Robinson-Projektion

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Bisher sind keinerlei Quellen angegeben. --DF5GO • 16:28, 28. Nov. 2012 (CET)
Robinson-Projektion der Erde
Verzerrungen der Robinson-Projektion verdeutlicht mit der Tissotschen Indikatrix

Die Robinson-Projektion ist ein Kartennetzentwurf, der 1961 von dem US-amerikanischen Kartographen Arthur H. Robinson entwickelt wurde.

Die Robinson-Projektion ist eine vermittelnde Abbildung. Sie stellt keine Projektion im eigentlichen Sinne dar und sie basiert nicht wie andere Kartennetzentwürfe (z. B. Mercatorprojektion) auf einer geschlossenen mathematischen Formel, sondern auf einer Tabelle von Referenzpunkten, die empirisch ermittelt wurden. Alle Punkte zwischen diesen Referenzpunkten werden durch Interpolation ermittelt.

Der Vorteil der Robinson-Projektion ist, dass sie sehr natürlich wirkt und außer an den Polen relativ geringe Abweichungen in Winkel und Fläche aufweist. Sie ist dafür aber auch in keinem Bereich verzerrungsfrei.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Robinson-Projektion geht auf eine Anfrage des US-amerikanischen Kartenverlags Rand McNally zurück, der 1961 an Robinson herantrat, um eine Projektion auszuwählen, die, neben anderen Bedingungen, ununterbrochen, möglichst verzerrungsarm und „augenfreundlich“ für den Betrachter sein sollte. Robinson konnte keine Projektion finden, die diese Kriterien erfüllte, und so beauftragte Rand McNally ihn mit der Entwicklung einer solchen.

Seit den 1960er Jahren wird die Robinson-Projektion in Karten von Rand McNally verwendet. Die National Geographic Society verwendete sie von 1988 bis 1998 für ihre Weltkarten, setzt seit 1998 jedoch stattdessen die Winkel-Tripel-Projektion ein.

Spezifikation[Bearbeiten]

Die folgende Wertetabelle spezifiziert die Robinson-Projektion:

Breitengrad PLEN PDFE Abstand
00 1,0000 0,0000 0,00000000
05 0,9986 0,0620 0,03144640
10 0,9954 0,1240 0,06289280
15 0,9900 0,1860 0,09433920
20 0,9822 0,2480 0,12578560
25 0,9730 0,3100 0,15723200
30 0,9600 0,3720 0,18867840
35 0,9427 0,4340 0,22012480
40 0,9216 0,4958 0,25146976
45 0,8962 0,5571 0,28256112
50 0,8679 0,6176 0,31324672
55 0,8350 0,6769 0,34332368
60 0,7986 0,7346 0,37258912
65 0,7597 0,7903 0,40084016
70 0,7186 0,8435 0,42782320
75 0,6732 0,8936 0,45323392
80 0,6213 0,9394 0,47646368
85 0,5722 0,9761 0,49507792
90 0,5322 1,0000 0,50720000

Die Spalte PLEN gibt die Länge des projizierten Breitenkreises relativ zur Äquatorlänge an. Die Spalte PDFE ist der Abstand des Breitenkreises vom Äquator, relativ zur Gesamthöhe der Karte. Da die Robinsonprojektion ein Breite-zu-Höhe-Verhältnis von 1:0,5072 hat, sind diese Werte mit 0,5072 zu multiplizieren, um den Abstand des projizierten Breitenkreis vom Äquator zu erhalten. Auf jedem Breitenkreis haben die Meridiane einen gleichen Abstand voneinander.