Ressourcenmanagement

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Dieser Artikel befasst sich mit Ressourcenmanagement im Projektbereich; zu Ressourcenmanagement in der Stressbewältigung siehe Theorie der Ressourcenerhaltung.

Ressourcenmanagement als Teil des Projektmanagements dient dazu, Projektbeteiligte (Ressourcen) zu identifizieren, zuzuweisen und möglichst effizient einzusetzen.

Kommunales Ressourcenmanagement[Bearbeiten]

Eine nachhaltige Stadtentwicklung ist nur durch ein ganzheitliches kommunales Ressourcenmanagement gesichert. Die Endlichkeit fossiler Energieträger und steigende Material- und Beschaffungskosten zwingen Kommunen zum aktiven und proaktiven Handeln. Zu berücksichtigen sind dabei auch die Aspekte Wohnen, Gesundheitswirtschaft, Fachkräftegewinnung und soziale Sicherung. Am Beispiel der Stadt Delitzsch konnte 2014 erstmals für Deutschland eine umfassende wissenschaftliche Untersuchung zur Darstellung gebracht werden.[1]

Prozesse[Bearbeiten]

Das PMBOK-Guide sieht hierfür drei Hauptprozesse vor:

Organisation im Projekt[Bearbeiten]

Es werden alle Personen und Rollen im Projekt identifiziert und im Rahmen von Stakeholderanalyse (vertrauliches Dokument) und Organigramm (öffentliches Dokument) festgehalten. Die Berichtswege werden mit den Beteiligten abgestimmt und festgehalten.

Beschaffung von Personal[Bearbeiten]

Die Beschaffung von Projektpersonal ist organisationsabhängig. In manchen Organisationen hat der Projektmanager nur beschränkten Einfluss auf die Auswahl, was seine Handlungsmöglichkeiten einschränkt. Trotzdem ist es seine Aufgabe, die geeigneten Mitarbeiter für das Projekt zu akquirieren.

Teamentwicklung[Bearbeiten]

Teamentwicklung dient zur Verbesserung der Fähigkeiten des Einzelnen und der gesamten Gruppe. Es lohnt sich in aller Regel, dieses Thema auch projektübergreifend und langfristig zu sehen.

Ressourcenmanagement in der Praxis[Bearbeiten]

Ressourcenmanagement ist ein wesentlicher Berich im Projektmanagement. Um Personal einzuplanen und den Überblick zu behalten, werden oft Plantafeln und Kapazitätsübersichten verwendet. Diese sind in der Regel Teil von Projektmanagementsoftware. Neben der Planung der Personalressourcen kann auch eine Planung von Sachressourcen wie Besprechungsräumen oder Gerätschaften sinnvoll sein. Auch diese wird in der Regel über eine Plantafel realisiert.

Vorteile von Ressourcenplanung und Ressourcenmanagement[Bearbeiten]

  • Freie Ressourcen lassen sich schnell identifizieren
  • Hohe Transparenz darüber, welche Ressourcen wann eingesetzt werden
  • Einfache Möglichkeit, Ressourcen umzuplanen und den Überblick zu behalten
  • Mitarbeiter haben klar definierte Aufgaben und werden nicht überlastet

Quellen[Bearbeiten]

  1. Manfred Wilde (Hrsg.): Die nachhaltige Stadt. Zukunftssicherndes kommunales Ressourcenmanagement. De Gruyter Oldenbourg, München 2014. ISBN 978-3-11-035382-2, e-ISBN 978-3-11-035404-1.

Weiterführende Literatur[Bearbeiten]

  • Pietsch, Thomas / Lang, Corinna V. (Hrsg.), Ressourcenmanagement, Erich Schmidt Verlag, Berlin 2007, ISBN 978-3-503-10026-2