Rumiñahui (Inka)

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Rumiñahui-Denkmal in Otavalo

Rumiñahui (auch Rumi Ñawi, d.i. Kichwa für Steingesicht oder Steinauge; * Ende des 15. Jahrhunderts; † 25. Juni 1535 bei Quito) war ein Inka-Heerführer unter Atahualpa, der nach dessen Hinrichtung den spanischen Konquistadoren im Norden des Inkareiches Widerstand leistete.

Über das Leben Rumiñahuis gibt es nur wenige gesicherte Informationen. Er war einer der bedeutendsten Generäle Atahualpas und zeichnete sich in dessen Bruderkrieg mit Huáscar aus. Im ersten Halbjahr 1532 befriedeten Quizquiz, Chalcuchímac und Rumiñahui den Tahuantinsuyo (das Inka-Reich) und zogen nach Cuzco. In diesem Bürgerkrieg bewunderten die Anhänger Atahualpas die unerschütterliche Gelassenheit des Steingesichts, die Anhänger Huáscars hingegen hatten Angst vor der Kälte des Steinauges, benannt nach einem festen Blick im Auge aus einem Lanzenstich im Kampf.

Nachdem Francisco Pizarro am 26. Juli 1533 Atahualpa in Cajamarca hinrichten ließ, zog sich Rumiñahui in den Norden des Inka-Reiches (die Andenregion des heutigen Ecuador) zurück und leistete Widerstand gegen die Spanier. Insbesondere versuchte er das Vorrücken Sebastián de Belalcázars, seiner 200 Mann starken Armee und der Cañari-Hilfstruppen auf Quito aufzuhalten. Hierbei hatte er nur wenig Erfolg. In einer Schlacht bei Tiocajas (in der heutigen Provinz Chimborazo) gelang es seinen Soldaten erstmals, einige Pferde der Spanier zu töten. Die Schlacht endete dennoch mit einer militärischen Niederlage, in der auch die Söhne Rumiñahuis getötet wurden. Er zog sich daraufhin in die Berge nördlich von Quito zurück, ließ jedoch zuvor offenbar die bedeutende Inkastadt zerstören.

In den Jahren 1534 und 1535 unternahm er sporadische Angriffe auf das inzwischen von Belalcázar wiedergründete, nun spanische Quito. Benalcázar ließ ihn verfolgen. Nach seiner Gefangennahme in den Falten des Vulkans Rumiñahui Mitte 1535 folterte ihn Juan de Ampudia, um das Versteck des sagenumwobenen Schatzes Atahualpas zu erfahren, und richtete ihn hin, nachdem er keine Auskünfte erhielt.

Literatur[Bearbeiten]

zeitgenössische Quellen:

moderne Darstellungen:

  • Piedad Costales, Alfredo Costales: El Reino de Quito. Cayambe 1992, ISBN 9978-9902-1-6.
  • Reinaldo Miño: Rumiñahui, defensor de Quito. Quito 1994.
  • Frank Salomon: Los Señores etnicos de Quito Epoca de los Incas. Otavalo 1980.

Weblinks[Bearbeiten]

  • Rumiñahui, Biographie bei diccionariobiograficoecuador.com (spanisch)