S-Meter

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S-Meter eines Amateurfunkgeräts

Ein S-Meter (englisch signal strength meter) ist ein Messgerät zur Anzeige der Signalstärke am Eingang eines Funkempfängers, speziell eines Amateurfunkgerätes. Es dient der Quantifizierung der Stärke eines empfangenen Signals und entstammt dem RST-System.

Technische Spezifizierung[Bearbeiten]

Die allgemein verwendete technische Definition entspricht der Empfehlung der International Amateur Radio Union (IARU) Region 1.[1]

Auf Kurzwelle wird S9 definiert als die Signalstärke, bei der den Empfänger -73 dBm, bei 50 Ohm Impedanz also etwa 50 Mikrovolt, erreichen, auf UKW entsprechend -93 dBm bzw. 5 Mikrovolt.

Ein Schritt auf dem S-Meter entspricht dann einem Pegel-Unterschied von 6 dB. Werte über S9 werden additiv angegeben. Auf Kurzwelle entspricht S4 also beispielsweise -103 dBm, -53 dBm werden als S9 + 20 dB wiedergegeben.

Skala in der Praxis[Bearbeiten]

In der Praxis ist diese Definition nur selten umgesetzt. Fast immer ist der Bezugswert im Gerät anders festgelegt und oftmals auch die Schrittweite abweichend geeicht. Ganz wenige Geräte besitzen einen Kalibrierknopf.[2]

Umwandlung in andere Einheiten[Bearbeiten]

Die Darstellung der Signalstärke kann auch in dBμV, dBm, Watt oder Volt erfolgen.

Die Formeln lauten:

  • dBμV = 20 ⋅ log10(Ueff / 0,000001V)
  • dBm = 10 ⋅ log10(P / 0,001W)
  • P (in Watt) = 0,001W ⋅ 10dBm / 10
  • Spannung (in Volt) an 50 Ohm = sqrt(50 Ohm ⋅ 0,001W ⋅ 10dBm / 10)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: S-Meter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. International Amateur Radio Union Region I (1981). IARU Region 1 Technical Recommendation R.1. Brighton, England, UK.
  2. Amateurfunkclub Hammonia. Das S-Meter.