Rhombusantenne

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Rhombus-Antenne mit Abschlusswiderstand
Rhombus-Antenne mit offenem Ende

Eine Rhombusantenne ist eine rautenförmige Richtantenne. Sie wurde in den 1940er Jahren von Edmond Bruce und Harald Friis erfunden.[1]

Dieser Antennentyp benötigt in der Regel viel Aufbaufläche, bietet jedoch auf Grund seiner einfachen Bauweise eine hohe Effizienz, da die Sendeenergie in einer relativ flachen und schmalen Keule abgestrahlt wird. Die Rhombusantennen kommen hauptsächlich im Frequenzbereich der Kurzwelle zum Einsatz.

Aufbau[Bearbeiten]

Rhombusantennen unterscheiden sich in zwei Varianten. Die am Ende offene Version, welche bidirektional abstrahlt, und die häufiger verwendete geschlossene Variante, welche unidirektional strahlt und am Ende einen Abschlusswiderstand benötigt.

Die Antenne besteht im Wesentlichen aus zwei symmetrisch gespeisten, horizontal verlaufenden Drähten, die aufgespreizt und wieder zusammengeführt werden. Die Schenkellänge sollte dabei etwa das Dreifache der längsten Wellenlänge betragen. Die Aufbauhöhe beträgt etwa eine halbe Wellenlänge über Grund. Anstelle eines Abschlusswiderstandes kann jedoch auch eine so genannte Schluckleitung aus Widerstandsdraht mit mindestens der 6-fachen Wellenlänge verwendet werden, an deren Ende ein Schluckwiderstand angeschlossen wird.

Die Sendereinspeisung erfolgt meist mit einer offenen Bandleitung, die bei Rhombusantennen die günstigste Lösung darstellt, weil sie mit einer Impedanz von 600 Ohm gebaut werden kann, was annähernd jener der Antenne entspricht.[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Rhombusantennen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. US Patent 2.285.565 (PDF; 373 kB)
  2. Radio Antenna Engineering, E.A, Laport, McGraw-Hill, 1952, Seite 315-334