Rothkirch

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Dieser Artikel befasst sich mit einem schlesischen Adelsgeschlecht. Rothkirch ist auch der deutsche Name der rumänischen Gemeinde Roșia de Secaș in Siebenbürgen.
Wappen derer von Rothkirch
Ein Rothkirch als Bannerträger des Herzogs Heinrich des Frommen in der Mongolenschlacht bei Liegnitz am 9. April 1241. Ausschnitt aus dem Bild in der Breslauer Univ.-Handschrift von 1451
Schloss Panthenau um 1860, Sammlung Alexander Duncker
Gut Rothkirch um 1860, Sammlung Alexander Duncker

Rothkirch ist der Name eines alten schlesischen Adelsgeschlechts mit dem gleichnamigen Stammhaus bei Liegnitz.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Geschlecht erscheint erstmals am 8. Juli 1302 urkundlich in Liegnitz mit Woycecho von Rothkirche.[1] Die lückenlose Stammreihe beginnt mit dem um 1428 gestorbenen Hans von Rothkirch. Dieser diente 1411 als Marschall dem Breslauer Bischof Wenzel von Liegnitz und 1413, ebenfalls als Marschall, dem Herzog Heinrich von Lüben[2].

Zwei Angehörige des Geschlechts waren nichterbliche Mitglieder des Preußischen Herrenhauses.[3] Johann Wenzel Freiherr von Trach adoptierte Johann Friedrich von Rothkirch. Friedrich der Große genehmigte daraufhin am 4. März 1757 die Vereinigung der Wappen und erhob gleichzeitig Johann Friedrich in den Freiherrenstand mit dem Namen von Rothkirch und Trach. Preußischer Grafenstand am 18. Oktober 1861 unter Beibehaltung des Namens an Ernst Edwin Freiherr von Rothkirch und Trach, Majoratsherr auf Panthenau. Preußischer Grafenstand am 15. November 1861 für Leopold Freiherr v. Rothkirch und Trach, auf Bärsdorf, mit dem Namen Graf von Rothkirch, Freiherr v. Trach.

Wappen[Bearbeiten]

Das Stammwappen zeigt in Gold drei gekrönte und rot bewehrte schwarze Adlerköpfe. Auf dem Helm mit schwarz-goldenen Decken steht ein weiterer Adlerkopf.

Namensträger[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Staats Archiv Breslau, Urkunden des Klosters Leubus, Nr. 138
  2. Genealogisches Handbuch des Adels, Band A VIII, Seite 407, C.A. Starke-Verlag, Limburg, 1966
  3. Mitglieder des Preußischen Herrenhauses

Literatur[Bearbeiten]