Charlottesville

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Charlottesville
Spitzname: C-Ville, Hoo-Ville, The Hook
Die Rotunda der Universität Virginia, entworfen von Thomas Jefferson
Die Rotunda der Universität Virginia, entworfen von Thomas Jefferson
Lage in Virginia
Charlottesville (Virginia)
Charlottesville
Charlottesville
Basisdaten
Gründung: 1762
Staat: Vereinigte Staaten
Bundesstaat: Virginia
Koordinaten: 38° 2′ N, 78° 29′ W38.03-78.478888888889181Koordinaten: 38° 2′ N, 78° 29′ W
Zeitzone: Eastern (UTC−5/−4)
Einwohner: 40.437 (Stand: 2005)
Bevölkerungsdichte: 1.520,2 Einwohner je km²
Fläche: 26,6 km² (ca. 10 mi²)
davon 26,6 km² (ca. 10 mi²) Land
Höhe: 181 m
Postleitzahlen: 22901-22908
Vorwahl: +1 434
FIPS:

51-14968

GNIS-ID: 1498463
Webpräsenz: www.charlottesville.org
Bürgermeister: Dave Norris

Charlottesville ist eine kreisfreie Stadt im Albemarle County im US-Bundesstaat Virginia. Sie liegt am kleinen Rivanna River, etwa eine Autostunde westlich von Richmond und zwei Autostunden südwestlich von Washington, D.C., auf einem Gebiet von 26,6 km².[1]

Charlottesville trägt seinen Namen zu Ehren der Prinzessin Sophia Charlotte von Mecklenburg-Strelitz, der Frau König Georgs III. von Großbritannien.

Die Stadt ist der Verwaltungssitz des Albemarle County sowie Standort der von Thomas Jefferson gegründeten, renommierten University of Virginia sowie des CFA Institute. Charlottesville hat etwa 40.300 Einwohner (Stand 2006),[2] die während der Semesterzeiten um knapp 20.000 Universitätsstudenten anwachsen.

Im Jahr 2004 wurde Charlottesville in Cities Ranked and Rated aufgrund von Lebensqualität, Klima und Lebenskosten als bester Wohnort („best place to live“) in den USA eingeschätzt.[3]

Geschichte[Bearbeiten]

1762 wurde Charlottesville entlang einer Handelsstraße zwischen Richmond (Virginia) im Osten und dem Great Valley (Großes Tal, auch: Great Appalachian Valley; eine Formation im Osten der Appalachen) im Westen (heutige Straße US-250) gegründet.

Lager der Convention Army in Charlottesville in Virginia. Kupferstich von 1789

Im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg wurden in Charlottesville von 1779 bis 1781 gefangene britische und alliierte Truppen (sog. Convention Army) interniert. Die Gefangenen wurden im Frühjahr von 1781 nach Pennsylvania überführt, als die britischen Streitkräfte Initiativen in Virginia starteten.

Im gleichen Frühjahr floh die Regierung von Virginia unter ihrem Gouverneur Thomas Jefferson nach einem Angriff auf die Hauptstadt Richmond nach Charlottesville und Monticello, Jeffersons Wohnsitz bei Charlottesville. Als der britische General Charles Cornwallis am 1. Juni 1781 davon erfuhr, ordnete er die Festnahme der Regierung, der viele Führer der Revolution angehörten, durch den britischen Oberstleutnant Banastre Tarleton an. Am 3. Juni zog Tarleton, der für seine Brutalität bekannt war, mit 180 Kavalleristen und 70 berittenen Infanteristen im Eiltempo Richtung Charlottesville. Da Virginia von 1776 bis 1780 von Kämpfen weitgehend verschont geblieben war, wurden die meisten Truppen weit entfernt eingesetzt, und Tarleton hatte mit keiner Gegenwehr zu rechnen. In der Nacht wurde die Truppe jedoch im Louisa County von Jack Jouett bemerkt, der zu recht einen Angriff auf die Regierung in Charlottesville vermutete. Es gelang ihm, die Truppe zu überholen und am Morgen des 4. Juni die Regierung von Virginia zu warnen. Jefferson und dem Großteil der Regierung gelang die Flucht, und nur sieben Regierungsangehörige wurden in Charlottesville von den Briten gefangengenommen. Monticello wurde durchsucht, aber auf Cornwallis’ Befehle hin nicht beschädigt oder geplündert.

1819 wurde die University of Virginia gegründet, die sich zum wichtigsten Wirtschaftsfaktor der Stadt entwickelte.

Im Amerikanischen Bürgerkrieg blieb die Stadt von Kampfhandlungen verschont. Vom 3. bis 6. März 1865 – einen Monat vor Ende des Krieges – wurde die Stadt von Truppen der Nordstaaten unter General Custer und Philip Sheridan besetzt. Die Offiziellen der Stadt und der University of Virginia konnten Custer überzeugen, die Universität zu verschonen, und es kam zu keinem Blutvergießen.[4]

In jüngerer Zeit ist die Einwohnerzahl weitgehend gleich geblieben: Nach 39.916 Einwohnern 1980 und 40.475 Einwohnern 1990 wurden für Charlottesville zuletzt 40.315 Einwohner (Stand 2006) Einwohner gezählt.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Monticello, Wohnsitz von Thomas Jefferson vor der Stadtgrenze von Charlottesville

Die meisten Besucher kommen nach Charlottesville, um die von Thomas Jefferson entworfene University of Virginia zu besichtigen, die in die Liste des Weltkultur- und Naturerbes der Menschheit der UNESCO aufgenommen worden ist.

Die Stadt hat außerdem eine kleine, als historisch deklarierte, denkmalgeschützte Fußgängerzone.

In der Nähe der Stadt liegen die ehemaligen Wohnsitze von drei früheren US-Präsidenten: Eineinhalb Kilometer von der Stadtgrenze gibt es die ehemalige Plantage Monticello von Thomas Jefferson, dessen Wohnhaus gemeinsam mit der Universität Virginia von der UNESCO ebenfalls als Weltkulturerbe gelistet wurde. Knapp zwei Kilometer entfernt befindet sich Ash Lawn-Highland, der einstige Wohnsitz von James Monroe, dem 4. Präsidenten der USA. Etwas 45 Minuten nördlich von Charlottesville liegt Montpelier, der ehemalige Wohnsitz von James Madison, dem 5. Präsidenten der USA.

Eine halbe Stunde Autofahrt im Westen von Charlottesville erstreckt sich der Shenandoah-Nationalpark.

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Downtown Mall

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Charlottesville hat drei Partnerstädte:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Daten (PDF-Datei; 54 kB) des United States Census Bureau
  2. Schätzung des United States Census Bureau
  3. Bob Minzesheimer (29. März 2004): 'Mr. Jefferson would be proud': Charlottesville is No. 1. auf USA Today (engl.; abgerufen 7. März 2007)
  4. Short History of U.Va.: The Code of Honor, auf der Internetseite der University of Virginia (engl.; abgerufen am 7. März 2007)
  5. 1980–2000: Volkszählungsergebnisse; 2005: Fortschreibung des US Census Bureau

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Charlottesville – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien