen Küsten-Salish). Dies hängt vielfach mit einem evolutionistischen Weltbild zusammen. So war es auch in der westlichen Ethnologie lange üblich, von Naturvölkern und Stämmen zu sprechen, wenn in Gesellschaften kein Staatswesen existiert, und deren (vermeintliche) Machthaber als Häuptlinge zu bezeichnen.[10] So war es etwa in Nordamerika nicht vorstellbar, dass es ethnische Gruppen ohne die Trias „Stamm“, „Territorium“ und „Häuptling“ gab.

Der Übersetzungsprozess der Bezeichnungen für führende Personen in ethnischen Gruppen wird noch durch den Übergang von den Hauptkolonialsprachen Englisch und Französisch ins Deutsche verkompliziert. In Nordamerika wurden „Häuptlinge“ als chefs bzw. chiefs bezeichnet – Bezeichnungen, die wieder andere Konnotationen aufweisen, die aber als Rechtsbegriffe in Verträge und Gesetze eingingen. War die Bezeichnung erst etabliert, wurde er ohne weitere Prüfung, da es kein anderes geeignetes Wort zu geben schien, ins Deutsche übersetzt, und zwar als „Häuptling“.

Die Herrschaftsform von „Häuptlingen“ wurde aus dem eurozentristischem Blickwinkel oft undifferenziert wahrgenommen. Hohe Autorität, reine Sprecherfunktionen oder das Funktionsprinzip (Kriegshäuptling ist z. B. ein anderer als der Friedenshäuptling) wurden mit dieser Perspektive eingeebnet. Mit der Fixierung auf „Häuptlinge“ schuf man sich zudem ein ethnologisches Folgeproblem, da man empirisch tribes without rulers (dt. Volksgruppen ohne Anführer) auffand. Dies bereitete vor allem der britischen Kolonialverwaltung Schwierigkeiten, da sie auf die Indirect Rule eingestellt war: Dazu aber hätte es der direct rulers (Häuptlinge) bedurft, so dass man diesen Völkern zum Teil die ihnen fremde Rechtsform von „Häuptlingen“ aufzwang.

Heute sind die entsprechenden Bezeichnungen in den meisten Ethnien etabliert, wenn es auch Versuche gibt, die Eigenbezeichnungen für diese Art von Führerschaft(en) zu beleben. Im internen Gebrauch existieren sie vielfach neben der legalistischen Auffassung, vielfach tragen traditionelle Häuptlinge bewusst die lokalen Bezeichnungen, während die gewählten Häuptlinge, die stärker vom Staat abhängen, sich als „chief“ bezeichnen.

Zur Etablierung der Bezeichnung in den europäischen Ursprungsländern des Kolonialismus trugen insbesondere die weite Verbreitung der Bücher von James Fenimore Cooper und Karl May bei. Zu Lebzeiten der Autoren erschien die vermittelte Darstellung sehr realistisch und lebensgetreu. Insbesondere von Karl May weiß man, dass seine Darstellungen nur aus dem ihm damals zur Verfügung stehenden Literaturquellen stammten, zu denen vor allem die Lederstrumpfromane Coopers gehörten. Eine ähnliche Bedeutung kam schließlich dem Film zu, zunächst dem GenreWestern“, später den Verfilmungen der Karl-May-Romane.

Problematik der Bezeichnung „Häuptling“[Bearbeiten]

Die deutsche Afrikawissenschaftlerin Susan Arndt stellte 2004 fest:[11]

„Der Begriff setzt sich zusammen aus dem Wortstamm »Haupt-« und dem Suffix »-ling«, das eine verkleinernde (Prüfling, Lehrling), zumeist aber eine abwertende Konnotation (Feigling, Wüstling usw.) hat. Auch »Häuptling« ist ein abwertender Begriff. U. a. suggeriert er »Primitivität«, was sich auch aus gängigen visuellen Assoziationen mit dem Wort erschließen lässt. Da das Wort zudem nur mit Männern assoziiert wird, bleibt die Machtausübung von Frauen im Kontext afrikanischer Gesellschaften ausgeblendet.“

Die Eigenbenennungen der Kolonialisierten würden zudem sprachlich abgetan. Mit dieser Bezeichnung könne man sich somit aus der Position des Eroberers, der unter Monarchen oder Präsidenten eindrang, von minder bedeutsamen Machthabern in kolonialisierten Gesellschaften abheben.[12]

Häuptling in der Ethnologie[Bearbeiten]

Hauptartikel: Häuptlingstum und Stammesgesellschaft

In der Ethnologie bezeichnet der Begriff „Häuptling" (der nur noch selten verwendet wird) die Anführer von Ranggesellschaften (nach Morton Fried) – bzw. von Stammesgesellschaften und Häuptlingstümern nach anderen Autoren. Sie werden jedoch recht unterschiedlich beschrieben.

Der Stammeshäuptling wird aufgrund besonderer Fähigkeiten oder Verdienste für eine gewisse Zeit mit Autorität ausgestattet. Diese Form eines Oberhauptes wird heute auch als „Big Man" bezeichnet. Das heißt, die Gemeinschaften akzeptieren nur zeitweilige charismatische Anführer in bestimmten Situationen (z. B. „Kriegshäuptling“, „Jagdhäuptling“ u. ä.). Machtbefugnisse sind damit in der Regel nicht verbunden, sondern lediglich Ansehen und Status. Erst die Kolonialmächte verlangten Handlungsbevollmächtigte nach europäischem Muster, die dann vereinfachend als Häuptling (engl. Chief) bezeichnet wurden.

Die Häuptlinge der Gesellschaftsform, die als „Häuptlingstum" bezeichnet wird, erben ihr Amt. Häuptlinge stammen in der Regel aus der höchstrangigen Gesellschaftsschicht und haben gewisse Vorrechte an den Ressourcen. Ihre Macht ist allerdings beschränkt: Sie verfügen weder über ein Gewaltmonopol, noch über Handlanger.[4][13]

Übertragener Gebrauch[Bearbeiten]

Heute ist in der medialen Kommentierung aktueller politischer Konflikte der Gebrauch der Bezeichnung Häuptling zur Herabsetzung eines Gegners durchaus gebräuchlich. Sehr präsent ist er in Satire, Kabarett und Werbung.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Wiktionary: Häuptling – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
  • Gabriele Rasuly-Paleczek: Formen der Sozio-politischen Organisation. In: Einführung in die Formen der sozialen Organisation. Teil 5/5, Institut für Kultur- und Sozialanthropologie, Universität Wien, 2011, S. 188–200, archiviert vom Original am 4. Oktober 2013, abgerufen am 5. April 2014 (PDF; 227 kB, 39 Seiten; Unterlagen zu ihrer Vorlesung im Sommersemester 2011).
  • Hans-Rudolf Wicker: Politische Führungssysteme. In: Leitfaden für die Einführungsvorlesung in Sozialanthropologie. Studienmaterialien, Institut für Sozialanthropologie, Universität Bern, 2005, S. 38–41, abgerufen am 5. April 2014 (PDF; 532 kB, 45 Seiten).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gregor Lutz: Tatanka Oyate: Die Lakota - Amerikas vergessene Kinder. Books on demand, 2013, ISBN 9783848287857
  2. Maharaia Winiata: The changing role of the leader in Maori society: A study in social change and race relations. Blackwood and Janet Paul, Auckland 1967.
  3. Heiko Steuer: Häuptling, Häuptlingtum. In: Herbert Jankuhn, Heinrich Beck u. a. (Hrsg.): Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. 2. Auflage. Band 13, de Gruyter, Berlin/New York 1999, S. 294.
  4. a b Walter Hirschberg (Hrsg.): Wörterbuch der Völkerkunde. Neuausgabe, 2. Auflage, Reimer, Berlin 2005.
  5. Heiko Steuer: Häuptling, Häuptlingtum. In: Herbert Jankuhn, Heinrich Beck u. a. (Hrsg.): Reallexikon der Germanischen Altertumskunde. 2. Auflage. Band 13, de Gruyter, Berlin/New York 1999, S. 291.
  6. a b Eintrag: Häuptling. In: Jacob Grimm, Wilhelm Grimm (Begründer): Deutsches Wörterbuch. Noch im Kurzen deutschen Wörterbuch für Etymologie, Synonymik und Orthographie, herausgegeben von Friedrich Schmitthenner, Darmstadt 1834, S. 121, heißt es im Eintrag das Häupt noch: „die höchste Spitze, i. Bes. der Kopf. Daher enthaupten, behaupten, der Häuptling […]“.
  7. So im Lexikon des Mittelalters. Band 4, Spalte 1959–1960; im Wörterbuch der Ostfriesischen Sprache (Band 2, etymologisch bearbeitet von J. ten Doornkaat Koolman, Norden 1882, S. 2) heißt es allerdings nicht Hävd(l)ing sondern „afries. haved-ing, havd-ing (Häuptling, capitanus etc.) von haved etc. (Haupt, caput)“.
  8. Ludwig Uhland: Konradin, Fragment. In: Derselbe: Gedichte (Ausgabe letzter Hand). 1. Auflage 1815 (erweiterte Ausgabe im Jazzybee Verlag Jürgen Beck, Altenmünster 2012, ohne Seitenzahlen: Seitenansicht in der Google Buchsuche).
  9. Johann Peter Eckermann: Gespräche mit Goethe in den letzten Jahren seines Lebens. Zweyter Theil. Brockhaus, Leipzig 1837, S. 66 (Aufzeichnung vom Freitag 13. Februar 1829: Kapitel 112 im Projekt Gutenberg-DE).
  10. Der peruanische Musikethnologe Julio Mendívil schreibt dazu: „Die Ethnologie ist immer ein westliches Geschäft gewesen. Unter der Schirmherrschaft eines Kolonialsystems entstanden und mittels des logistischen Rahmens verbreitet, welchen die Nationalstaaten ihr zur Verfügung stellten, etablierte sie sich als eine wissenschaftliche Disziplin, die, wie Asad es formuliert, die strukturelle Rangordnung des Weltsystems reproduziert, indem sie dazu beiträgt, eine Politik der Differenz zwischen dem Westen und den Anderen zu konstruieren und festzuschreiben. Die Beschreibung des Fremden beinhaltet – gewollt oder ungewollt – immer einen Kontrastcharakter und fungiert dadurch als Negation des Eigenen. In seinem Buch Orientalism konnte Edward Said zeigen, dass die Logik ethnographischer Beschreibungen auf einem binären Repräsentationssystem basiert, das den Anderen als Oppositionsfigur für die Konstituierung der eigenen Identität benutzt“. Zitiert nach: Julio Mendívil: Das »zivilisierte Denken«. Reflexionen eines peruanischen Musikethnologen über eine Feldforschung in den »traumatischen Tropen« Deutschlands. In: Kien Nghi Ha, Nicola Lauré al-Samarai, Sheila Mysorekar (Hrsg.): re/visionen. Postkoloniale Perspektiven von People of Color auf Rassismus, Kulturpolitik und Widerstand in Deutschland. Münster 2007, S. 138; bezüglich Asad nimmt Mendívil Bezug auf Talal Asad: Introduction. In: Derselbe: Antrhropology and the Colonial Encounter. Humanities Press, Atlantic Highlands 1973, S. 9–12.
  11. Susan Arndt: Kolonialismus, Rassismus und Sprache. Kritische Betrachtungen der deutschen Afrikaterminologie. Bundeszentrale für politische Bildung (bpb), 30. Juli 2004, abgerufen am 5. Dezember 2013.
  12. Vergleiche dazu Susan Arndt, Antje Hornscheidt (Hrsg.): Afrika und die deutsche Sprache. Ein kritisches Nachschlagewerk. Unrast, Münster 2004, ISBN 3-89771-424-8.
  13. Dieter Haller (Text), Bernd Rodekohr (Illustrationen): Dtv-Atlas Ethnologie. 2. Auflage. dtv, München 2010