Rumpel-Leede-Test

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Der Rumpel-Leede-Test ist eine medizinische Untersuchung, um die Stabilität der Kapillaren sowie die Funktionstüchtigkeit der Thrombozyten zu überprüfen.

Ein alternativer Test zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit der Thrombozyten ist die Thrombozytenaggregometrie. Der Rumpel-Leede-Test wird durchgeführt, indem eine Blutdruckmanschette am Oberarm des Patienten angelegt und auf einen Druck zwischen diastolischem und systolischem Blutdruck aufgeblasen wird (optimal: 90 mmHg). Nach 10 Minuten wird die Manschette wieder entfernt und der Arm auf petechiale Blutungen untersucht. Der Test ist positiv, wenn unterhalb der Stauung mehr als 10 Petechien nachweisbar sind.

Ein positives Testergebnis kann ein Hinweis auf eine vaskuläre Blutungsneigung oder eine fehlende Wirkung der Thrombozyten sein. Letztere kann entweder auf einer verminderten Thrombozytenzahl (Thrombozytopenie) oder einer Thrombozytenfunktionsstörung (Thrombozytopathie) beruhen. Positive Tests findet man beispielsweise bei Scharlach und der Idiopathischen thrombozytopenischen Purpura.

Der Test ist nach den Erstbeschreibern Theodor Rumpel und Carl Stockbridge Leede benannt, die unabhängig voneinander das Verfahren 1909 bzw. 1911 publizierten.

Quellen[Bearbeiten]

  • B. Kemkes-Matthes, G. Oehler, Blutgerinnung und Thrombose. Georg Thieme Verlag, 3. Auflage 2001, ISBN 3-13-104822-0.


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