Schlagbolzen

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Schlagbolzen, Mauser Modell 98
Schlagbolzen, Para Ordnance P16
Zündrichter Borstein Granat Modell 1935:
1. Verschluss, 2. Kartonverschluss, 3. Klemme, 4. Schlagachse, 5. Feder, 6. Schlagbolzen, 7. Unterlegscheibe aus Leder, 8. Gewinde, 9. Zündkörper, 10. Docht, 11. Zündpaste, 12. Detonator, 13. Zündpaste 1, 14. Auslöseklinke, 15. Sicherungsstift, 16. Schalthebel, 17. Gesamtansicht

Der Schlagbolzen ist ein Teil des Abzugssystems von Patronen-Feuerwaffen. Er besteht in der Regel aus einem Metallstift, der beim Abfeuern der Waffe auf den Teil der Patrone trifft, in dem das Zündmittel untergebracht ist. Bei Zentralfeuerpatronen ist dies das Zündhütchen, bei Randfeuerpatronen der Rand des Hülsenbodens, bei Flobertpatronen der gesamte Hülsenboden.

Auch der Auslösemechanismus einer Handgranate oder Mine wird als Schlagbolzen bezeichnet.

Funktion[Bearbeiten]

Der Schlagbolzen wird entweder durch die Schlagfeder angetrieben, die bei Betätigung des Verschlusses oder Abzuges gespannt wird, oder er wird durch das Auftreffen eines Schlagstückes (Hahn, Schlaghebel) oder durch den Vorlauf des Verschlusses auf den Zündsatz gestoßen.

Bei vielen zuschießenden Waffensystemen gibt es keinen separaten Schlagbolzen, sondern dieser ist ein strukturelles Teil des Verschlusses oder Schlaghebels.

Beim Auftreffen des Schlagbolzens auf das Zündhütchen entsteht durch den Druck eine chemische Reaktion, die zur Explosion des Zündmittels führt, die wiederum als Initialzündung des Treibmittels dient.

Bei modernen Waffen wird der Schlagbolzen üblicherweise durch das Verschlussstück bzw. den Stoßboden zum Zündhütchen geführt.

Geschichte[Bearbeiten]

Schema des Dreyseverschlusses mit Zündnadel

Eine frühe Form des Schlagbolzens ist die Zündnadel, die von Dreyse für den ersten Militär-Hinterlader eingeführt wurde.

Weblinks[Bearbeiten]