Ralph Linton

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Ralph Linton (* 27. Februar 1893 Philadelphia, USA; † 24. Dezember 1953 New Haven, USA) war ein US-amerikanischer Kulturanthropologe.

Leben[Bearbeiten]

Linton gilt als "einer der Väter der amerikanischen Soziologie".[1] Besonders trat Linton durch seine Werke The Study of Man (1936) und The Tree of Culture (1955) hervor, worin er mit großer Fortwirkung die analytische Trennung zwischen Sozialem Status und Sozialer Rolle erarbeitete. Status definiert Linton als die Position innerhalb eines bestimmten kulturellen Musters ("a position in a particular pattern" (Linton 1936: 113)), die mit einer Ansammlung von Rechten und Pflichten verbunden ist. Rolle hingegen ist die Art und Weise, wie die Position individuell ausgefüllt wird. (ebd.: 114).[2]

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • The study of man. Appleton-Century-Crofts, New York 1936.
  • The Cultural Background of Personality. D. Appleton-Century, New York 1945.
  • The Tree of Culture. Vintage Books, London 1955.
  • Mensch, Kultur, Gesellschaft. Hippokrates-Verlag, Stuttgart 1979, ISBN 3-7773-0469-7.

Literatur[Bearbeiten]

  • Helmut Schoeck: Linton, Ralf. In: Wilhelm Bernsdorf, Horst Knospe (Hrsg.): Internationales Soziologenlexikon, Bd. 1: Beiträge über bis Ende 1969 verstorbene Soziologen. 2. neubearbeitete Auflage. Enke, Stuttgart 1980, ISBN 3-432-82652-4, S. 251 f.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Gottfried Korff, Simplizität und Sinnfälligkeit, S. 83.
  2. Thomas Schweizer: Muster sozialer Ordnung. Netzwerkanalyse als Fundament der Sozialethnologie. Reimer, Berlin 1996, S. 34, ISBN 3-496-02613-8.