Reiskleiewachs

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Reiskleiewachs ist ein pflanzliches Wachs, das aus der Kleie des Reises (Oryza sativa) durch Extraktion gewonnen wird.

Eigenschaften[Bearbeiten]

Reiskleiewachs ist eine gelblich weiße bis orange-braune Substanz und besteht hauptsächlich aus Fettsäureestern höherer Fettalkohole, etwas Palmitinsäure und Cerylalkohol. Daneben enthält der Wachs freie Fettsäuren sowie Squalene und Phospholipide. Der Gehalt an Wachs ist in der Regel größer als 96 %.

Der Schmelzpunkt liegt zwischen 77 und 86 °C, die Verseifungszahl zwischen 75 und 120, die Säurezahl zwischen 2 und 8 und die Iodzahl bei etwa 10 bis 25.

Reiskleiewachs kann leicht desodoriert und gebleicht werden.

Gewinnung[Bearbeiten]

Reiskleiewachs wird aus Reiskleie, einem Nebenprodukt der Reisherstellung durch Extraktion gewonnen. Neben den herkömmlichen Lösungsmitteln können dabei auch überkritisches CO2 und andere überkritische Lösungsmittel wie flüssiges Propan verwendet werden.[1]

Verwendung[Bearbeiten]

Reiskleiewachs wird vorwiegend für kosmetische Zwecke verwendet. Die Hauptanwendung liegt in der Verwendung als nicht schmelzendes Peelingwachs, dessen Partikelgrößenverteilung in einem weiten Bereich eingestellt werden kann.

Die Mikrotisierung des Reiskleiewachses erfolgt dabei durch Dispergierung in Wasser-Lösungsmittelgemischen bei erhöhter Temperatur, nachfolgender Abkühlung, Filtration und Trocknung. Dabei werden mikrotisierte Wachsteilchen über ein weites Partikelgrößespektrum erhalten.[2][3] Reiskleiewachs ist auch eine Quelle für Policosanole mit Fettalkoholen von 24 bis 36 Kohlenstoffatomen pro Molekül.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Extraction of Valuable Products from Rice Bran Using Non-Traditional Techniques, von Rafael Hernandeza, Darrell Sparksa, Mark Zappia, Trey Flemingb und Dean Blackwellb (PDF; 14 kB) www.netl.doe.gov. Abgerufen am 25. Oktober 2009.
  2. Reis-Kosmetik. www.beautesse.at. Abgerufen am 25. Oktober 2009.
  3. Springer Lexikon Kosmetik und Körperpflege, von Marina Bährle-Rapp. books.google.de. Abgerufen am 25. Oktober 2009.

Weblinks[Bearbeiten]