Süddeutsche Klassenlotterie
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
| In diesem Artikel oder Abschnitt fehlen folgende wichtige Informationen: Wirtschaftsdaten fehlen: Umsatz, Gewinn, Mitarbeiter etc
Du kannst Wikipedia helfen, indem du sie recherchierst und einfügst. |
Die Süddeutsche Klassenlotterie (kurz SKL) wurde 1947 als Süddeutsche Klassenlotterie in der US-Zone gegründet und ist die Staatslotterie der deutschen Bundesländer Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Thüringen, wobei Sachsen und Thüringen 1990 beigetreten sind. Sie startete am 10. September 1947 mit 140.000 Losen und einem Höchstgewinn von 250.000 Reichsmark.
Die SKL ist eine Anstalt öffentlichen Rechts der vorgenannten Länder. Sie hat ihren Sitz in München.
Obwohl die Lose nur von den staatlich zugelassenen Lotterie-Einnahmen aus den Trägerländern vertrieben werden, gibt es für die Spielteilnehmer der SKL - im Gegensatz etwa zum Lotto „6 aus 49“ - keinerlei Einschränkungen, die den Wohnort betreffen.
Die Gewinne sind in einem Gewinnplan festgelegt. Die Durchführung der Lotterie steht unter staatlicher Aufsicht.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Ablauf einer Lotterie
Der Ablauf folgt den Regeln einer Klassenlotterie. Gespielt wird in 6 Klassen, die jeweils einen Monat dauern. Die Gesamtlaufzeit einer Lotterie beträgt somit ein halbes Jahr. Lotteriestart ist jeweils der 1. Juni und der 1. Dezember.
In jeder Klasse finden tägliche Ziehungen statt, wobei die so genannten Hauptziehungen nur in der 6. Klasse erfolgen.
Durch den Kauf eines Loses oder eines Teilloses mit aufgedruckter mehrstelliger Gewinnzahl erhält die Spielerin bzw. der Spieler seine Teilnahmeberechtigung am Spiel. Die unterschiedlichen Gewinnklassen legen die Höhe der Auszahlung im Vorherein fest. Die SKL ermittelt die Gewinnnummern nach dem Zufallsprinzip. Gezogen werden 1-, 2-, 3-, 4-, 5- oder 7-stellige Gewinnzahlen. Stimmen die Endziffern (Endziffernlotterie) des eigenen Loses bzw. die kompletten Losnummern mit den gezogenen Gewinnnummern überein, dann hat die jeweilige Spielerin bzw. der jeweilige Spieler gewonnen.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Klassenlotterie entstand aus der Lotterie. Im 16. und 17. Jahrhundert wurden Lotterien für die Armen des Landes veranstaltet und um das Land nach Kriegen wieder aufzubauen, ohne die Bürger mit zusätzlichen Abgaben zu belasten. Damit sich die Obrigkeiten die Einnahmen für gemeinnützige Einrichtungen für einen gewissen Zeitraum sichern konnten, veranstaltete man innerhalb einer Lotterie mehrere Ziehungen, für den der Einsatz neu geleistet werden musste; daraus entstanden die Klassen. Die Lose einer Lotterie konnten sonst nur verkauft werden, nachdem eine Lotteriegenehmigung vorlag. Eine Genehmigung einer Lotterie dauerte mehrere Jahre; dazu kamen noch weitere Verzögerungen einer Lotterieveranstaltung durch den Verkauf der Lose. Die Losverkäufer zogen zu Fuß durch das Land, was ebenfalls mehrere Jahre dauerte, da man einen Ziehungstermin erst festlegte und veröffentlichte, nachdem alle Lose verkauft waren.
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Literatur
- Sabine Schönbein: Das Millionenspiel mit Tradition - Die Geschichte der Klassenlotterie 978-3-8334-8779-8
[Bearbeiten] Siehe auch
- NKL (Nordwestdeutsche Klassenlotterie)

