Sally Hemings

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Sally Hemings (* um 1773; † 1835) war eine Sklavin Thomas Jeffersons, des 3. Präsidenten der Vereinigten Staaten, mit der er eine Beziehung hatte.

Sally Hemings gehörte ursprünglich der Frau Jeffersons, Martha Wayles, und war möglicherweise sogar deren Halbschwester. Nach dem Tode Marthas und Jeffersons Umzug 1784 als amerikanischer Diplomat nach Paris sandte er nach seiner neunjährigen Tochter Mary (1778–1804). Diese wurde auf ihrer Reise von Sally Hemings begleitet. 1789 kehrte Jefferson wieder in die Vereinigten Staaten zurück und lebte bis zu seinem Tod 1826 auf Monticello. Die Behauptung, dass Jefferson mit seiner Sklavin eine Beziehung und sogar Kinder hatte, wurde schon 1802, also noch zu Lebzeiten Jeffersons vom Pamphletisten James T. Callender in diffamatorischer Absicht aufgestellt. Sie wurde lange Jahre hitzig debattiert. Eine DNA-Analyse (durchgeführt durch drei unabhängige Labore und 1996 in Nature veröffentlicht) belegt, dass eines der Kinder von Sally Hemings in der männlichen Linie von Thomas Jeffersons Großvater abstammt, was es wahrscheinlich erscheinen lässt, dass Jefferson selbst der Vater von Hemings’ Kindern war. Diese waren die einzigen drei Sklaven (neben Sally Hemings selbst), die Thomas Jefferson jemals in die Freiheit entließ.

Literatur[Bearbeiten]

  • Annette Gordon-Reed: Thomas Jefferson and Sally Hemings: An American Controversy. University of Virginia Press, Charlottesville 1998.
  • Annette Gordon-Reed: The Hemingses of Monticello: An American Family. W.W. Norton & Co., New York 2008.