Gujranwala

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Gujranwala
گوجرانوالہ
Staat: Pakistan Pakistan
Provinz: Punjab
Koordinaten: 32° 15′ N, 74° 11′ O32.2574.183333333333Koordinaten: 32° 15′ 0″ N, 74° 11′ 0″ O
Fläche: 3198 km²
 
Einwohner: 1.526.168 (2009)
-Metropolregion: 2.439.780 (2009)
Bevölkerungsdichte: 477 Einwohner je km²
Zeitzone: PST (UTC+5)
Telefonvorwahl: (+92) 055
Postleitzahl: 52250
Nazim (Bürgermeister) : Fayyaz Ahmad Chattha
Gujranwala (Pakistan)
Gujranwala
Gujranwala


Gujranwala ist eine Millionenstadt im Nordosten der pakistanischen Provinz Punjab. Die Stadt ist über das Eisenbahn- und Highway-Netz unmittelbar mit Lahore (Hauptstadt des Punjab), Islamabad (Hauptstadt Pakistans) und Peshawar verbunden. Der Distrikt umfasst ein Gebiet von 3622 Quadratkilometer und verfügte 1981 über 7.522.352 Einwohner. Das damalige Bevölkerungswachstum innerhalb von 10 Jahren betrug 29 %. Heute leben über 11 Millionen Menschen in dem Distrikt, je nach Betrachtungsweise (Kerngebiet vs. unmittelbare Umgebung) in der Stadt zwischen 1,7 und 3,4 Millionen Menschen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Gujranwala ist einerseits ein landwirtschaftliches Zentrum (Getreide, Melonen, Zuckerrohr), andererseits aber auch ein Zentrum des Handels und der Industrie (Keramik, Leder, Produktion von Safes, Textilien, Seide, Motorenindustrie, Waschmaschinenindustrie). Aber auch der metallverarbeitende Bereich ist mit der Verarbeitung von Kupfer, Messing und Aluminium von Bedeutung. 1951 wurde Gujranwala zur Hauptstadt des Distriktes ernannt, was der Wirtschaft insbesondere hinsichtlich der neueren Industrien einen Aufschwung brachte. Das Wasserkraftwerk von Gujranwala erzeugt Strom mit Hilfe des Flusses Chanab. In der Stadt sind folgende Banken tätig: Habib Bank Limited, United Bank Limited, Allied Bank Limited und State Bank of Pakistan.

Bildung[Bearbeiten]

Die Stadt verfügt über mehrere Colleges, welche mit der Universität des Punjab verbunden sind.

Sport[Bearbeiten]

Die Stadt verfügt über ein Cricket-Stadion auf internationalem Niveau, das Jinnah-Stadion. Im früher als Municipal Stadium bekannten Stadion fanden viele nationale und internationale Cricketbegegnungen statt. Das Fassungsvermögen beträgt 20.000.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt verfügt über eine recht glorreiche Vergangenheit. Der erste Name der Siedlung war Khanpur Shansi. Dieser Name stammt von Khan Shansi, welcher 11 Dörfer in der umliegenden Umgebung gründete. In der Folgezeit wurde das Land vom Jaat-Stamm der Gujar besetzt. Aufgrund ihrer Dominanz wurde die Stadt bald als Gujranwala bekannt. Vermutlich befand sich auch die Hauptstadt des Punjab einst in diesem Distrikt - zu einer Zeit als es Lahore noch nicht gab. Durch den chinesischen buddhistischen Pilger Hsuan Tsang ist bekannt, dass eine Stadt Namens Taki (oder Tse-kia), die Metropole des ganzen Landes der 5 Ströme gewesen sein soll. In der Nähe des modernen Dorfes von Asarur wurde diese frühere Hauptstadt entdeckt. Es ist jedoch nicht bekannt, wie es zu dem Fall von Taki und dem Aufstieg von Lahore kam. Während der Distrikt anfangs gedieh und stärker wurde, kam es später zu einer mysteriösen Entvölkerung. Die Region verlor dadurch nahezu seine komplette Bedeutung.

Nach dem Tod des Mogul Herrschers Aurangzeb Alamgir im Jahre 1707 etablierten sich die Sikhs nach und nach im Punjab. Auf den Tod des alten Herrschers folgte eine Serie von schnellen Regierungswechseln, die das Land an den Rande der Anarchie brachten. In diesem Moment nutzte Charat Singh, der Kopf eines der Sikh Clans, die Gunst der Stunde. Er machte Gujranwala im Jahr 1763 zu seinem Bollwerk. So wird die Zeit zwischen 1762 und 1849 auch die Sikh Periode genannt. Charat Singh starb 1774, sein Werk wurde jedoch äußerst erfolgreich durch seinen Sohn Mahan Singh weitergeführt. Mahan gilt als einer der brillantesten Führer in der Geschichte des Punjab. Er erreichte die Vereinigung des Punjab unter eine Flagge. Maharaja Ranjit Singh herrschte bis zu seinem Tode im Jahr 1839. Danach wurde das Reich der Sikh geteilt. Diesen Moment der Schwäche nutzte die Britische Ostindien-Kompanie 1849 aus und beendete die Herrschaft der Sikh nach dem Zweiten Sikh-Krieg. Bis 1947 war das Gebiet Teil des britischen Empires.

Nach der Unabhängigkeit und der Teilung des indischen Subkontinents wanderten die Sikhs und Hindus nach Indien aus, während muslimische Flüchtlinge nach Gujranwala kamen.

Siehe auch[Bearbeiten]

Quellen und Links[Bearbeiten]