Südeuropäische Plötze

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Südeuropäische Plötze
Südeuropäische Plötze

Südeuropäische Plötze

Systematik
Ordnung: Karpfenartige (Cypriniformes)
Überfamilie: Karpfenfischähnliche (Cyprinoidea)
Familie: Karpfenfische (Cyprinidae)
Unterfamilie: Weißfische (Leuciscinae)
Gattung: Rutilus
Art: Südeuropäische Plötze
Wissenschaftlicher Name
Rutilus rubilio
(Bonaparte, 1837)

Die Südeuropäische Plötze (Rutilus rubilio) ist ein Süßwasserfisch, der in Binnengewässern Südeuropas im Einzugsgebiet der Adria, Italien, Dalmatien und dem westlichen Griechenland lebt.

Merkmale[Bearbeiten]

Die Südeuropäische Plötze ähnelt in ihrer Körperform stark der Plötze (R. rutilus). Es handelt sich entsprechend um einen spindelförmigen, hochrückigen Fisch des Freiwassers mit endständigem Maul, der eine Körperlänge von 20 Zentimeter bzw. maximal 25 Zentimeter erreichen kann. Die Färbung ist silbrig mit glänzenden Flanken und grauen Längsbinden. Brust-, Bauch- und Afterflossen sind rötlich gefärbt, die Augen können gelb oder rot sein.

Die Bauchflossen sind bauchständig und wie alle Arten der Gattung besitzt die Südeuropäische Plötze nur eine Rückenflosse. Diese besitzt 3 Hart- und 9 bis 11 Weichstrahlen, die Afterflosse hat ebenfalls 3 Hart- und 8 bis 11 Weichstrahlen. Die Brustflossen bestehen aus einem Hartstrahl und 16 bis 17 Weichstrahlen und die Bauchflossen aus 2 Hart- und 8 Weichstrahlen. Entlang der Seitenlinie befinden sich 38 bis 45 Schuppen.[1]

Verbreitung[Bearbeiten]

Die Südeuropäische Plötze ist in ihrer Verbreitung auf ein eng begrenztes Gebiet im Bereich des Einzugsgebiets der Adria, Italien, Dalmatien, dem Balkan und dem westlichen Griechenland beschränkt.[1][2]

Lebensweise[Bearbeiten]

Die Südeuropäische Plötze ist ein Schwarmfisch, der fließende und stehende Gewässer besiedelt und bezüglich der Gewässereigenschaften sehr anpassungsfähig ist. Die Nahrung besteht aus Organismen des Plankton und des Benthos sowie Insekten der Gewässeroberfläche und Wasserpflanzen. Die Laichzeit liegt im April bis Mai, die Eier werden in klebrigen Ballen im Uferbereich zwischen krautigen Pflanzen abgelegt.[1]

Belege[Bearbeiten]

  1. a b c Andreas Vilcinskas: Fische - Mitteleuropäische Süßwasserarten und Meeresfische der Nord- und Ostsee. BLV Verlagsgesellschaft, München 2000; S. 86. ISBN 3-405-15848-6.
  2. Südeuropäische Plötze auf Fishbase.org (englisch)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]