Rahmstreif-Blaupfeil

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Rahmstreif-Blaupfeil
Rahmstreif-Blaupfeil (Orthetrum chrysostigma), Männchen

Rahmstreif-Blaupfeil (Orthetrum chrysostigma), Männchen

Systematik
Unterordnung: Großlibellen (Anisoptera)
Überfamilie: Libelluloidea
Familie: Segellibellen (Libellulidae)
Unterfamilie: Libellulinae
Gattung: Blaupfeile (Orthetrum)
Art: Rahmstreif-Blaupfeil
Wissenschaftlicher Name
Orthetrum chrysostigma
(Burmeister, 1839)
Unterarten

Der Rahmstreif-Blaupfeil (Orthetrum chrysostigma) ist eine Libelle aus der Familie der Segellibellen (Libellulidae).

Merkmale[Bearbeiten]

Die Libellen erreichen eine Körperlänge von 39 bis 46 Millimetern. Die Flügelspannweite beträgt ca. 55 bis 65 Millimeter. An der Basis der Hinterflügel befindet sich ein kleiner gelber Basalfleck, der mit zunehmendem Alter verschwindet. Das Pterostigma ist auffallend gelblich; auf dieses Flügelmal bezieht sich auch das Artepitheton chrysostigma,[1] das sich aus (griech.) „chrysós“ (Gold)[2] und „stígma“ (Zeichen oder Brandmal)[3] bildet. An den Thoraxseiten befindet sich ein schwarz eingefasster, rahmfarbener Streifen, der dem Rahmstreif-Blaupfeil zu seinem deutschen Namen verhalf. Die Männchen sind blau, der Hinterleib ist leicht tailliert. Die Grundfarbe des Weibchens ist braun, hier gehen mehrere dünne Streifen durch alle Segmente. Die Art ähnelt dem Kleinen Blaupfeil (Orthetrum coerulescens), dem Südlichen Blaupfeil (Orthetrum brunneum) und dem Gelbader-Blaupfeil (Orthetrum nitidinerve), das Männchen lässt sich von diesen durch die Taillierung des Abdomens zwischen dem dritten und vierten Hinterleibssegment unterscheiden.

Vorkommen[Bearbeiten]

Die Art kommt in Europa auf der Iberischen Halbinsel und auf den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln vor.[4] Sie ist im östlichen Mittelmeerraum und vor allem in Afrika verbreitet. Sie kommt auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten und in der Sahara vor, da die Larven in feuchtem Sand überleben können.

Es wurden auch schon Exemplare an Gewässern wie Entwässerungsrinnen und Wassertanks gefunden, da die Libellen diese als Bruthabitate nutzen. Ihre eigentliche Lebensräume sind Sümpfe und Flüsse im offenen Gelände, sowie Gartenteiche.

Galerie[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Askew, R. R. (1988): The Dragonflies of Europe, Harley Books, ISBN 0-946589-10-0
  • Jurzitza, G. (2000): Der Kosmos-Libellenführer, Franckh-Kosmos Verlags GmbH & Co., Stuttgart, ISBN 3-440-08402-7
  • K.-D. B. Dijkstra (2006): Field Guide to the Dragonflies of Britain and Europe. British Wildlife Publishing, ISBN 0-953139948
  • Libellula Supplement 9 (GdO 2009), Atlas of the Odonata of the Mediterranean and North Africa, ISSN 0723-6514

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. R. R. Askew: The Dragonflies of Europa, S. 163.
  2. Duden online: Suchbegriff chrysós [1], abgerufen am 14. Februar 2013.
  3. Duden online: Stigma, das [2], abgerufen am 14. Februar 2013.
  4. John Muddeman, Mike Lockwood und Teresa Farino: List of the Dragonflies and Damselflies (Odonata) of Spain and Portugal, including the Canary Islands, Madeira and the Azores. Updated 2009, bei Iberian Wildlife Tours

Weblinks[Bearbeiten]