Riesenkolibri

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Riesenkolibri
Riesenkolibri (Patagona gigas)

Riesenkolibri (Patagona gigas)

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Seglervögel (Apodiformes)
Familie: Kolibris (Trochilidae)
Unterfamilie: Eremiten (Phaethornithinae)
Gattung: Patagona
Art: Riesenkolibri
Wissenschaftlicher Name der Gattung
Patagona
G. R. Gray, 1840
Wissenschaftlicher Name der Art
Patagona gigas
Vieillot, 1824

Der Riesenkolibri (Patagona gigas), auch Riesengnom genannt, ist eine Art der Kolibris.

Merkmale[Bearbeiten]

Mit einer Gesamtlänge von 22 Zentimetern, einer Flügellänge von 14 Zentimetern und einem Gewicht von bis zu 24 Gramm ist der Riesenkolibri die größte Kolibriart. Die Oberseite und der Schwanz sind grünlich-braun gefärbt, der Bürzel ist weißlich, die unteren Schwanzdecken weiß und die Flügel braun. Durch seine Größe schlägt er viel langsamer mit den Flügeln (10 bis 15 Mal pro Sekunde) als andere Kolibriarten und erinnert damit eher an eine Fledermaus.

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet in den Anden reicht vom nördlichen Ecuador bis ins mittlere Chile und bis nach Argentinien. Der Riesenkolibri lebt in trockenem Buschland mit Kakteenbestand, aber auch in besiedelten Gegenden, in einer Seehöhe von 1.000–4.000 Metern. In manchen Gegenden zieht er bei schlechter Witterung in tiefere Höhenlagen.

Verhalten[Bearbeiten]

Der Riesenkolibri ist ein aggressiver Vogel, der seine Futterplätze gegen andere Arten verteidigt. Nektar saugt er nicht im Kolibri-typischen Schwirrflug, sondern meist im Sitzen. Daneben zählen auch Kleininsekten zu seiner Nahrung.

Fortpflanzung[Bearbeiten]

Das kleine Nest aus Moos, Flechten und Spinnweben wird in einem Busch, einem Baum oder gelegentlich auf einem Kaktus gebaut und erscheint für einen Vogel dieser Größe eher zu klein. Das Gelege besteht aus zwei Eiern.

Unterarten[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiet des Riesenkolibri

Laut IOC World Bird List 3.3. werden zwei Unterarten anerkannt.

  • P. g. peruviana Boucard, 1893 kommt im Südwesten Kolumbiens bis in den Norden Chiles und den Nordwesten Argentiniens vor.
  • P. g. gigas (Vieillot, 1824) Nominatform ist im zentralen Chile und dem westlichen zentralen Teilen Argentieniens präsent.

Literatur[Bearbeiten]

  • Martin de la Pena & Maurice Rumboll: Birds of Southern South America and Antarctica. Princeton Illustrated Chaecklists, ISBN 0-691-09035-1
  • Colin Harrison & Alan Greensmith: Vögel. Dorling Kindersly Limited, London 1993,2000, ISBN 3-8310-0785-3

Weblinks[Bearbeiten]