Robert Agnew

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Robert Agnew (* 1. Dezember 1953 in Atlantic City, New Jersey) ist ein US-amerikanischer Soziologe und Kriminologe. Er entwickelte mit der General Strain Theory einen international rezipierten Erklärungsansatz für kriminelles Handeln.

Werdegang[Bearbeiten]

Agnew studierte von 1971 bis 1975 an der Rutgers University in New Brunswick, New Jersey, und erwarb den akademischen Grad B.A. mit den höchsten Auszeichnungen für Leistungen im Fach Soziologie. Er setze das Studium von 1976 bis 1980 an der University of North Carolina in Chapel Hill fort und erwarb dort 1978 den M.A.-Titel. In seiner Examensarbeit hatte er sich bereits mit der Anomietheorie auseinandergesetzt. Mit seiner Dissertation „A Revised Strain Theory of Delinquency“ schuf er die Grundlage für die Fortschreibung dieser Theorie. Agnew wurde 1980 zum Ph.D. promoviert und im selben Jahr Assistenzprofessor und 1982 Professor für Soziologie an der Emory University in Atlanta.

General Strain Theory[Bearbeiten]

Mit seiner „General Strain Theory“ entwickelte Agnew die Anomietheorie weiter. Im Gegensatz zu Robert K. Merton sieht Agnew neben der gesellschaftlichen Ziel-Mittel-Diskrepanz auch drei Typen sozialer Belastung (strain) auf der Ebene individueller Akteure: Die wahrgenommene Unmöglichkeit, positiv besetzte Ziele zu erreichen; das Erleben des Entzugs positiv bewerteter Stimuli; die Konfrontation mit negativen Stimuli. Die daraus resultierende Verärgerung und Enttäuschung begünstige die Bereitschaft zu kriminellen Handlungen.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • The Future of Anomie Theory, 1997 (HG. mit Nikos Passos)
  • Juvenile Delinquency: Causes and Control, 2001, 2005, 2009
  • Why Do Criminals Offend? A General Theory of Crime and Delinquency, 2005
  • Pressured Into Crime: An Overview of General Strain Theory, 2006.

Weblinks[Bearbeiten]