Robert von Courson

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Robert von Courson (* um 1160/1170 in Kedleston, Derbyshire, England; † 12. Februar 1219 in Damiette) war ein englischer Kardinal, päpstlicher Legat und Kanzler der Universität Paris.

Biografie[Bearbeiten]

Nach dem Studium in Oxford, Paris und Rom wurde er 1211 Kanzler der Universität Paris. 1212 wurde er zum Kardinal ernannt, 1213 zum Päpstlichen Legaten mit der Auftrag, für einen neuen Kreuzzug zu werben. 1215 wurde er Vorsitzender einer Kommission, die an der Universität Paris weit verbreitete „Irrtümer“ untersuchen sollte.

Er hatte aktiven Anteil einer Kampagne gegen Häresie in Frankreich, und begleitete den Fünften Kreuzzug nach Ägypten als Legat des Papstes Honorius III.. Er starb während der Belagerung von Damiette.

Werke[Bearbeiten]

Robert von Courson ist der Autor einer Reihe von Werken, darunter einer Summa, die sich mit Fragen des Kanonischen Rechts und ethischen Themen, aber auch mit dem Wucher befasst.

Sein Eingriff in die Angelegenheiten der Universität Paris, vor allem die Diskussionen, die nach die Einführung der arabischen Aristoteles-Übersetzung ausbrachen, führte 1215 zum Verbot aller aristotelischen Schriften und ihrer Zusammenfassungen (Summæ de eiusdem). Gleichzeitig erneuerte er die Verdammung des Pantheisten David von Dinant und Amalrich von Bene, genehmigte aber auch den Gebrauch der aristotelischen Werke.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]