Belger

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Belger ist auch der Familienname von des früheren Fußballspielers und -trainers Fritz Belger.

Belgae (dt. Belger oder Belgen) ist die Bezeichnung, die Gaius Iulius Caesar den gallischen Stämmen nördlich der Flüsse Sequana (Seine) und Matrona (Marne) gab. Ihr Siedlungsgebiet lag ursprünglich zwischen Seine und Rhein. Sie waren in erster Linie keltischer, z. T. aber auch germanischer Herkunft. Einige der Stämme aus der Marne-Gegend trieben regen Handel mit dem ebenfalls keltischen Britannien, wo sie sich im Jahrhundert vor Christi Geburt an der Küste niederließen. Die Belgae sind das Volk, das nach Kuhn den oder einen Teil des Nordwestblocks ausmacht; ein Volk, das ihm zufolge eher mit den Venetern verwandt ist und vielleicht um die Zeitenwende keltisiert wurde. Der Nordwestblock umfasst auch weite Teile Nordwestdeutschlands und die Niederlande, die allerdings, wenn Kuhns These richtig ist, um die Zeitenwende germanisiert wurden. Die Nordwestblock-These ist bisher aber nur von wenigen Forschern aufgegriffen worden.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte der Belgae

Im ersten gallischen Feldzug Caesars bildeten die Belger eine Koalition gegen diesen, wurden aber 57 v. Chr. geschlagen.

Ein belgischer Stamm, die Eburonen, revoltierte 53 v. Chr. gegen Rom, und vernichtete 15 römische Kohorten. Im Gegenzug wurden sie fast vollständig von den römischen Legionen aufgerieben. Von der anderen Rheinseite nachrückende Stämme ersetzten sie.

Als Caesar das erste Mal nach Britannien übersetzte, traf er dort auf von Cassivelaunus geführte belgische Gegner, aus denen der Stamm der Catuvellaunen hervorging. Nach weiteren Siegen Caesars in Gallien (54 bis 51 v. Chr.) flüchteten weitere belgische Siedler nach Britannien und verbreiteten ihre Kultur über große Teile Südenglands. Die wichtigsten belgischen Königreiche entstanden um Colchester (die Trinovanten unter König Cunobelinus), St. Albans (die Catuvellaunen) und Calleva Atrebatum (die Atrebaten).

Der wichtigste Beitrag der Belgae zur Wirtschaft Britanniens war die Einführung eines schwereren Pfluges, was die verfügbare Ackerfläche erheblich erweiterte.

[Bearbeiten] Belgische Stämme

[Bearbeiten] Stämme auf dem Festland

57 v. Chr. bis 51 v. Chr. wurde das Gebiet der belgischen Festlandsstämme von Julius Caesar erobert. Die Namen einiger dieser Stämme waren:

Unter Kaiser Augustus wurde dort die römische Provinz Gallia Belgica mit dem Hauptort Durocortorum (Reims) gegründet.

[Bearbeiten] Stämme auf der britischen Insel

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Rolf Hachmann/Georg Kossack/Hans Kuhn (1962): Völker zwischen Germanen und Kelten. Schriftquellen, Bodenfunde und Namengut zur Geschichte des nördlichen Westdeutschlands um Christi Geburt, Neumünster: Karl Wachholtz.
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