SS-Rottenführer

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SS-Rottenführer im SS-Sicherheitsdienst Josef Blösche

Der SS-Rottenführer (kurz Rottenf, Ansprache Rottenführer) war im Deutschen Reich von 1934 bis 1945 der höchste Rang der Dienstgradgruppe der Mannschaften der Schutzstaffel (SS).[1]

Ursprung[Bearbeiten]

Die Namensgebung für diesen Dienstgrad war abgeleitet von Rotte, der Bezeichnung für die kleinste Teileinheit in Sturmabteilung (SA) und Schutzstaffel (SS). Die Rotte umfasste vier SA- bzw. SS-Männer und war einem Rottenführer unterstellt. Die Bezeichnung wurde von allen SA- und SS-Gliederungen verwendet. Die SS-Rotte der Waffen-SS entsprach in der Wehrmacht dem Trupp.

Einführung[Bearbeiten]

Rottenführer war ursprünglich eine SA-Rangbezeichnung. Im Zusammenhang mit dem personellen Aufwuchs des NS-Regimes wurden weitere Mannschaftsdienstgrade eingeführt und dieser Rang auch durch die SS übernommen.

Waffen-SS[Bearbeiten]

Im Vergleich zur Allgemeinen SS galten die Anforderungen an einen SS-Rottenführer der Waffen-SS als höher. Der Rottenführer der Waffen-SS war zwar kein Unteroffiziersrang, hatte aber das Kommando über vier SS-Mannschaftsdienstgrade.

Bei den Abbildern werden die Rangabzeichen oder Dienstgradabzeichen gezeigt, die als Schulterstücke, Kragenspiegel und Ärmelabzeichen getragen wurden.[2] Die Kragenspiegel mit SS-Runen und dem Rangabzeichen wurden an der feldgrauen Uniformjacke der Waffen-SS oder der grauen Feldbluse getragen.

Rangfolge und Insignien[Bearbeiten]

Dieser SS-Rang war dem SA-Scharführer und dem damaligen Obergefreiten in Heer und Luftwaffe der Wehrmacht gleichgestellt. Gemäß den heutigen NATO-Rangcodes wären diese Ränge mit Junior OR-3 vergleichbar. Die Paspelierung der Schulterstücke war in der für Mannschaften der Waffen-SS festgelegen Waffenfarbe gehalten.

Anmerkung
  • OR - steht für das en Other (enlisted) Ranks (OR)[3]
Dienstgrad
niedriger:
SS-Sturmmann


SS-Rottenführer
(Rottenf)
höher:
SS-Unterscharführer
(SA-Scharführer)
Rangabzeichen, hier SS-Rottenfüher der Waffen-SS

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise und Anmerkungen[Bearbeiten]

  1. Gordon Williamson: Die SS – Hitlers Instrument der Macht. 1994, S. 250 Anhang.
  2. Wörterbuch zur deutschen Militärgeschichte. 1. Auflage. Militärverlag der DDR, Berlin 1985, S. 145 Dienstgradabzeichen 29/30.
  3. The abbreviation "OR" stand for "other ranks / sous-officiers et militaires du rang" see: NATO glossary abbreviations used in NATO documents and publications / Glossaire OTAN des abréviations utilisées dans les documents et publications OTAN 2010.