Remer

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Remer (Begriffsklärung) aufgeführt.
Gallien mit Stammesaufteilung
Münze der Remer

Die Remer (lat. Remi) waren neben den Suessionen einer der größten belgisch-keltischen Stämme (Belger). Sie waren im Gebiet zwischen den Flüssen Aisne und Matrona (Marne) sesshaft (die heutige Region Champagne im Norden Frankreichs).

Schon vor der römischen Zeit schlugen die Remer ihr eigenes Geld und waren, wie die Leuker, als Meister im Schleudern von Geschossen bekannt (…optimus excusso Leucus Remusque lacerto).

Sie führten wiederholt Krieg mit den Stämmen der Parisier und Senonen. Unter Iccius und Andecombogius verbündeten sie sich bereits 57 v. Chr. mit Caesar und unterstützten ihn während der gallischen Kriege, wodurch sie später den Ehrentitel foederati führten und zu einem der bedeutendsten Stämme Galliens avancierten.[1] Nachdem ihre Hauptstadt Bibrax zerstört worden war, halfen die Römer ihnen, eine neue Hauptstadt aufzubauen. Diese war die damals zweitgrößte Stadt Galliens, Durocorterum, lat. Durocortorum Remorum. In römischer Zeit wurde die Kurzform Remis gebräuchlich, woraus sich der heutige Name Reims ableitet.

Literatur[Bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Vgl. etwa Caesar, de bello Gallico 6,12, der sie für den angesehensten Stamm nach den Haeduern hält.