Randfeuerzündung

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Vetterlipatrone Ord 1869
Verschiedene Randfeuerpatronen (v.l.n.r.): .22 kurz, .22 lfB, .22 WMR, .17 HM2, .17 HMR

Die Randfeuerzündung ist eine Zündungsart für Patronenmunition.

Anders als bei den heute meist üblichen Patronen mit Zündhütchen ist der Zündsatz bei Randfeuerpatronen in den überstehenden Rand der Messinghülse (früher Kupferhülsen) eingegossen. Durch Aufschlagen des Schlagbolzens auf den Rand wird dieser gequetscht, was die Zündung auslöst.

Der Vorteil liegt in der einfachen und billigen Fertigung der Patronen, da keine zusätzlichen Teile wie Zündhütchen notwendig sind. Nachteilig ist der Rand, der über die Hülse hinaussteht und den Platzbedarf der Munition entsprechend vergrößert und damit Auswirkungen auf die Zufuhr und Magazinierung hat. Darüber hinaus bedingt die Zündung durch Quetschung des Randes eine geringe maximale Wandstärke, mindestens in diesem Bereich der Hülse. Der Verbrennungsdruck und somit auch die maximale Geschossenergie sind hierdurch begrenzt.

Heute ist die Randfeuerzündung vollständig aus dem militärischen Bereich verschwunden, findet aber noch breite Verwendung bei Kleinkaliber-Patronen, beispielsweise der Patrone .22 lfB oder der .22 WMR (Winchester Magnum Rimfire), die vorwiegend im Schießsport und im Schießtraining benutzt wird, wo die Nachteile hier vernachlässigbar sind.