Sandsation

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Sandsation 2007 mit Hauptbahnhof, Blick von der Hugo-Preuß-Brücke. Im Vordergrund rechts: „Boat People“.

Sandsation ist ein internationales Sandskulpturenfestival in Berlin, das seit 2003 jeweils im Sommer stattfindet. Höhepunkt des Festivals ist alljährlich die Vergabe des Deutschen Sandskulpturenpreises. Im Jahr 2008 wurde statt des Deutschen Sandskulpturenpreises erstmals der USF World Double Championship Award vergeben.

Sandsation 2003

2003 noch an der East Side Gallery in Berlin-Friedrichshain, lag der Festivalort seit 2004 im Bezirk Mitte am Humboldthafen. Seit 2010 ist der Veranstaltungsort wieder zwischen der East Side Gallery und der O2 World Berlin in Berlin-Friedrichshain angesiedelt.

Die Technik, mit der die Kunstwerke hergestellt werden, nennt man Sand-Carving. Auf ca. 4000 m² wurde sorgfältig ausgesuchter brandenburgischer Sand aufgeschüttet, gefeuchtet und mit Baumaschinen gepresst. Es werden außer Wasser keine Zusatzstoffe verwendet. Aus dem sandsteinähnlichen Material werden von den Sand-Carvern Skulpturen herausgearbeitet. Sie halten mindestens 3 Monate, ohne durch die Witterung größeren Schaden zu nehmen.

Am fünften Festival 2007 nahmen 25 Sandskulpturenkünstler (Carver) aus aller Welt teil, die bis zu vier Meter hohe Kunstwerke präsentierten. Wie in den Vorjahren beeindruckte auch 2007 eine Skulptur des indischen Carvers Sudarsan Pattnaik besonders, eine Darstellung des Taj Mahal, die den diesjährigen Publikumspreis gewann. Die „Artists Trophy 2007“ gewann der Berliner Ulrich Baentsch für das Werk „Willkommen im Paradies?“.[1]

Das Festivalgelände ist mit einem dichten Zaun den Blicken entzogen und kann nur mit Eintrittskarte betreten werden. Zum Ende der Laufzeit bietet das Sandsation-Team zusammen mit dem Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein e. V. (ABSV) jährlich an einem der letzten Tage noch eine besondere Führung durch die Skulpturenlandschaft an. Blinde und Sehbehinderte Besucher erhalten die Möglichkeit, die meterhohen Sandkunstwerke des Festivals zu ertasten.

„City Of Future“ ist das Motto des Jahres 2009. Im Wettbewerb um den Weltmeistertitel im Sandskulpturenbau konkurrieren zwölf bis zu viereinhalb Meter hohe, urbane Phantasiewelten. Diesen gewinnt Gianni Schiumarini (Italien). Mit einem acht Meter hohen Show-Piece werfen die Künstler aber auch gemeinsam einen Blick in die Zukunft – Berlin im Jahr „2222“ ist das Thema der Gemeinschaftsskulptur. Dieses Jahr werden achtzehn Gesamtkunstwerke präsentiert.

„Kopf im Sand“ ist das Thema des Jahres 2010. Der Deutsche Sandskulpturenpreis 2010 geht an Pavel Mylnikov Russland für seine Skulptur "I listen, I hear, I speak".

Sandsation Berlin 2008
Gianni Schiumarini 2009

Hauptpreis[Bearbeiten]

Deutscher Sandskulpturenpreis

USF World Double Championship Award

  • 2008 Team Indien mit Sudarsan Pattnaik und Jitendra Kishore Jagadev

USF World Solo Championship

Artist Trophy

  • 2010 Patrick Steptoe Dänemark für seine Skulptur He is so cute

Weitere Sandskulpturenfestivals[Bearbeiten]

Ein weiteres Sandskulpturenfestival in Deutschland ist das Sandfestival Ruhr in Witten.

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Sandsation – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Alle in einem Boot. In: Berliner Zeitung, 26. Juni 2007.