Rafiq Tarar

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Muhammad Rafiq Tarar (Urdu ‏محمد رفیق تارڑ‎, DMG Muḥammad Rafīq Tāraŕ, * 2. November 1929) war Präsident von Pakistan vom 1. Januar 1998 bis 20. Juni 2001.

Leben[Bearbeiten]

Während Pakistan's Unabhängigkeit 1947 arbeitete Rafiq Tarar freiwillig als Hilfsarbeiter in einem Camp der Muslim Students Federation für Flüchtlinge, die von Indien aus immigriert waren. Muhammad Rafiq Tarar graduierte 1949 vom Islamia College in Gujranwala. 1951 sicherte er sich seinen Abschluss in Rechtswissenschaft am „Law College“ in Lahore.

Beruf[Bearbeiten]

1951 ließ er sich als Verteidiger eintragen und im Oktober 1955 auch als Anwalt beim High Court von Lahore registrieren. Nach seiner Graduierung gründete er eine Kanzlei in Gujranwala. Zudem wurde er District and Sessions Judge, höchster Richter des Distrikts. 1971 wurde er Vorsitzender des Panjab Labor Court (Arbeitsgericht). Im Oktober 1974 wurde er als Richter des Lahore High Court eingebunden und 1989 dann Oberster Richter (Chief Justice) desselben Gerichts. Zuvor, während der Zeit als Richter des Lahore High Court, diente er auch als Mitglied der pakistanischen Wahlkommission. Rafiq Tarar wurde im Januar 1991 zum Richter am Obersten Gericht von Pakistan erhoben, von welchem er im November 1994 mit 65 Jahren in den Ruhestand trat.

Präsident von Pakistan[Bearbeiten]

Nawaz Sharif holte ihn aus dem Ruhestand zurück und Tarar wurde 1997 für die Pakistan Muslim League (PML) in den Senat gewählt. Im gleichen Jahr wurde er am 31. Dezember zum Präsidenten Pakistans gewählt. Während seiner Präsidentschaft galt Tarar vor allem als Galionsfigur. Die Macht der Präsidentschaft wurde über die Jahre zusehends geschwächt, was schließlich 1997 zum 13. Zusatz der Verfassung führte, welcher praktisch alle verbliebene Macht aufhob und das Amt fast komplett symbolisch machte.

Ruhestand[Bearbeiten]

Tarar wurde nicht aus dem Amt entfernt, als Pervez Musharraf die Kontrolle über die pakistanische Regierung 1999 übernahm. Während Premierminister Nawaz Sharif gestürzt wurde, durfte Tarar in seinem Amt bis 2001 bleiben. Zu dieser Zeit übernahm Musharraf selbst die Präsidentschaft, um sowohl Legitimität zu erlangen und Pakistans Regierungsmodell zu einem präsidialeren System zu verhelfen.

Weblinks[Bearbeiten]

Vorgänger Amt Nachfolger
Wasim Sajjad Präsident von Pakistan
1998–2001
Pervez Musharraf